Segelfahrt mit der Friedtjof Nansen

Die Vorgeschichte zur Entstehung dieses Gewaltpräventionsprojektes in Stralsund ist nicht schön. Nach drei körperlichen Angriffen mit fremdenfeindlichem Hintergrund, wovon einer tödlich endete, sah sich der Kommunale Präventionsrat gezwungen zu handeln. Als Reaktion entschied man sich, eine Maßnahme bzw. ein Projekt durchzuführen, das Jugendliche zusammenbringt. Geeignet dafür schien eine Segelfahrt auf dem Dreimaster „Fridtjof Nansen“zu sein. Bei diesem Projekt mit erlebnispädagogischen Ansatz, sollte den Jugendlichen auf engstem Raum Leistung und soziales Verhalten, in Form von Zusammenarbeit, abverlangt werden, denn sämtliche Arbeiten an Bord werden von den Jugendlichen durchgeführt. Die fehlende Möglichkeit sich gegenseitig aus dem Weg zu gehen und die Arbeit an Bord geben allen Beteiligten das Gefühl gebraucht zu werden und da bleibt keine Zeit sich mit den anderen anzulegen.

Das Projekt ist offensichtlich notwendig, um erst mal Akzeptanz für einander zu schaffen, d.h. das Projekt muss beim kleinsten gemeinsamen Nenner erst Aufbauarbeit leisten. Funktioniert hat dies bisher sehr gut, denn das Projekt wurde bereits vier Mal mit Jugendlichen unterschiedlicher Bildung, sozialer Herkunft und politischer Anschauung – Punks, rechtsorientierte Jugendliche, Aussiedler und Jugendliche aus dem kirchlichen Bereich - erfolgreich durchgeführt. Übergriffe, wie die zu Beginn erwähnten, sind keine zu verzeichnen und die beteiligten Sozialarbeiter haben bei einem Nachtreffen festgestellt, dass die Intention des Projektes Früchte getragen hat.




Projektträger:Verein zur Förderung der Kriminalitätsprävention in Stralsund e.V.
Ansprechpartner:Sabine Kriegbaum
E-Mail:info@kriminalitaetspraevention.de
Telefon:03831-254416

Informiert bleiben

Facebook
YouTube

Logo BPB
Seit 2011 ist die Geschäftsstelle des BfDT Teil der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb