20.12.2011

Newsletter Dezember 2011

Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)

Der Newsletter des Bündnisses für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)erscheint einmal monatlich und informiert über die Aktivitäten des BfDT und der unter dem Dach des Bündnisses versammelten zivilgesellschaftlichen Gruppen.

Die vollständigen Artikel finden Sie als Druckversion in der Anlage.

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Inhaltsverzeichnis


In eigener Sache
-
Das BfDT wünscht frohe Weihnachten

BfDT Aktuelles
- „Aktiv für Demokratie und Toleranz" - Preisträger 2011 stehen fest!

- Bundesweite Fachtagung „Sport mit Courage“ in Frankfurt am Main

- Ausstellung in der BfDT-Geschäftsstelle „In der Wahrheit leben"

- Rezension „Das verbotene Dorf" – Bericht über das Verhörzentrum Wincklerbad

BfDT Vorschau
- „Was erwartet ihr von uns? - Jugend und Arbeitgeber im Gespräch“

- Dialogforum des DFB am 17. und 18. Januar 2012

- BfDT und KAS bilden junge Menschen zu Multiplikatoren aus

BfDT Rückblick
- Tagung „Engagiert gegen Extremismus" in Schwerin

BfDT Mitglieder berichten
- Junge Migranten als Lotsen – ein Projekt der AWO Soest

- Notfallbegleitung für Muslime und mit Muslimen

In eigener Sache


Frohe Weihnachten und einen guten Start in das Jahr 2012 wünscht das BfDT!

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Freunde und Partner des Bündnisses für
Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT),

traditionell wird am Jahresende Bilanz gezogen und Dank gesagt für ein bereicherndes Jahr. Auch das Bündnis für Demokratie und Toleranz und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle möchten Ihnen, unseren Partnern und Freunden, an dieser Stelle für die angenehme, vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit im vergangenen Jahr ganz herzlich danken.

Was an Aus- und Rückblick nun folgen könnte, gerät zwangsläufig in den Hintergrund, wenn die bisherigen Ereignisse und Erkenntnisse rund um die Morde der Zwickauer Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ in den Blick genommen werden. Was an rechtsterroristischer Gewalt, fremdenfeindlichem Hass und menschenverachtendem Zynismus zutage tritt, übersteigt das bislang bei uns für möglich und vorstellbar Gehaltene. Ein „weiter wie gehabt“ wird damit unmöglich und darf es nicht geben.

Auch das Bündnis für Demokratie und Toleranz- gegen Extremismus und Gewalt wird sich der Frage stellen müssen, welche Konsequenzen aus den Zwickauer Ereignissen für unsere Arbeit gezogen werden. Wie kann das vor Ort unverzichtbare zivilgesellschaftliche Engagement noch besser unterstützt und vor allem bundesweit vernetzt werden? Wie können gemeinsam mit den lokalen Akteuren, die neben der Unterstützung ihrer Kommunen und Bundesländer auch den Austausch und die Kenntnis erfolgreicher Ansätze auf Bundesebene benötigen, praxisorientierte Impulse für mehr Demokratie und Toleranz und gegen Extremismus und Gewalt entwickelt und umgesetzt werden? Wir werden dieser Frage intern nachgehen - so tagt unter anderem im Frühjahr 2012 der BfDT-Beirat in einer Sondersitzung zu diesem Thema – aber auch gemeinsam mit Euch und Ihnen, unseren Partnern und Mitgliedern des Bündnisses, möchten wir nach wirksamen und nachhaltigen Lösungsstrategien und praktischen Handlungsansätzen suchen.

In den Dank möchte ich auch ganz ausdrücklich die Kolleginnen und Kollegen der Geschäftsstelle sowie unsere Praktikantinnen und Praktikanten einschließen, die trotz mancher schwierigen Begleitumstände eine engagierte und weit über das Notwendige hinausgehende Arbeit für das Bündnis geleistet haben. Ihnen und Ihren Familien und Freunden wünsche ich ein frohes, gesegnetes aber auch besinnliches Weihnachtsfest und ein glückliches, erfolgreiches und vor Ideen und Schaffenskraft sprühendes Jahr 2012! Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

