Newsletter August 2012

Der Newsletter des Bündnisses für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)erscheint einmal monatlich und informiert über die Aktivitäten des BfDT und der unter dem Dach des Bündnisses versammelten zivilgesellschaftlichen Gruppen.

Die vollständigen Artikel finden Sie als Druckversion in der Anlage.

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Inhaltsverzeichnis


In eigener Sache
-
Abschied vom BfDT: Roman WeiĂź

BfDT Aktuelles
- Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz" 2012 läuft noch bis zum 28.9.12

BfDT Vorschau
- Gedenkfeier und Ausstellung zum 40. Jahrestag des Olympia-Attentats von 1972

- Ausstellung "Der Nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma"

- Das BfDT präsentiert sich beim Bürgerfest des Bundespräsidenten

- Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2011: Preisverleihung in Bad Nenndorf

BfDT RĂĽckblick
-
Der Gedenktag fĂĽr die ermordeten Sinti und Roma in Auschwitz

- 18./19. August - Tag der Offenen TĂĽr im BMI und BMJ

- Das „süße Gift“ der Nazi-Kunst im KunstForumEifel

BfDT Mitglieder berichten
- Interview zum Projekt "Rom heiĂźt Mensch"

In eigener Sache


Foto: Roman WeißRoman WeiĂź
Abschied vom BfDT: Roman WeiĂź

Liebe Leser/-innen,

wer unseren Newsletter regelmäßig liest, dem wird mein Gesicht vielleicht noch in Erinnerung liegen. Wenn nicht, dann hier ein paar Hinweise: Vor etwa einem Jahr bin ich voller Tatendrang aus meiner Bremischen Heimat in die große Hauptstadt gezogen, um nach meinem Abitur in der Geschäftsstelle des BfDT mein Freiwilliges Soziales Jahr im Politischen Leben anzutreten. Nun ist dieses Jahr vorbei und ich möchte mich ganz herzlich von Ihnen und meinem Kollegium hier im Büro verabschieden.

Ich möchte mich dafür bedanken, dass die Erwartungen, mit denen ich mein FSJ-P antrat voll und ganz erfüllt wurden. Im Büro wurde ich als vollwertiges Teammitglied mit allen Rechten und Pflichten auf- aber vor allem auch ernst genommen. Das weit verbreitete Klischee des kaffeekochenden Praktikanten bewahrheitet sich ja zum Glück selten, doch eine gewisse Befürchtung bestand trotzdem – auch nicht ganz unberechtigt, wie es Erfahrungen meiner Mit-FSJler aus anderen Einsatzstellen belegen -, doch in den Teams der Themenbereiche, in denen ich gearbeitet habe, erlebte ich etwas ganz anderes. Mir wurden verantwortungsvolle Aufgaben anvertraut, meine Meinung wurde ernst genommen und ich konnte jederzeit jedem Mitarbeiter Fragen stellen, wenn ich einmal Hilfe benötigte.

In diesem guten Arbeitsklima war es mir möglich meinen aufgestauten Erfahrungshunger zu stillen. Ich habe viele, für mich ganz neue Eindrücke über den Alltag der Arbeit in einem gesellschaftspolitischen Berufsfeld gesammelt und so mein Ziel, nämlich genauer herauszufinden, was ich im Anschluss an mein FSJ-P studieren möchte, erreicht. Zwar hatte ich damit gerechnet, mehr fachlich bzw. theoretisch mit politischen Prozessen zu tun zu haben, doch durch die sehr praxisbezogene Arbeit des BfDT konnte ich zum einen in die aktive Welt politischer Akteure eintauchen und zum anderen wurde mir die immense Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements der Menschen in Deutschland für eine alltäglich und von Grund auf funktionierende demokratische Gesellschaft klar. Rückblickend vermisse ich das in meinem Schulunterricht.

