20.07.2010

Newsletter Februar 2010

BĂĽndnis fĂĽr Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)

Der Newsletter des Bündnisses für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)erscheint einmal monatlich und informiert über die Aktivitäten des BfDT und der unter dem Dach des Bündnisses versammelten zivilgesellschaftlichen Gruppen.

Die vollständigen Artikel finden Sie als Druckversion in der Anlage.

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Inhaltsverzeichnis


BfDT in eigener Sache
- Neues Gesicht in der Geschäftsstelle

BfDT Aktuelles


- Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche am 19. und 20. Februar 2010

- Ausstellung „Kicker, Kämpfer und Legenden“ ab 25. Februar 2010 im BfDT

- Handbuch des Antisemitismus - Interview mit Prof. Wolfgang Benz

- Entscheidung fĂĽr die Zukunft - Freiwilliges Jahr im Politischen Leben beim BĂĽndnis fĂĽr Demokratie und Toleranz

- Literaturtipp „Das `weiße Haus` in Ostberlin“

BfDT Vorschau
- Come on girls – Trainerfortbildung am 13. März 2010

BfDT Mitglieder berichten

- "Disko - nicht ohne dich!"

- Projekt "RĂĽckenwind"



BfDT In eigener Sache


Markus PriesterathMarkus Priesterath
Neue Gesichter in der Geschäftsstelle
Markus Priesterath, neuer Leiter der Fachbereiche Extremismus und Antisemitismus

Pünktlich zu Beginn des Karnevals (als kulturelles und Menschen verbindendes Fest nicht nur im Rheinland) freue ich mich als gebürtiger Rheinländer sehr, Sie – liebe Leser und Leserinnen – als neuer Leiter der Fachbereiche Extremismus und Antisemitismus des Bündnisses für Demokratie und Toleranz zu begrüßen. Mein Name ist Markus Priesterath. Ich studierte in Bonn Jura, Politik und Geschichte, arbeitete bis Anfang der 90er Jahre freiberuflich u. a. für das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, von 1991 bis Ende 1998 als Referent im Deutschen Bundestag und ab dem 01.01.1999 als Referent im Bundesministerium des Innern.

Dort befasste ich mich sehr intensiv mit der Unterstützung der Russlanddeutschen in den Herkunftsländern, der Integration von Spätaussiedlern und ihrer Familien in Deutschland, der Vernetzung von Migranten und ihrer Organisationen sowie Fragen der Kommunikation mit den Behörden und Medien. Später dann auch u.a. mit verschiedenen Fragen internationaler Zusammenarbeit. Mein ganz persönliches Engagement, zusammen mit einem Stück Lebenserfahrung, Neugierde, aber auch getragen von dem Bewusstsein, in einer Gesellschaft leben und sich wohlfühlen zu wollen, in der Ausgrenzung, Rassismus, Antisemitismus, Extremismus und Gewalt keinen Platz haben – all das hat maßgeblich dazu beigetragen, eine Tätigkeit im Bündnis für Demokratie und Toleranz zu beginnen.

Meine Erfahrungen in der Initiativarbeit, meine Arbeit in verschiedenen Behörden und Ministerien und meine vielfältigen Erlebnisse mit Menschen aus anderen Regionen und Kulturen dieser Erde sind zusätzliche Motivation, um mit sehr viel Begeisterung in die neue Arbeit einzusteigen. Im Bündnis bietet sich die hervorragende Möglichkeit der sinnvollen Verknüpfung und Stärkung von Aktivitäten als maßgeblicher Schnittstelle zwischen Staat und Gesellschaft. Hier gilt es Engagement zu initiieren und zu unterstützen, Informationen zu bündeln und auf breiter Linie zugänglich zu machen, neue Felder im gesellschaftlichen Engagement zu identifizieren und zu aktivieren, und den vielen Menschen, Initiativen, Vereinen und Behörden, die bereits hervorragende Arbeit leisten, Unterstützung anzubieten.
Ich werde versuchen, die Aktivitäten in meinen Bereichen weiter zu intensivieren, mit ergänzenden Formen von Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit das Bündnis auf noch festere Füße zu stellen und neue Partner in allen Bereichen der Gesellschaft zu gewinnen.

Hier gilt es auch, eigene Ansätze weiterzuentwickeln und sich neuen Diskussionen in unserer Gesellschaft offen und konstruktiv zu stellen.

Ich freu mich auf eine gute und anregende Zusammenarbeit mit Ihnen!