Ihr Dr. Gregor Rosenthal

BfDT Aktuelles


Foto: Aktiv für Demokratie und Toleranz 2011Foto: Aktiv für Demokratie und Toleranz 2011
„Aktiv für Demokratie und Toleranz“ - Preisträger 2011 stehen fest!
Seit elf Jahren zeichnet das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) jährlich vorbildliche Projekte und Initiativen der Zivilgesellschaft aus. So auch in 2011: Bis zum Einsendeschluss im September erreichten uns 411 Einsendungen. Viele der Bewerber leisten in ihren Projekten vorbildliche und engagierte Arbeit – die Auswahl der Preisträger fiel dem BfDT also nicht leicht. Doch nun stehen die Gewinner fest: Insgesamt 82 Preisträger können sich über die Auszeichnung im bundesweiten Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2011 freuen!
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Logo: Deutsche Sportjugend (dsj)Logo: Deutsche Sportjugend (dsj)
Bundesweite Fachtagung „Sport mit Courage“ in Frankfurt am Main
Die Atmosphäre der Jugendherberge Frankfurt am Mains passte zu den rund 60 Menschen, die am 06. Dezember im Vordergrund standen. Sie sind Vereinsvertreter aus Nürnberg. Sportjugendvorsitzende aus Stade oder Engagierte in Migrantenselbstorganisationen aus Gießen. Sie alle brachten einen ganzen Tag Zeit und sehr viele Fragen mit, um gemeinsam unter dem Motto „Sport mit Courage“ die Möglichkeiten und Anforderungen an das gesellschaftspolitische Engagement des Sports auszuloten.
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In der Wahrheit leben (Kreisau-Initiative)
Das BfDT lädt ein: Ausstellung „In der Wahrheit leben“
Nijole Sadunaite, Krankenschwester aus Litauen, verbreitete eine Untergrundpublikation über Menschenrechtsverletzungen durch die Kommunistische Partei in der Sowjetunion; dafür wurde sie 1974 in ein sibirisches Arbeitslager verschleppt. Helmut James Graf von Moltke gründete die Widerstandsgruppe Kreisauer Kreis, wofür er 1945 von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde. So unterschiedlich diese Lebensläufe sind, haben sie doch eine wichtige Gemeinsamkeit: Beide kämpften in einer Diktatur für Demokratie und Menschenrechte – und bezahlten das mit ihrer Freiheit oder ihrem Leben.
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Das Verbotene Dorf (Offizin Verlag)
Das verbotene Dorf" – Bericht über das Verhörzentrum Wincklerbad in Bad Nenndorf
Im Volksmund war es lange nur als „Das verbotene Dorf" bekannt – was genau sich zwischen 1945 und 1947 in Bad Nenndorf nahe Hannover abspielte, das klärte sich - auch für viele Anwohner - erst Jahrzehnte später auf. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges verwandelte der Britische Geheimdienst das Dorf mitsamt dem 1930 gegründeten Badehaus Wincklerbad in geheime Gefängnisse für politische Gefangene. Aus Badezellen wurden Gefängniszellen, in denen sich auch Misshandlungen und Folter zutrugen. Nachdem zwei Häftlinge starben und zahlreiche andere unterernährt und mit Erfrierungen in nahe gelegene Krankenhäuser eingeliefert wurden, stellte die Britische Regierung einige der Verantwortlichen vor ein Militärgericht und schloss das Lager.
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BfDT Vorschau


Logo: Konrad-Adenauer-StiftungLogo: Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS)
Jugendtagung: „Was erwartet ihr von uns? - Jugend und Arbeitgeber im Gespräch“ am 24. Januar 2012 in Duisburg
Die Veranstaltung „Was erwartet ihr von uns? - Jugend und Arbeitgeber im Gespräch“, die am 24. Januar 2012 im Haus der Unternehmer in Duisburg stattfindet, ermöglicht den Austausch von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und Personalentscheidern großer Unternehmen. Sie wird vom Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) veranstaltet. Im Dezember letzten Jahres fand bereits eine Veranstaltung unter demselben Titel in Berlin statt, weitere Veranstaltungen sind in Planung.
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Logo: Deutscher Fußball-Bund (DFB)Logo: Deutscher Fußball-Bund (DFB)
Dialogforum des DFB am 17. und 18. Januar 2012
Professionell Fußball spielen und homosexuell sein – zu oft ist das heutzutage noch Gegensatz oder Problem für Vereinsmitglieder, Sportler oder Fans. Seit 2007 setzt sich die Arbeitsgruppe „Für Toleranz und Anerkennung – gegen Rassismus und Diskriminierung“ des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) deshalb dafür ein, Vorurteile im Sport abzubauen und Toleranz zu fördern. Auch das Bündnis für Demokratie und Toleranz (BfDT) ist als Gründungsmitglied und einziger staatlicher Vertreter in der Arbeitsgruppe aktiv.
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Jugendliche stärken und fördern – BfDT und KAS bilden engagierte junge Menschen zu Multiplikatoren aus
Der Weg nach Deutschland führt die meisten Migranten über den Integrationskurs. Doch wie wird man in 645 Stunden Deutscher? Integration in eine zunächst fremde Gesellschaft ist ein schwieriger und komplexer Prozess, der nicht nur diejenigen, die sich integrieren möchten, fordert, sondern auch die Gesellschaft. In Deutschland gibt es deshalb zahlreiche junge Engagierte mit Migrationshintergrund, die Migranten helfen, sich erfolgreich in Deutschland einzuleben.
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BfDT Rückblick


Logo: WIR. Erfolg braucht VielfaltLogo: WIR. Erfolg braucht Vielfalt
Bundesweite Tagung in Schwerin
So landschaftlich reizvoll Mecklenburg-Vorpommern und so beschaulich-schön Schwerin ist, so unerwartet sind oftmals die Kontraste in dem nördlichen Bundesland. Umbrüche wie die Wendezeit, der demographische Wandel und Abwanderung, Globalisierung und der Einbruch des Arbeitsmarktes kennzeichnen Mecklenburg-Vorpommern ebenso wie seine kreative und lebendige Bürgergesellschaft und seine prosperierenden Tourismusregionen.
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BfDT Mitglieder berichten


Foto: Sommerfest 2011 (Schiller)
Junge Migranten als Lotsen – ein Projekt der AWO Soest
Sei es Hilfe bei den Hausaufgaben, eine Einführung in die Benutzung von einem Computer oder Begleitung bei einem unliebsamen Besuch aufs Amt - junge Migranten in Soest helfen anderen Migranten, sich im Alltag zurechtzufinden. Wie erfüllend dieses Ehrenamt sein kann, weiß Emma Schiller, von der AWO Soest.
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Notfallbegleitung für Muslime und mit Muslimen - Ein Projekt der Christlich-Islamischen Gesellschaft
In Notfallsituationen sind sie füreinander da, und zwar über die Grenzen ihrer Religionen hinaus. Die Christlich-Islamische Gesellschaft bildet Christen und Muslime zu Notfallbegleitern aus, um Muslimen in schwierigen Situationen beizustehen. Das erfolgreiche Ausbildungskonzept wurde jetzt auch als Handbuch veröffentlicht. Dr. Thomas Lemmen berichtet.
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