19.07.2017

4 Fragen an: Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber

Foto: Prof. Dr. Armin Pfahl-TraughberFoto: Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber
Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber ist Professor an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung und Beiratsmitglied des BfDT

Welche Rolle spielt zivilgesellschaftliches Engagement in unserer Demokratie fĂĽr Sie?


Demokratie lebt von zivilgesellschaftlichem Engagement, daher kommt ihm auch eine herausragende, ja nahezu konstitutive Bedeutung zu. „Zivilgesellschaft“ ist aber auch ein großer Begriff. Ihr lassen sich bewundernswerte demokratische Idealisten ebenso wie Menschen mit problematischer materieller und politischer Interessenlage zurechnen.

Wie sind Sie persönlich mit den Themen Ehrenamt und der praktischen Demokratie- und Toleranzförderung in Berührung gekommen?

Für einen Extremismusforscher ergibt sich so etwas nahezu „natürlich“. Meiner persönlichen Erinnerung nach ging ein erster Kontakt auf die Einladung zu einem Vortrag zurück. Dadurch wurde ich mit einer anderen Betrachtungsperspektive für ein gleiches Thema konfrontiert.

Welche eigenen Erfahrungen können und möchten Sie in den Beirat des BfDT einbringen?

Da ich seit über 25 Jahren im Bereich der Extremismusforschung arbeite, möchte ich das dabei erworbene Wissen in die Arbeit des Beirats einbringen. Ebenso wie ich etwas über Gegenstrategien zu lernen erhoffe, erhoffe ich mir Offenheit für Informationen über neue Gefahrenpotentiale im Bereich von Extremismus und Gewalt.

Welche Erwartungen haben Sie an Ihre Tätigkeit als Mitglied im Beirat des BfDT?

Es sollte für innovative Ansätze und neue Blickrichtungen entsprechende Aufmerksamkeit und keine Tabus geben. Die sprichwörtliche Blindheit auf einem politischen Auge, egal welchem, bringt eine Demokratie bei der Extremismusbekämpfung nicht weiter.