24.04.2009

Newsletter Februar 2009

Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)

Der Newsletter des Bündnisses für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)erscheint einmal monatlich und informiert über die Aktivitäten des BfDT und der unter dem Dach des Bündnisses versammelten zivilgesellschaftlichen Gruppen.

Die vollständigen Artikel finden Sie als Druckversion in der Anlage.

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Inhaltsverzeichnis


BfDT Vorschau
- „Vereine stark machen - im Süden. Was tun gegen Diskriminierung undRassismus im Fußballverein?" vom 13. bis 14.2.2009 in Ulm

BfDT Rückblick
- Erste Preisverleihung des Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2008" fand am 8. Februar 2009 in Erbach (Hessen) statt

- MISCH MIT! Vorbereitungstagung der bundesweiten Interkulturellen Woche 2009

- „Projekt:Perspektivwechsel" - Einen Tag lang die Welt mit anderen Augen sehen

BfDT Mitglieder berichten
- Theaterprojekt „RepuBlick Auf Schalke"

- Willkommen bei den Schwestern vom guten Hirten!

- Jung und Moslem in Deutschland - Eine Dokumentarvideoreihe mit und über junge Muslime

- Freiwilligendienste von jungen Menschen mit Migrationshintergrund

BfDT In eigner Sache
-
Neue Gesichter in der Geschäftsstelle



BfDT Vorschau


Foto: "Vereine stark machen im Süden"Foto: "Vereine stark machen im Süden"
„Vereine stark machen - im Süden. Was tun gegen Diskriminierung undRassismus im Fußballverein?" vom 13. bis 14.2.2009 in Ulm
Im Jahr 2009 setzt das Bündnis für Demokratie und Toleranz die Regionaltouren der Praktikertagung „Vereine stark machen - Was tun gegen Diskriminierung und Rassismus im Fußballverein?" fort. Zum dritten Mal in diesem Jahr sind Akteure und Aktive aus dem Amateurfußball eingeladen, in Workshops praxisnah Lösungen und Strategien zu erarbeiten, wie mit Diskriminierung und Rassismus im Verein umgegangen werden kann. Das Thema „Toleranz im Sport" soll so an die Basis des sportlichen Lebens transportiert werden.
Wer sich an der Tagung „Vereine stark machen - im Süden. Was tun gegen Diskriminierung und Rassismus im Fußballverein?" in Ulm beteiligen möchte, kann sich jetzt noch anmelden!
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BfDT Rückblick


Foto: Preisverleihung ErbachFoto: Preisverleihung Erbach
Erste Preisverleihung des Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2008" fand am 8. Februar 2009 in Erbach (Hessen) statt
Brigitte Zypries, Bundesministerin der Justiz, überreichte den Preis
Die Gewinner des Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2008" des Bündnisses für Demokratie und Toleranz stehen fest! Vergangenen Sonntag fand die erste Preisverleihung im hessischen Erbach statt. Prämiert wurde das Projekt „Gewalt, Scherben, Alkohol" der Jugendsozialarbeit der Stadt Erbach, der Schulsozialarbeit der Schule am Sportpark und der Lernstubb Michelstadt. Mit Workshops in Schulen will das Projekt Kinder und Jugendliche an das Thema Suchtprävention heranführen und die Öffentlichkeit auf den Zusammenhang von Alkoholmissbrauch und Gewalt aufmerksam machen.
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Logo: Motto Der IKW 2009Logo: Motto Der IKW 2009
MISCH MIT!
Vorbereitungstagung der bundesweiten Interkulturellen Woche 2009

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz unterstützt schon seitmehreren Jahren die Interkulturelle Woche der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. In diesem Jahr lautet das Motto „Misch Mit!". Die Veranstalter wollen damit deutlich machen, wie wichtig die Partizipation jedes einzelnen in Deutschland lebenden Menschen ist. Gleichzeitig möchten sie zur aktiven Gestaltung der persönlichen Lebensumwelt aufrufen.
An diesem Wochenende fand in Düsseldorf die Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche statt. Auch das Bündnis für Demokratie und Toleranz war anwesend.
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Foto: Projekt "Perspektivwechsel"Foto: Perspektivwechsel
„Projekt:Perspektivwechsel" - Einen Tag lang die Welt mit anderen Augen sehen
Das „Projekt:Perspektivwechsel" leistet einen großen Beitrag zur Integration von Behinderten in unsere Gesellschaft. Die Mitarbeiter des Projekts veranstalten Projekttage in Schulen und Kindergärten, schon 5000 Schüler haben sie so erreicht. Bei Parcours mit verschiedenen Stationen lernen die Kinder und Jugendlichen den Alltag von Menschen mit Behinderungen kennen und werden dabei von Betroffenen betreut. Am 11.12.2008 war eine Vertreterin des Bündnisses für Demokratie und Toleranz beim Projekttag der vierten Klasse der Grundschule Mühldorf-Mößling am Inn eingeladen.
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BfDT Mitglieder berichten


