Fanladen St. Pauli

Seit nunmehr achtzehn Jahren existiert das FC St. Pauli Fanprojekt unter dem Dach des Vereins "Jugend und Sport e.V." Das Fanprojekt-Team - ins Leben gerufen von aktiven Fans des FC St. Pauli und beheimatet im Fanladen in der Brigittestraße - arbeitet im Bereich der Fanbetreuung auf Grundlage des "Nationalen Konzept Sport und Sicherheit" (NKSS). Dieses wurde von den Innenministerien der Länder und dem Deutschen Fußball Bund 1992 entwickelt.

Grundelemente des Konzepts im Hinblick auf Fanprojekt-Arbeit bestehen in der gewaltpräventiven Arbeit mit jugendlichen Fußball-Fans. Der Fanladen St. Pauli ist Träger der freien Jugendhilfe und arbeitet unter den sozialarbeiterischen Aspekten der aufsuchenden und akzeptierenden Jugendarbeit. Seine drei MitarbeiterInnen Cathrin Baumgardt, Stefan Schatz und Heiko Schlesselmann (gleichzeitig Fan-Beauftragter des FC St. Pauli) arbeiten hauptberuflich als Sozialarbeiter im Rahmen des Fanprojekts und sehen sich als Vertreter und kritische Beobachter der Fans des FC St. Pauli und gleichzeitig als Vermittler zwischen den Fans und dem Verein. Auch wenn das Fanprojekt seine Arbeit unabhängig vom FC St. Pauli und dessen Vereinsstrukturen verrichtet, darf die Wirkung und Akzeptanz im Verein und seinem Umfeld nicht unterschätzt werden. Eine möglichst enge Kooperation mit den relevanten Fan-Gruppen und den Vertretern der Vereinshierarchien beim FC St. Pauli bildet ein Hauptkriterium der Arbeit und unterstützt so die erfolgreiche Arbeit des Fanprojekts.

Mehr als nur ein Fanprojekt - Freiraum Fußball:
Es war und ist immer ein wichtiges Anliegen gewesen, den Fans eine Stimme zu verschaffen und ihre Interessen im kommerziellen Dschungel des professionellen Fußballs zu vertreten. Sei es durch das erste deutsche Fan-Magazin der neueren Art, den "Millerntor Roar", der noch heute, fast zehn Jahre nach seiner Einstellung, als Urvater und Vorbild der deutschen Fanzinekultur gilt, sei es durch die Mitbegründung der bundesweiten Faninitiative "Bündnis Aktiver Fußball Fans" (BAFF) oder durch die Organisation von Demonstrationen und Protestaktionen gegen die Phänomene eines immer stärker finanziell geprägten Raumes. Es kann nur das Ziel einer derartigen Arbeit sein, in diesem Umfeld Kommunikationsräume zu schaffen und Selbstinitiative zu stützen. Ohne die Fans, die diese Möglichkeiten nutzen, ohne die Eigeninitiative der Fans, den eigenen Kulturraum selbst zu gestalten, wäre auch der Fanladen nicht das, was er heute ist: Mittler zwischen Verein und Fans, tägliche Talkrunde, Infotisch, Frustabbauhilfe und Fanzentrale.





Projekt:Fanladen St. Pauli
Kontaktdaten: 040- 439 69 61
info@stpauli-fanladen.de
Internet:http://www.stpauli-fanladen.de/

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