EDEWA – Der Postkolonialwarenladen

Zwieback in der postkolonialen Neuauflage (Bild: Natasha A. Kelly)Zwieback in der postkolonialen Neuauflage (Bild: Natasha A. Kelly)
Die interaktive Ausstellung „EDEWA ‒ Der Postkolonialwarenladen“ der Initiative Einkaufgenossenschaft antirassistischen Widerstandes Berlin lädt ein, beim „Supermarktbesuch“ die Perspektive zu wechseln. In Form eines nachgebauten Supermarktes werden koloniale Kontinuitäten anhand eigens hergestellter Produkte sichtbar gemacht. Gleichzeitig wird an der Aufarbeitung deutscher Kolonialgeschichte, vor allem im Kontext des Kolonialwarenladens, Kritik geübt und in die postkoloniale Theorie eingeführt. Alle Produkte laden zum Anfassen und Diskutieren ein. Des Weiteren gibt es ein medienpädagogisches Lernangebot in Form eines von Jugendlichen erarbeiteten Audio-Guides mit Begleitheft und selbstkonzipierten Projektmappen, die sich ab Klasse 8 eignen. Besucher/-innen sollen dabei unterstützt werden, sich über ihre eigene Verantwortung im Kontext von Rassismus und Sexismus bewusster zu werden. Die Ausstellung möchte vielfältige und alltägliche Diskriminierungserscheinungen am Beispiel konkreter Konsumgegenstände sichtbar machen und gleichzeitig Strategien entwickeln, um mit den eigenen Rassismen und Sexismen und den eigenen Diskriminierungserfahrungen umzugehen.

Die Ausstellung findet bereits seit 2012 in unterschiedlichen Städten, dabei zuletzt im Kunsthaus Dresden, statt. Das Begleitheft zur Ausstellung gibt es sowohl in einfacher als auch in akademischer Sprache.

Gefördert wird das Projekt unter anderem durch die Heinrich-Böll-Stiftung, die Humboldt-Universität zu Berlin, Interflugs, den Bezirkskulturfonds Berlin Mitte sowie die Rosa-Luxemburg-Stiftung Dresden.

Preisträger im Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2018, Preisgeld: 3.000€


Projektträger:EDEWA
Ansprechpartner:Natasha A. Kelly
E-Mail:n.kelly@gmx.de
Internet:www.edewa.info