Foto: Schalker Fan-InitiativeFoto: Schalker Fan-Initiative
Theaterprojekt „RepuBlick Auf Schalke"
Von Sven Schneider (2. Vorsitzender der Schalker Fan-Initiative)
Schon seit 1992 engagiert sich die Schalker Fan-Initiative e.V.gegen Rassismus. Im Jahr 2006 riefen sie ein neues Projekt ins Leben, die „RepuBlick Auf Schalke". Am 28.11.2008 wurde es vom Bündnis für Demokratie und Toleranz in Köln ausgezeichnet.
In dem Theaterprojekt lernen Jugendliche verschiedener Nationen den offenen Umgang miteinander. In einem selbst produzierten Theaterstück reflektieren sie überzogene Klischees und brechen sie mit viel Charme und Selbstironie auf. Ein Happy-End gibt es auch, wenn sich die Protagonisten am Ende in den Armen liegen und gemeinsam „ihren" Verein feiern.
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Foto: Maria-Droste-ServiceFoto: Maria-Droste-Service
Willkommen bei den Schwestern vom guten Hirten!
Vor 10 Jahren kamen die Schwestern vom guten Hirten auf Bitten des inzwischen em. Bischofs Dr. Franz Kamphaus von Limburg nach Frankfurt am Main. Seitdem leben die Schwestern Gudula und Odilie im achten Stock eines Hochhauses im sozial schwachen Bezirk „Frankfurter Berg". Sie wohnen also mitten unter denen, die ihre Hilfe benötigen. Mit ihren Unterstützungsangeboten wie Hausaufgabenbetreuung, Rechtsbeistand und Hilfe bei Behördengängen tragen sie aktiv dazu bei, den Menschen in ihrem Umfeld den Alltag zu erleichtern. Mit Kulturangeboten und Kursen bereichern sie zudem das gesellschaftliche Leben in ihrem Bezirk. Deshalb wurden sie vom Bündnis für Demokratie und Toleranz am 28.04.2008 in Oberursel als herausragendes Projekt ausgezeichnet.
Schwester Gudula vom Maria-Droste-Service berichtet für das Bündnis für Demokratie und Toleranz von ihrer Arbeit.
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Foto: Wuppertaler MedienprojektFoto: Wuppertaler Medienprojekt
Jung und Moslem in Deutschland - Eine Dokumentarvideoreihe mit und über junge Muslime
Über 3 Millionen Muslime leben in Deutschland, davon sind 570.000 Schüler/innen. Jugendliche der dritten Einwanderergeneration sind heute hin- und hergerissen zwischen der „deutschen" Kultur und der Kultur ihres Herkunftslandes. Daraus ergeben sich oft Probleme der Integration und Identitätsfindung. Im Videoprojekt „Jung und Moslem in Deutschland" setzen sie sich mit den eigenen Problemen auseinander und reflektieren ihre Situation. Andreas von Hören, Geschäftsführer Medienprojekt Wuppertal e.V., und seine Mitarbeiter betreuen die Jugendlichen bei der Arbeit an den Videoprojekten zu Gesellschaft und Identität junger Muslime in Deutschland. Der Preisträger des Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2007" berichtet.
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Foto: AWO Soest
Freiwilligendienste von jungen Menschen mit Migrationshintergrund
Im Rahmen des Projektes „Freiwilligendienste von jungen Menschen mit Migrationshintergrund" werden die Potentiale der Jugendlichen unterstützt und anerkannt. Auf diese Weise leistet der Freiwilligendienst einen wichtigen Beitrag zur gesamtgesellschaftlichen Integration. Am 28.11.2008 wurde er vom Bündnis für Demokratie und Toleranz in Köln als Best-Practice-Projekt geehrt. Emma Schiller von der AWO Hochsauerland/Soest, Jugendmigrationsdienst (JMD) beschreibt in ihrem Bericht den Alltag und die Hintergründe der Arbeit des Freiwilligendienstes.
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BfDT In eigner Sache


Foto: Kim HartmannFoto: Kim Hartmann
Neue Gesichter in der Geschäftsstelle



Kim Hartmann, stv. Leiterin der Geschäftsstelle des BfDT

Pünktlich zur Berlinale freue ich mich sehr, Sie - liebe Leser und Leserinnen - als neue stv. Leiterin der Geschäftsstelle des Bündnisses für Demokratie und Toleranz zu begrüßen. Mein Name ist Kim Hartmann, ich komme aus dem Süden der Republik und möchte Ihnen an dieser Stelle kurz meinen persönlichen Werdegang inklusive meiner Beweggründe zur Übernahme der Tätigkeiten beim Bündnis für Demokratie und Toleranz vorstellen.

