Antisemitismus intersektional denken

Berliner Landeszentrale für politische Bildung
Die vierte Veranstaltung der Reihe “Antisemitismus: Künstlerische Positionen und aktuelle Perspektiven” nähert sich dem Thema Antisemitismus mit einem intersektionalen Ansatz. Über das Verhältnis von Antisemitismus, Behindertenfeindlichkeit, Queerphobie und Sexismus sowie über die Möglichkeit der Allianzbildung zwischen verschiedenen Communitys wird sich die Berliner Landeszentrale für politische Bildung mit Kenny Fries, Naomi Henkel-Gümbel und Leah Carola Czollek austauschen.
  • Kenny Fries ist preisgekrönter Schriftsteller, Kolumnist und Universitätsprofessor (MFA Creative Writing Program, Goddard College). Sein Werk untersucht u.a. seine eigene Identität als schwuler, jüdischer Mann mit Behinderung.
  • Naomi Henkel-Gümbel ist Rabinnatsstudentin beim Zacharias Frankel College in Potsdam und Berlin. Sie engagiert sich im jüdischen LGBTQI+ Verein Keshet und macht durch ihre Arbeit queere Perspektiven in der jüdischen Gemeinde sichtbar.
  • Leah Carola Czollek ist Supervisorin, Mediatorin, Trainerin, Lehrbeauftragte und Mitbegründerin des Instituts “Social Justice und Radical Diversity”. Als Autorin beschäftigt sie sich mit den Bereichen Gender/Queer, Social Justice, Diversity, Pädagogik und Sozialarbeit.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Antisemitismus: Künstlerische Positionen und aktuelle Perspektiven” statt. Die Reihe öffnet den Diskurs mit Künstler/-innen und Kulturschaffenden, die sich mit Antisemitismus und jüdischen Identitäten auseinandersetzen: Welche Leerstellen und Konfliktlinien bestehen? Auf welche Hindernisse stoßen jüdische Kulturschaffende, wenn sie sich losgelöst von bestehenden Zuschreibungen, Erwartungen und Repräsentationsrahmungen positionieren wollen? Was ist das Verhältnis von Antisemitismus und Rassismus und welche Möglichkeiten der Allianzbildung kann es geben? Und (wie) lassen sich neue, konstruktive Formen der Auseinandersetzung mit Antisemitismus, jenseits ausgetretener Pfade und verhärteter Fronten, finden?

Diese und andere Fragen sollen im Laufe des Wintersemesters 2019/20 in unterschiedlichen künstlerischen Annäherungen diskutiert werden. Initiiert und konzipiert wird die Reihe von Studierenden des Masterstudienganges Kulturjournalismus an der Universität der Künste, Berlin, und durchgeführt in Kooperation mit der Berliner Landeszentrale für politische Bildung und dem Studium Generale der Universität der Künste, Berlin.

Die Veranstaltung ist entgeldfrei. Interner LinkHier ist die Anmeldung zu finden.


Datum:13.02.2020, 19:00
Veranstaltungsort:Schwules Museum

Lützowstraße 73
10785 Berlin