Zeitzeugenbesuche im Bistum Mainz

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Das Projekt "Zeitzeugenbesuche im Bistum Mainz" unterstützt den ehrenamtlichen Einsatz der letzten Zeitzeugen des 2. Weltkriegs und fördert das ehrenamtliche Engagement vorwiegend junger Menschen für Demokratiebewusstsein und Toleranz. Jährlich werden drei Begegnungswochen mit polnischen Überlebenden der NS-Herrschaft durchgeführt.
Die Zeitzeugen sind in einem Tagungshaus untergebracht und werden von einem Team aus haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen betreut. Sie berichten Schulklassen von ihren Erlebnissen und kommen mit ihnen ins Gespräch. Dabei steht vor allem der direkte Kontakt zwischen SchülerInnen und Zeitzeugen im Vordergrund. Zusätzlich werden öffentliche Veranstaltungen mit den Zeitzeugen und Gespräche mit Gruppen Jugendlicher und junger Erwachsener angeboten.
Die Zeitzeugen sind überwiegend polnische Staatsangehörige, die während der Besatzung Polens durch NS-Deutschland verhaftet, in Konzentrationslager und zur Zwangsarbeit verschleppt wurden oder aber in Verstecken unter äußerst schwierigen Bedingungen überlebten.
Hauptzielgruppe sind SchülerInnen der Klassenstufen 9 bis 13 in allen Schulzweigen. Darüber hinaus richtet sich das Projekt an Lehrer und Eltern sowie die allgemeine Öffentlichkeit in den Regionen Rheinhessen Rheinlandpfalz, Odenwald und Wetterau Hessen.
Mit den Besuchen wurde über 20.000 SchülerInnen und vielen hundert Erwachsenen eine eindrückliche Begegnung mit Überlebenden der NS-Herrschaft ermöglicht. Viele Schulen nehmen seit über zehn Jahren teil - für etliche Schulen sind die Besuche fester Bestandteil des Schuljahres. Einige Zeitzeugen kommen seit Jahren immer wieder gerne ins Bistum Mainz. Die Zeitzeugenbesuche erhalten eine breite Resonanz seitens des Bistums Mainz, verschiedenster Institutionen in den Regionen und in den Medien.
Die Zeitzeugen setzen ein Zeichen der Versöhnung und regen die SchülerInnen an, sich mit Krieg und Verfolgung auseinanderzusetzen. Bemerkenswert ist die große Empathie, die sich Zeitzeugen und SchülerInnen entgegenbringen. Die SchülerInnen erleben, dass Menschen, denen von Deutschen unsägliches Leid angetan wurde, heute gerne nach Deutschland kommen und keinen Hass gegen Deutsche hegen. Die SchülerInnen lernen, dass die Geschichte ihnen nicht Schuld, aber Verantwortung auferlegt.


Projekt:Zeitzeugenbesuche im Bistum Mainz
Ansprechpartner:Bistum Mainz, Bischöfl. Ordinariat, Referat Weltmission und Frieden, Alois Bauer
Kontaktdaten:06131-253-263
frieden@bistum-mainz.de
Internet:www.bistum-mainz.de/zeitzeugen

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