Mit dem Ziel, meinen persönlichen Beitrag zur Entwicklung von gesellschaftlichen Prozessen zu leisten, habe ich in Stuttgart studiert. Mit dem Fokus auf eine praxisorientierte Anwendung habe ich diesen theoretischen Input mit zahlreichen Tätigkeiten in sozialen Organisationen und privatwirtschaftlichen Unternehmen verknüpft. Aus diesen Erfahrungen heraus entstand der Wunsch, beruflich im Bereich der Wohlfahrtspflege Fuß zu fassen.
Die ersten Schritte führten mich 2003 als stv. Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt nach Esslingen, bei welcher ich ein Jahr später die Position der Geschäftsleitung übernahm. Mit Dienstleitungen rund um die häusliche Versorgung alter, kranker und behinderter Menschen deckt der Verband neben der psychosozialen Betreuung aller Asylbewerber/innen im Landkreis Esslingen ein weites Spektrum ab. Außerordentlich ermutigt hat mich im Rahmen dieser Tätigkeiten, dass jede - auch scheinbar unbedeutende - Hilfeleistung anderen Menschen echte Unterstützung bietet. Als weitere Besonderheit empfand ich die Zusammenarbeit mit unseren zahlreich ehrenamtlich Engagierten. Ich denke da beispielsweise an die „Teenachmittagsfrauen", welche mit viel Know-how und Herzblut den Flüchtlingsfrauen bei Tee & selbstgebackenem Kuchen Rat und Unterstützung anbieten. Durch dieses gewachsene und aktive Engagement steht die Arbeit des Verbandes auf einem festen Grund und trägt zu einem kontinuierlichen Gelingen bei.

Aufgrund dieser Erfahrungen begeistert mich der Ansatz des Bündnisses für Demokratie und Toleranz. Das Ziel, vorhandene Initiativen und Projekte durch das Sichtbarmachen und Vernetzen zu stärken und als Schnittstelle zwischen Staat und Gesellschaft zu fungieren trägt aus meiner Sicht der Erkenntnis Rechnung, dass Engagement auf den Feldern Demokratie und Toleranz leben muss und nicht verordnet werden kann. Dass das Bündnis durch seinen Draht zu den zivilgesellschaftlichen Akteuren aktuelle Problemlagen identifiziert und anhand des Best Practice Ansatzes „beste" Lösungen zu finden versucht, rundet für mich seine Aufgabenstellung ab. Alles „beste" Gründe, die mich neugierig und erwartungsvoll auf die vor mir liegende Zeit blicken lassen - und vielleicht bleibt ja noch Zeit, einen Blick auf den roten Berlinaleteppich zu werfen...

Ich freu mich auf eine gute und anregende Zusammenarbeit mit Ihnen!







Foto: Björn FunkFoto: Björn Funk
Björn Funk

Ich war sehr gespannt, als ich Anfang Januar die Stufen zu der Geschäftsstelle des BfDT hochgestiegen bin. Frisch aus Düsseldorf in die Hauptstadt gezogen, freute ich mich auf die neue Aufgabe.

Bis dahin habe ich als Geschäftsführer der katholischen Elternschaft Deutschlands im Erzbistum Köln e.V. vor allem Erfahrung mit Schulpolitik gesammelt. Außerdem war ich dort für die Außenwirkung verantwortlich. Die Öffentlichkeitsarbeit ist auch der rote Faden in meiner Biographie: Ich habe Geschichte, Politik und Germanistik auf Magister an den Universitäten in Bonn, Aachen und Prag studiert. Das Studium habe ich mir durch Jobs als Webmaster finanziert. Außerdem war ich Praktikant bei einer Politikberatungsfirma, einer Werbeagentur, die auf politisches Marketing spezialisiert ist, und schließlich in der Staatskanzlei NRW.

In der Staatskanzlei habe ich drei Monate in der Abteilung für Reden, Texte und politische Analyse gearbeitet. Den Bereich Politik habe ich also ganz bewusst angestrebt. Gerade das Reden schreiben finde ich sehr spannend. Komplexe Gedanken einfach zu formulieren ist eine Kunst!

Die Geschäftsbereiche des Bündnisses haben mich besonders gereizt. Immerhin habe ich mich nach meinem Abitur entschieden, Geschichte und Politik zu studieren, um meinen Blick für undemokratische Tendenzen in der Gesellschaft zu schärfen. Darum ist es für mich eine besondere Aufgabe, im Bündnis hauptverantwortlich für den Bereich „Extremismus" zu sein. Gerade hier in Deutschland wissen wir um die Gefahren von Extremistischen Strömungen. Die Geschichte wiederholt sich nicht, doch man kann viel aus ihr lernen.

Der Ansatz des Bündnisses, auf die breite Basis der Zivilgesellschaft zu setzten, war ein Grund dafür, dass ich mich entschieden habe, das Rheinland zu verlassen und zum Bündnis zu wechseln. Im Umgang mit den Initiativen staune ich immer wieder, mit was für kreativen Ideen sich die Bürger/innen für Demokratie und Toleranz engagieren. Und gute Ideen ehrt man am Besten damit, dass man sie bekannt macht. Deswegen freue ich mich, als Teil des Bündnisses ein Ansprechpartner für diese Initiativen zu sein und sie in ihrer Arbeit unterstützen zu können.

Genug Gründe also, den Schritt in die Hauptstadt zu wagen. Inzwischen bin ich in Berlin angekommen, und nutze die Wochenenden, um die Stadt Stück für Stück zu erobern. Dann wird es auch nicht mehr lange dauern, bis ich mich in der hier heimisch fühle!



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