23.11.2018

„Gemeinsam engagiert“: Austausch über zivilgesellschaftliches Engagement

Vernetzungstreffen der Botschafter/-innen des BfDT und des Anne Frank Zentrums am 19./20. November 2018

Die Botschafter/-innen (Bild: BfDT)

Dass sich zivilgesellschaftliches Engagement nicht nur auf eine bestimmte Altersgruppe beschränkt, wurde auf dem Vernetzungstag unserer „Botschafter/-innen für Demokratie und Toleranz“ mit den Botschafter/-innen des Anne Frank Zentrums sichtbar. 23 Teilnehmende im Alter zwischen 13 und 60 Jahren fanden sich zum Auftakt der gemeinsamen Veranstaltung in der neuen Dauerausstellung „Alles über Anne“ im Anne Frank Zentrum in Berlin ein. Die generationsübergreifende Gruppe wurde darüber hinaus durch die vielfältigen Themen und Projekte der Botschafter/-innen bereichert. Beim Kennenlernen am Morgen ordneten sie sich selbst Inhalten zu – wie Annalena Schmidt, die in diesem Jahr als BfDT-Botschafterin geehrt wurde, und Yannick van de Sand, der als Vertreter des von uns geehrten Projekts „Storch Heinar“ teilnahm. Die beiden fanden sich thematisch unter dem Titel „Aktivismus gegen Rechtsextremismus“ zusammen. Antonio Umberto Riccó, Juliana Gombe, und Nahid Farshi gesellten sich mit ihren Initiativen zu jungen Botschafter/-innen, die sich für Geflüchtete und Toleranz einsetzen. Andere Teilnehmende des BfDT und des Anne Frank Zentrums ordneten sich Themen wie „Aktivismus gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“, „Gewaltprävention“ oder „Prävention durch Sport“ zu.

"Menschenfeindlichkeit aktiv begegnen" (Bild: BfDT)
In Einzelgesprächen im Rahmen eines Speed Datings tauschten die Botschafter/-innen sich in kurzen, angeregten Gesprächen über ihr Engagement und ihre Projekte aus. Durch das große Interesse und die Begeisterung der Teilnehmenden im Gespräch entwickelte sich schnell eine positive und produktive Atmosphäre im Seminarraum. Die zeitliche Begrenzung durch den typischen Ablauf eines Speed Dating war herausfordernd und dennoch ergaben sich schon hier erste Ideen für gemeinsame Projekte, die danach in einem World Café vertieft werden konnten. Am Thementisch „Projektschmiede“ entstanden innerhalb einer Stunde konkrete Ideen zu Projekten und Kooperationen. Die Zeit wurde genutzt, um einen ersten Impuls für eine gemeinsame Weiterarbeit zu setzen.

An den anderen Thementischen im World Café wurde ebenso angeregt diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht und Ideen entwickelt. Zum Thema „Menschenfeindlichkeit aktiv begegnen“ teilten die Botschafter/-innen persönliche Erfahrungen – wie die Ehrenbotschafter/-innen des Anne Frank Zentrums, die in ihrem Schulalltag mit menschenfeindlichen Situationen und Aussagen konfrontiert sind. Letztlich ging es auch darum, Handlungsstrategien zu entwickeln. Um Denkmuster zu brechen, erschien es den Diskutierenden als besonders wichtig, Begegnungen außerhalb des eigenen sozialen Umfelds zu suchen und andere Menschen bei diesen Begegnungen zu unterstützen. Juliana Gombe, die 2015 als BfDT-Botschafterin ausgezeichnet wurde, betonte in der Abschlusspräsentation noch einmal, wie relevant dabei Aufklärung und Bildung seien. An einem weiteren Tisch unterhielten sich die Teilnehmenden über ihr Selbstverständnis als Botschafter/-innen. Sowohl die Anne Frank- als auch die BfDT-Botschafter/-innen waren sich einig, dass die Auszeichnung eine große Ehre für sie darstellt. Aus der Würdigung ergeben sich einerseits die Verantwortung und andererseits die Motivation, das eigene Engagement und die Projekte fortzuführen. Das Netzwerk, in das sie als Teil eines solchen Botschafter/-innen-Programms integriert sind, sei eine große Bereicherung für ihre Arbeit, so die Teilnehmenden. Zum Thema „Kreative Formen des Engagements“ war der generationsübergreifende Dialog besonders spannend, da viel über den Umgang mit sozialen Medien im zivilgesellschaftlichen Engagement diskutiert wurde.

Speed Dating der Botschafter/-innen (Bild: BfDT)
Die Teilnehmenden nahmen es als sehr bereichernd wahr, sich mit anderen Botschafter/-innen auszutauschen, gemeinsame Themen und Herausforderungen zu entdecken sowie auf das Wissen und den Erfahrungsschatz der Anderen zugreifen zu können. Christoph Rickels, ausgezeichnet für seinen Einsatz gegen Gewalt und für Zivilcourage, betonte in diesem Zusammenhang, dass die intensiven Gespräche, Gruppenarbeiten und Eindrücke sehr motivierend waren und die Fortführung von Veranstaltungen in diesem Format wünschenswert sei. Aufgrund der aktiven und interessierten Beteiligung aller Anwesenden ermöglichte schon dieser Vernetzungstag erste Impulse für die künftige Zusammenarbeit unserer Botschafter/-innen.


 

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