07.08.2014

Ausstellung „Namen statt Nummern“ in der BfDT-Geschäftsstelle

Foto: Exponate der Ausstellung "Namen statt Nummern"
Foto: Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Gerda Hasselfeldt (Mitte)Foto: Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Gerda Hasselfeldt (Mitte)
Foto: Ausstellungseröffnung mit Klaus Schultz von der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau
Bereits die zweite Ausstellung eröffnete am 14. Dezember 2009 in den Räumen der Geschäftsstelle des Bündnisses für Demokratie und Toleranz (BfDT) und war bis Januar 2010 zu sehen.

„Namen statt Nummern“ wurde vom BfDT im Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2008“ ausgezeichnet. Die Ausstellung ist das Ergebnis der Arbeit des Trägerkreises, der eine Sammlung von Biographien ehemaliger Häftlinge des Konzentrationslagers Dachau ins Leben gerufen hat. Am Projekt beteiligt waren sowohl Schüler/-innen, Student/-innen, interessierte Erwachsene sowie Verwandte der Opfer, die an deren Schicksal erinnern wollen und sich so aktiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinandersetzen. Bis zur Ausstellungseröffnung 2009 wurden bereits die Biographien von etwa 120 Personen verfasst und in verschiedene Sprachen übersetzt, um den aus über 30 Nationen stammenden Häftlingen gerecht zu werden. Das Dachauer Gedächtnisbuch und die Ausstellung erinnern mit den Namen und deren persönlicher Geschichte an die Menschen, die sich hinter dem Häftlingsstatus und den Opferzahlen verbergen.

Die Ausstellung zeigte 22 ausgewählte Lebensbilder aus dem Dachauer Gedächtnisbuch, einem Projekt des Trägerkreises „Gedächtnisbuch für die Häftlinge des KZ Dachau“. Seit 1999 sammelt er die Biographien ehemaliger KZ-Insassen und zeichnet ihre persönlichen Schicksale nach. Durch die intensive Auseinandersetzung auf Seiten der Verfasser/-innen wie auch der Betrachter/-innen und Leser/-innen wird ein wichtiger Beitrag gegen das Vergessen und für die Aufarbeitung des Nationalsozialismus geleistet.