Antisemitismus und Rassismus im Fußball

Antisemitische und rassistische Angriffe sind an der Tagesordnung auf deutschen Fußballplätzen. Gingen diese Ausfälle vor einigen Jahren überwiegend vom Publikum aus, so äußern sich nun auch die Spielenden vermehrt in antisemitischer und rassistischer Manier. Seit einigen Jahren geht der Deutsche Fußballverband vehement gegen solche Fälle vor. Aber in den unteren Ligen schauen Schiedsrichter immer wieder über antisemitische und rassistische Anfeindungen hinweg oder erweisen sich gar als parteiisch für die angreifenden Mannschaften.

Auch der Berliner Klub TuS Makkabi ist ständig mit solchen Situationen konfrontiert. Tuvia Schlesinger, der Vorsitzende des TuS Makkabi, berichtet, dass es mittlerweile gesellschaftsfähig geworden sei, die Spieler des Klubs zu beleidigen. Es verginge kein Tag, an dem nicht einer der TuS Makkabi-Spieler antisemitisch beschimpft werde. Derzeit herrsche eine Stimmung gegen den Klub, die nahezu unerträglich sei. [Tuvia Schlesinger im Interview mit der Wochenzeitung WOZ, erschienen am 27.3.2008]

Um solchen Situationen entgegen zu wirken, ist eine kritische Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Rassismus im Fußball nötig.

Programm:

Beginn 18.00 Uhr

Vortrag

Gordian Meyer-Plath

(Referatsleiter für "Politischen Extremismus" beim brandenburgischen

Verfassungsschutz)

„Rechtsextremismus und Antisemitismus im Fußball"

Podiumsdiskussion

- Petra Pau (Bundestagsvizepräsidentin)

- Tuvia Schlesinger (Vorsitzender des Fußballvereins Makkabi-Berlin)

- Gerd Liesegang (Vizepräsident des Berliner Fußball-Verbandes)

- Gordian Meyer-Plath (Referatsleiter für "Politischen Extremismus" beim brandenburgischen Verfassungsschutz)

Moderation

- Matthias Müller (Mobiles Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Berlin)

Eine Veranstaltung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin in Zusammenarbeit mit:

- Berliner Fußballverband

- TuS Makkabi

- Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus JFDA

- Centrum Judaicum




Datum:25.09.2008, 18:00 bis 25.09.2008, 21:00
Veranstaltungsort:Neuen Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

Oranienburger Straße 28-30
10117 Berlin
Raum: Großer Saal