13.12.2017

Älter, vielfältiger, engagierter: Ehrenamt neu gestalten

Regionale Veranstaltung „Engagiert im Alter – Vielfalt und Erfahrung fürs Ehrenamt“, in Bamberg, 8.12.17

Am Freitag, dem 8. Dezember 2017 hatte das BfDT zur Veranstaltung „Engagiert im Alter – Vielfalt und Erfahrung fürs Ehrenamt“ nach Bamberg eingeladen. Im Bistumshaus St. Otto trafen sich rund 80 Engagierte aus der Region und darüber hinaus, um gemeinsam Strategien zu entwickeln, für und mit Älteren das Engagement zu begünstigen.

Dr. Gregor Rosenthal, Leiter der Geschäftsstelle des BfDT, hob zu Beginn der Veranstaltung in seiner Begrüßung hervor, dass unsere Gesellschaft nicht nur älter, sondern die ältere Generation auch immer vielfältiger werde: „Die Farbe beige, die Vorliebe für Schlager oder für den Urlaub am Bodensee (...) taugen als Klischee schon lange nicht mehr. Heute sind die alt, die die Rolling Stones live gesehen haben, als diese noch jung waren, oder die sie heute noch live sehen (…). Es werden die alt, die als sogenannte Gastarbeiter nach Deutschland kamen und deren Enkel hier fest verwurzelt sind. Es wird eine Generation von Frauen alt, für die die Verbindung von Erwerbstätigkeit und Familie irgendwie machbar war und die auch ein finanziell unabhängiges Leben haben.“

Grußworte durch Dr. Gregor Rosenthal, Leiter der Geschäftsstelle BfDT (Foto: BfDT)Grußworte durch Dr. Gregor Rosenthal, Leiter der Geschäftsstelle BfDT (Foto: BfDT)

Gemeinsam hat diese vielfältige ältere Generation die Lust am ehrenamtlichen Engagement, wie Dr. Thomas Röbke, Vorstand Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern e.V., in seinem Impulsvortrag anhand des Freiwilligensurveys belegte. So seien von den 55- bis 65-Jährigen mehr als die Hälfte bereits ehrenamtlich aktiv und ein Viertel der nicht Engagierten wären bereit, sich in Zukunft zu engagieren.

Umso wichtiger also, dass die Teilnehmenden in Bamberg in vier parallelen Werkstätten den Fragen nachgegangen sind, welche speziellen Bedürfnisse das neue Altersbild im Ehrenamt mit sich bringt, welche Mehrwerte im generationsübergreifenden Engagement liegen und wie Zugangsbarrieren zum Ehrenamt für ältere Menschen überwunden werden können.

Für neue Ideen und Impulse sorgten in den einzelnen Werkstätten verschiedene Beispiele guter Praxis, wie etwa die „Werkstatt der Generationen der Integrativen Montessori Schule an der Balanstraße“ aus München. Hier wurde eindrucksvoll deutlich, welche Mehrwerte ältere Ehrenamtliche in die Schulen bringen können. Von Zeitzeugenprojekten bis zu pensionierten Schauspieler/-innen, die den Schüler/-innen ehrenamtlich Rhetoriktraining anbieten: Die Bandbreite der Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements der älteren Generation ist so groß wie deren Vielfalt und Kompetenzen.

Wir vom BfDT nehmen von der Veranstaltung viele neue Anregungen und Ideen in die Geschäftsstelle mit und freuen uns über den regen Austausch der Teilnehmenden. Falls Sie im Nachgang noch Ideen oder Anregungen zum Thema der Veranstaltung oder auch zu zukünftigen Projekten haben, bei denen das BfDT Sie unterstützen könnte, zögern Sie nicht, uns per Email unter buendnis@bpb.de zu kontaktieren.

Teilnehmende bei der Präsentation ihrer Werkstattergebnisse (Foto: BfDT)Teilnehmende bei der Präsentation ihrer Werkstattergebnisse (Foto: BfDT)



 

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