Wenn ich auf mein freiwilliges Jahr in der Geschäftsstelle des Bündnisses zurückblicke, lassen sich viele Ereignisse als besonders einprägsame benennen. Doch am bewundernswertesten für mich war es, die ehrenamtlich Aktiven unter Ihnen auf unseren Veranstaltungen, wie etwa den Fachtagungen Toleranz und Gewaltprävention aber natürlich auch dem Jugendkongress, zu treffen und Ihre stete Begeisterung für die gute Sache zu erleben.

Bei Ihnen, beim Kollegium im BfDT und bei den internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten Landesverband Berlin e.V., meiner FSJ-P-Trägerorganisation, möchte ich mich herzlich für dieses erlebnisreiche Jahr bedanken.

Viel Erfolg, Ausdauer und SpaĂź bei der weiteren Arbeit wĂĽnscht Ihnen

Roman WeiĂź

BfDT Aktuelles


Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz" 2012 läuft noch bis zum 28.9.12
Bis zum 28.September sucht das Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) noch vorbildliche zivilgesellschaftliche Initiativen oder Projekte, die an dem Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz" teilnehmen möchten. Zum zwölften Mal in Folge zeichnet das BfDT damit Engagierte, die sich für ihre Mitmenschen stark machen, aus. Die preisgekrönten Initiativen erhalten Geldpreise im Wert von 2.000 bis 5.000 Euro. Darüber hinaus können sich die Gewinner in die Datenbank des Bündnisses eintragen, um ihre Projekte einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen.
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BfDT Vorschau


Logo: Landratsamt FĂĽrstenfeldbruck
Gedenkfeier und Ausstellung zum 40. Jahrestag des Olympia-Attentats von 1972 in FĂĽrstenfeldbruck
Fürstenfeldbruck ist mit einem sehr traurigen Kapitel in der Weltgeschichte vertreten: Am 5. September 1972 überfielen palästinensische Terroristen während der XX. Olympischen Spiele in München die israelische Olympiamannschaft. Sie töteten dabei zwei Menschen und nahmen neun weitere Personen als Geiseln. Beim Versuch, diese zu befreien, verloren am 5. September 1972 auf dem Flugfeld des Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck neun israelische Sportler und ein deutscher Polizeibeamter sein Leben.
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Flyer "Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma"Flyer "Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma"
"Der Nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma" 06. September - 03. Oktober
Die Wanderausstellung "Der NS-Völkermord an den Sinti und Roma" des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma ist erstmalig vom 7. September bis 3. Oktober in der Martini-Kirche Minden zu sehen. Im Mittelpunkt dieser Ausstellung stehen die Biografien der Menschen, die verfolgt, ermordet und systematisch ausgegrenzt worden sind. In konkreten Einzelschicksalen, eindrucksvoll verdeutlicht durch Berichte der Überlebenden und durch zahlreiche Familienfotos, zeichnet die Wanderausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma die Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten von der Ausgrenzung bis zum Massenmord nach. Interner Linkzum Artikel

Logo: Ab März 2012 hat das BfDT ein neues LogoLogo: Ab März 2012 hat das BfDT ein neues Logo
Das BfDT präsentiert sich beim Bürgerfest des Bundespräsidenten
Bundespräsident Joachim Gauck lädt am 8. und 9. September 2012 zum Bürgerfest in den Park von Schloss Bellevue. Das Bündnis für Demokratie und Toleranz wird am 8. und 9. September 2012 in einem Pavillon im Schloss Bellevue gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung und Vertreterinnen und Vertretern des Bundesprogramms Zusammenhalt durch Teilhabe über Ziele des Bündnis, das Programm und Fördermöglichkeiten von Projekten für demokratische Teilhabe und gegen Extremismus informieren. Interner Linkzum Artikel

Foto: Aktiv für Demokratie und Toleranz 2011Foto: Aktiv fĂĽr Demokratie und Toleranz 2011
Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2011: Preisverleihung in Bad Nenndorf
Nach den ersten Preisverleihungen in Berlin, Ratzeburg, München, Köln und Münster wird nun am 14. September 2012 weiteren acht der insgesamt 82 Preisträger des Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2011 die Urkunde feierlich übergeben. Organisiert wird die Preisverleihung in Kooperation mit der Stadt Bad Nenndorf. Neben einem Preisgeld bis zu 5000 Euro erwartet die Preisträger bei diesen Ehrungen nicht nur eine Urkunde, sondern die Verleihungen dienen auch dazu, den Projektinitiatoren öffentliche Anerkennung zuteil werden zu lassen und Vernetzung zu ermöglichen.Interner Linkzum Artikel

