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BfDT Bündnis für Demokratie und Toleranz - Lokal engagiert: Mit Jugendarbeit und Ausdauer für Integration und Teilhabe - Aktuelles

Lokal engagiert: Mit Jugendarbeit und Ausdauer für Integration und Teilhabe

Aktiv-Preisverleihungen in Minden am 31. März und Hamburg am 1. April 2011


Die Preisträger in Minden

Die Preisträger in Minden

 
Silvio Peritore und Oswald Marschall vom Box Club Minden

Silvio Peritore und Oswald Marschall vom Box Club Minden

 
 
Bürgermeister Michael Buhre und Karl-Heinz Ochs von der Mindener friwo

Bürgermeister Michael Buhre und Karl-Heinz Ochs von der Mindener friwo

 
Die Hamburger Preisträger im Kaisersaal

Die Hamburger Preisträger im Kaisersaal

 
Die Rock Kids St. Pauli

Die Rock Kids St. Pauli

 
 
Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast (links) und Johannes Seebass von den Schlumpern

Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast (links) und Johannes Seebass von den Schlumpern

 

Am Donnerstag, den 31.03., und Freitag, den 1.04.2011, war es wieder so weit: Insgesamt 13 Preisträger aus Nordrhein-Westfalen und Hamburg wurden im Großen Rathaussaal in Minden und im Hamburger Kaisersaal im Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz" 2010 öffentlich ausgezeichnet. Eines hatten die Preisträger fast alle gemeinsam: Ihnen lag vor allem die Jugendarbeit am Herzen, um Ausgrenzungen frühzeitig zu verhindern und den Grundstein für ein von gesellschaftlicher Teilhabe und Toleranz geprägtes Miteinander zu legen.

Minden

Die Preisverleihung in Minden erregte besondere öffentliche Aufmerksamkeit vor Ort, denn zwei der acht ausgezeichneten Preisträger aus Nordrhein-Westfalen kamen aus Minden selbst. Entsprechend groß war das Interesse an der Veranstaltung, die rund 170 Gäste zählte. Die Mindener Preisträger waren die Aktionsgemeinschaft Friedenswoche Minden" (friwo) mit ihrem Projekt „Minden - Für Demokratie und Vielfalt" und der Box Club Minden / Verein Deutscher Sinti e.V., der sich durch die Kombination von Sport und Bildung insbesondere für Gewaltprävention unter Jugendlichen und den Abbau von Vorurteilen gegenüber der deutschen Minderheit der Sinti und Roma einsetzten.

Eröffnet wurde die Preisverleihung vom Bürgermeister der Stadt Minden Michael Buhre, der betonte, dass die Stadt Minden als Ort der Toleranz und Vielfalt das zivilgesellschaftliche Engagement seiner Bürger sehr schätze und sich daher sehr über die Auszeichnung zweier lokaler Projekte freue. Dr. Gregor Rosenthal, Geschäftsführer des BfDT bestätigte in einer kurzen Ansprache, dass die Stadt, die nicht nur seit 2008 den Titel „Ort der Vielfalt" trägt, sondern auch vor wenigen Wochen die „Woche der Brüderlichkeit" ausrichtete, ein sehr geeigneter und guter Gastgeber für die Preisverleihung des Bündnisses sei. Zudem ging er auf die Situation der Sinti und Roma in Deutschland ein, die nach wie vor starken Diskriminierungen ausgesetzt sind. Das BfDT, das es sich zum Ziel gesetzt hat, zivilgesellschaftliches Engagement zur Stärkung der Sinti und Roma zu fördern, arbeitet zu diesem Zweck eng mit dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg zusammen. Zahlreiche Vertreter des Zentralrats waren extra zur Ehrung des Box Clubs Minden angereist und freuten sich über die Auszeichnung des Vereins und seiner engagierten Mitarbeiter. Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats, hielt ein kurzes Grußwort zu Ehren des Preisträgers und betonte, wie wichtig dessen Arbeit für den Abbau von Vorurteilen und die Stärkung der Sinti und Roma in Deutschland seien. Eine besondere Ehre war auch die Anwesenheit des Auschwitzüberlebenden Zoni Weisz, der als erster Sinto am Tag der Auschwitzbefreiung, dem 27. Januar 2011 vor dem Deutschen Bundestag gesprochen hat.

