28.11.2013

Preisverleihung im Rathaus der Stadt Lübeck

Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz 2007"

Preisträger Schleswig-Holstein
Frauenhaus Norderstedt
Lübecker Jugendring
FIT e.V.
Am Montag, den 15. September 2008, wurden drei Projekte aus Schleswig- Holstein als Preisträger im bundesweiten Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2007" geehrt.

Das von den Bundesministerien des Innern und der Justiz im Jahr 2000 gegründete bundesweite Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)" hat im Wettbewerb 2007 insgesamt 76 Initiativen und Projekte für vorbildliches, nachahmenswertes zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie und Toleranz als Preisträger ausgewählt. Die  Preise sind mit 1.000 bis 5.000 € dotiert.

Gemeinsam mit dem Bürgermeister der Stadt Lübeck, Herrn Bernd Saxe, hat Herr Prof. Dr. Thomas Olk, Mitglied im Beirat des BfDT, die Preisträger in einer öffentlichen Preisverleihung im Rathaus der Stadt Lübeck ausgezeichnet und gewürdigt. Dr. Reiner Schiller-Dickhut, stellvertretender Geschäftsführer des BfDT, stellte die Aktivitäten des bundesweiten Bündnisses für Demokratie und Toleranz vor.

Die Schleswig-Holsteinischen Preisträger sind:

Der Förderverein Frauenhaus Norderstedt sensibilisiert mit dem Projekt „HERZ-SCHLAG" für das häufig tabuisierte Thema der häuslichen Gewalt und zeigt Wege aus der Gewalt auf. In Form einer Ausstellung werden die Besucher auf die Problematik aufmerksam gemacht und erfahren sehr eindringlich von den Nöten und Ängsten der Frauen und Kinder, die in ihrer Familie Opfer häuslicher Gewalt geworden sind. Für Schulen wurde ein Konzept entwickelt, das neben einer Führung durch die Ausstellung auch eine Unterrichtseinheit umfasst, sodass Prävention früh ansetzen kann. (2.000 €)

Das Projekt „Disco - Nicht ohne Dich!" des Lübecker Jugendrings richtet sich gegen die alltägliche Ausgrenzung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund vor Diskotheken in Lübeck. Eine zentrale Informationsveranstaltung mit Live-Musik und Kulturprogramm bildete den Auftakt der Kampagne für Toleranz; mit Flyern, Buttons und Schlüsselbändern setzen Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund seither gemeinsam Zeichen gegen Diskriminierungen im Lübecker Nachtleben. Das ambitionierte Projekt wird aktuell weiterentwickelt und um Angebote für Schulen ergänzt. (2.000 €)

Der Verein „FIT e.V. - Für Integration und Toleranz" entstand aus einer Bürgerinitiative, die sich 1997 wegen Mietstreitigkeiten in einem Siedlungsgebiet in Bad Oldesloe gebildet hatte. Heute versteht sich der Verein, dem 64 Mitglieder aus 14 Nationen angehören, als „Erste-Hilfe-Beratung" für Menschen in sozialen Notlagen wie Verschuldung oder drohendem Wohnungsverlust. Unermüdlich setzen sich die ehrenamtlich Engagierten für ihre Mitmenschen ein und tragen so zu einem von Anteilnahme und Respekt geprägten sozialen Gefüge vor Ort bei. (1.000 €)