BfDT RĂĽckblick


Foto: Schweigemarsch für die ermordeten Sinti und RomaFoto: Schweigemarsch fĂĽr die ermordeten Sinti und Roma
Reflexionen zum Gedenktag fĂĽr die ermordeten Sinti und Roma in Auschwitz
Siebzehn Jugendliche und zwei Pädagogen waren eingeladen, vom 30. Juli bis zum 3. August 2012 unter der Leitung von Kathrin Knödler und Andreas Pflock vom Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg im Rahmen einer Kooperation mit dem Bündnis für Demokratie und Toleranz bei einer Gedenkfahrt ihre persönlichen Erlebnisse durch digitale Dokumentation in eine visuelle Form zu bringen. Am Freitag den 3. August leitete ich als Mitarbeiter des BfDT und ehemaliger Videojournalist gemeinsam mit Stefan Mayr, einem Medienpädagogen aus Ludwigshafen, den Workshop „Reflexionen des historischen Ort und seine Botschaft für die Zukunft“ in den Räumen der Jugendbegegnungsstätte Oswieciem in Polen. Ich selbst habe mir während dieser Bildungs- und Gedenkreise immer wieder die Frage gestellt: Wie kann man diesen Völkermord an den Sinti und Roma emotional erfassen, ohne in die gängigen Klischees des Auschwitz-Tourismus' zu verfallen? Interner Linkzum Artikel

BfDT RĂĽckblick


Das BfDT stellt sich vor
18./19. August - Tag der Offenen TĂĽr im BMI und BMJ
Vom 18. bis zum 19. August waren die Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, hinter die Kulissen des Alltags im Kanzleramt zu schauen, die Arbeit der Ministerien näher kennen zu lernen und sich mit Mitarbeitern der Regierung persönlich auszutauschen. Unter dem Motto „vorbeikommen, informieren, erleben!“ öffnete Bundeskanzleramt, die Ministerien und das Bundespresseamt ihre Türen für die Öffentlichkeit. Auch die Bundesministerien des Innern (BMI) und der Justiz (BMJ) – die beiden Gründungsministerien des Bündnisses für Demokratie und Toleranz (BfDT) – haben ihre Arbeit vorgestellt.
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Logo: Ab März 2012 hat das BfDT ein neues LogoLogo: Ab März 2012 hat das BfDT ein neues Logo
Das „süße Gift“ der Nazi-Kunst im KunstForumEifel
Am Freitag, den 24. August 2012, fand im Kurhaus GemĂĽnd vom Eifeler BĂĽndnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus
und Gewalt eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Pro und Contra: Braucht die Eifel eine solche Ausstellung von dem NS-Künstler Werner Peiner?“ statt. Interner Linkzum Artikel

BfDT Mitglieder berichten


Ausstellung "Rom heißt Mensch" (Foto: Petra Klawitter)Ausstellung "Rom heiĂźt Mensch" (Foto: Petra Klawitter)
"Rom heiĂźt Mensch"
Seit 1999 versammelt die Lehrerin Petra Klawitter interessierte Schüler in einer AG und forscht in dem Projekt „Rom heißt Mensch“ zum Schicksal der Sinti und Roma in ihrer Region.
Das Projekt hat inzwischen nicht nur eine eigene Ausstellung und eine Publikation auf die Beine gestellt, sondern forscht auch selbst immer weiter. Dabei geht es ihnen nicht nur um die tragischen Schicksale während der NS-Zeit Ermordeter, sondern auch um die Frage, warum viele Firmen immer noch „Zigeunerschnitzel“ anbieten. Ein Interview mit der AG-Leiterin Petra Klawitter. Interner Linkzum Artikel

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