21.12.2016

Gefangene helfen Jugendlichen e.V.

Die Idee von Gefangene helfen Jugendlichen e.V. entstand 1996 in der Hamburger Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel – auch als Santa Fu bekannt. Drei Inhaftierte, darunter der heutige Geschäftsführer Volkert Ruhe, saßen zusammen und überlegten, wie sie Jugendliche vor einem Schicksal wie ihrem bewahren können.

(Foto: Gefangene helfen Jugendlichen e.V.)(Foto: Gefangene helfen Jugendlichen e.V.)
Nach viel Überzeugungs- und Zusammenarbeit in Kooperation mit der Behörde für Schule, Jugend und Berufsbildung, Polizei sowie der Justizbehörde fand zwei Jahre später, also 1998, der erste erfolgreiche JVA-Besuch mit einer Gruppe Jugendlicher statt.
Nach der Vereinsgründung im Jahr 2001 wurde der Verein 2005 als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt. Gefangene helfen Jugendlichen e.V. bietet seit jeher gewalt- und kriminalpräventive Projekte für Jugendliche an, die von ehemaligen und noch Inhaftierten durchgeführt werden. Mittlerweile nehmen jährlich etwa 200 Jugendliche an den JVA-Besuchen und etwa 2.000 Jugendliche an Präventions- und Informationsunterricht teil. So hat allein der Hamburger Verein mittlerweile etwa 20.000 Jugendliche erreicht. Das Ziel des Vereins ist neben der Präventionsarbeit bei Jugendlichen auch die Resozialisierung von Strafgefangenen.
Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Verein viele Projekte in sein „Portfolio“ aufgenommen, welche einen gesamtgesellschaftlichen Mehrwert schaffen. So finden neben den JVA-Besuchen und dem Präventionsunterricht an Schulen mittlerweile auch
  1. Eiskalt gegen Gewalt (Anti-Gewalt-Training)
  2. Besondere Schwerpunktausrichtungen in der Präventionsarbeit: Drogen – Falsch abgebogen! (Drogen & Sucht) & (Cyber-)Mobbing
  3. Pädagogisches Boxen
  4. Multiplikatorenveranstaltungen
  5. Deeskalationstraining (sowohl für Jugendliche als auch für Mitarbeitende von Hilfseinrichtungen für Jugendliche)
statt.
Um noch mehr Jugendliche zu erreichen, bemüht sich der Verein, der mit seinen Angeboten den Norden Deutschlands abdeckt, seit einigen Jahren um die Ausweitung in weitere Bundesländer. So gibt es seit 2005 einen Standort in Bremen, der neben JVA-Besuchen in diesem Jahr auch die Etablierung des Schulpräventionsunterrichts in Angriff genommen hat – das Pilotprojekt lief äußerst erfolgreich. Während 2016 erste Kontakte nach Berlin geknüpft werden konnten, gibt es bereits seit 2015 regelmäßige JVA-Besuche in Hannover. Die Präventionsunterrichte werden auch hier seit geraumer Zeit durchgeführt. Ebenfalls seit 2015 gibt es einen neuen Standort in Nordrhein-Westfalen. Während dort derzeit erfolgreich Präventionskurse durchgeführt werden, ist der Verein auf der Suche nach einer JVA, die auch die JVA-Besuche durchführen würde.
Die Vereinsprojekte werden an alten Standorten regelmäßig evaluiert, um ihre Wirksamkeit zu überprüfen.

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Mitglied im Dachverband des Diakonischen Werkes
GEFANGENE HELFEN JUGENDLICHEN e.V. | Wandsbeker Königstraße 50 | 22041 Hamburg