Doch auch die anderen Preisträger kamen nicht zu kurz. Sie wurden ausgiebig von Leo Monz, Beiratsmitglied des BfDT und Leiter des Bereichs Migration und Qualifizierung des DGB-Bildungswerkes gewürdigt und geehrt. Unter ihnen befanden sich u.a. mehrere Projekte, die durch ehrenamtliche „Integrationslotsen" Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Deutschland stärken. Das Projekt „So keres? Was machst du? Wie geht es dir?" der Christlichen Arbeiterjugend Münster hat gemeinsam mit jugendlichen Roma aus dem Kosovo ein mediales Porträt der jugendlichen Flüchtlinge erstellt. Abgeschlossen wurde der feierliche Nachmittag mit der lokalen Band Erpel Brainstorm und einem Sektempfang. Ausführliche Informationen zu allen Preisträgern können der Presseeinladung entnommen werden.

 

Hamburg

Die Hamburger Preisverleihung am 1. April im Kaisersaal des Hamburger Rathauses wurde von der Zweiten Bürgermeisterin und Senatorin für Wissenschaft und Forschung der Stadt Hamburg Dr. Dorothee Stapelfeldt eröffnet. Sie freute sich über die Tatsache, dass in 2010 gleich fünf Preisträger aus Hamburg im Aktiv-Wettbewerb des BfDT ausgezeichnet wurden und betonte die lange Tradition bürgerschaftlichen Engagements in der Freien und Hansestadt Hamburg. Nach einer weiteren Ansprache von Dr. Gregor Rosenthal, der von der Arbeit des BfDT in Hamburg und Norddeutschland berichtete, nahm das BfDT-Beiratsmitglied Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast, Parlamentarische Staatssekretärin a.D. die Auszeichnung der Preisträger vor.

Auch die Hamburger Preisträger haben sich mit ihren ausgezeichneten Projekten vorrangig der Förderung von Kindern und Jugendlichen verschrieben. Sei es die Ateliergemeinschaft „Die Schlumper", die gemeinsam mit Schülern der Luise-Schröder-Schule kreativ arbeitet und Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderungen abbaut, das Projekt „Eiskalt gegen Gewalt" des Vereins Gefangene helfen Jugendlichen e.V. , die SpielScheune der Geschichten im Hamburger Stadtteil Neu Allermöhe oder der Verein Leseleo e.V. zur Förderung von Lesepatenschaften: Sie alle tragen mit ihrer zivilgesellschaftlichen Arbeit dazu bei, Kindern und Jugendlichen mit Kultur, Bildung und gewaltpräventiven Maßnahmen ein sinnvolles Freizeitangebot zu machen und zur gesellschaftlichen Teilhabe zu verhelfen. Wie positiv sich diese Arbeit auswirkt, wurde für die rund 120 Gäste der Preisverleihung unmittelbar am fünften Preisträger Rock Kids St. Pauli e.V. sichtbar. Denn der Verein gestaltete ein musikalisches Rahmenprogramm für die Preisverleihung mit seinen Rock Kids. Die sechs Bandmitglieder zwischen 10 und 13 Jahren und ihr Lehrer Peter Achner heizten den Gästen im herrschaftlichen Kaisersaal mit rockigen Songs wie „Du schaffst das" oder „Ich bin nicht zu klein" ein. Der Verein aus St. Pauli bietet Kindern und Jugendlichen aus sozial schwächeren Familien die Möglichkeit, jeder Zeit vorbeizukommen, sich an verschiedenen Musikinstrumenten auszuprobieren und gemeinsam mit anderen Musik zu machen. Wer Feuer fängt, kann regelmäßig zu den festen Probenterminen mit der Band kommen. Die sechs jungen Bandmitglieder hatten offensichtlich Feuer gefangen und legten bei ihrem Auftritt im Kaisersaal eine reife Leistung hin. Bei einem kleinen Empfang zum Abschluss der Veranstaltung tauschten sich die Preisträger und ihre Gäste untereinander aus und ließen den Nachmittag gesellig ausklingen. Ausführliche Informationen zu allen Preisträgern finden sich hier.

 

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