Markus Priesterath



BfDT Aktuelles


Logo: Interkulturelle Woche 2010Logo: Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche 2010
„Zusammenhalten – Zukunft gewinnen“
Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche am 19. und 20. Februar 2010
Bereits zum 5. Mal in Folge unterstützt das Bündnis für Demokratie und Toleranz (BfDT) die Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche vom 19. bis zum 20. Februar 2010. Die Interkulturelle Woche ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie mit jährlich etwa 3000 Einzelveranstaltungen in 270 Städten und Gemeinden. Aufgerufen sind zivilgesellschaftliche Organisationen und Personen, sich eine Woche lang mit verschiedenen Events für Bürger mit und ohne Migrationshintergrund zu beteiligen, um den Austausch zwischen beiden Gruppen zu verbessern.
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Plakat: Kicker, Kämpfer und Legenden
Ab 25. Februar 2010 in der Geschäftsstelle des BfDT
Ausstellung „Kicker, Kämpfer und Legenden“
Fußball ist der Lieblingssport der Deutschen. Wenige wissen jedoch, dass ihm eine wichtige Tradition fast vollständig verloren gegangen ist: Die der zahlreichen jüdischen Fußballer, Trainer, Journalisten und Funktionäre, die den Fußball populär und zu dem gemacht haben, was er heute ist. Die Ausstellung „Kicker, Kämpfer und Legenden“ widmet sich diesem vergessenen Bereich und bringt die Fußballstars von einst zurück auf den Platz. Ab dem 25. Februar 2010 wird sie in der Geschäftsstelle des Bündnisses für Demokratie und Toleranz (BfDT) in Berlin zu sehen sein und löst damit die vorherige Ausstellung „Namen statt Nummern“ ab.
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Foto: Prof. Dr. Wolfgang Benz
Prof. Wolfgang Benz im Interview
Handbuch des Antisemitismus

„Grundlegend“, „hochaktuell“ und „beeindruckend“ titelten zahlreiche Rezensenten über das „Handbuch des Antisemitismus – Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart“. Der Umfang und die Ausführlichkeit der geplanten 7-bändigen Serie lassen schon jetzt vermuten, dass es den Status eines Standardwerks erlangen wird. Tatsächlich ist das Handbuch, das von Prof. Dr. Wolfgang Benz herausgegeben wird, bisher einmalig. Benz ist der Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin und Beiratsmitglied des Bündnisses für Demokratie und Toleranz (BfDT). Mit dem Handbuch will er einen umfassenden Überblick über die vielfältigen Aspekte des Judenhasses geben. Der zweite Band wurde am 28. Januar in Berlin vorgestellt. Prof. Benz über Wissenschaft, gesellschaftliche Mechanismen und das älteste Vorurteil der Welt.
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Logo ijgd
Freiwilliges Jahr im Politischen Leben beim BĂĽndnis fĂĽr Demokratie und Toleranz
Entscheidung fĂĽr die Zukunft

Larissa Krause war nach ihrem Abitur erst einmal ratlos: So viele Möglichkeiten eröffneten sich, aber welche war die richtige? Sie wollte etwas Zeit gewinnen, aber trotzdem etwas Besonderes machen und Erfahrungen sammeln. Sie entschied sich für ein Freiwilliges Jahr im Politischen Leben und arbeitet seit September 2009 in der Geschäftsstelle des Bündnisses für Demokratie und Toleranz. Berlinweit ist sie die erste und einzige, die sich für diesen neuen Freiwilligendienst beworben hat. Warum sie mit ihrer Entscheidung sehr zufrieden ist, erzählt sie in ihrem Erfahrungsbericht.
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Literaturtipp
Das "weiĂźe Haus" in Ostberlin
Ostberliner nannten es das „weiße Haus", für die Stasi war es „Objekt
499": die „Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der
DDR" (StäV). Ein neues Buch beschreibt nun die Geschichte des für viele
schicksalhaften Gebäudes in der Hannoverschen Straße 28-30 in Berlin.
Es handelt sich dabei um die Veröffentlichung der Dissertation von
Jacqueline Boysen, die im Januar diesen Jahres im Ch. Links Verlag und
mit Förderung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
erschienen ist.
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BfDT Vorschau


Logo: Come on girls, let´s play BasketballLogo: "Come on girls - Let´s play basketball"
Come on girls – let´s play Basketball!
Trainerfortbildung am 13. März 2010
“Come on girls – let´s play Basketball“ geht in die zweite Runde! Die gemeinsame Veranstaltungsreihe des Bündnisses für Demokratie und Toleranz (BfDT), des Deutschen Basketball Bundes (DBB) und der Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt (ARUG) findet am 13. März 2010 in Braunschweig statt. Diesmal richtet sie sich in erster Linie an Trainer, Lehrer, Jugendwarte, AG-Leiter und Ehrenamtliche, die sich im Bereich Basketball und Gewaltprävention engagieren oder weiterbilden möchten. Angeleitet werden die bis zu 40 Teilnehmer unter anderem von Alexandra Maerz, DBB-Bundestrainerin für die unter zwanzigjährigen Profi-Mädchen.
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BfDT Mitglieder berichten


Foto: Infostand von "Disco - nicht ohne dich!" (LĂĽbecker Jugendring)
„Disco – nicht ohne Dich!“
"Ey, Du kommst hier nicht rein!" - Der unnachgiebige Türsteher vor dem Club ist ein Bild, das deutsche Comedians immer wieder gern in ihre Shows einbauen. Für Betroffene ist es eher weniger witzig. Der Lübecker Jugendring hörte immer wieder von Ausgrenzung und Abweisung von Jugendlichen vor den Toren der Dsikotheken, und zwar allein auf Grund ihrer ethnischen Zugehörigkeit oder einem entsprechendem Aussehen. Schließlich wurde nicht mehr lange gefackelt: In einer Großaktion wurden Flyer verteilt, Aufklärung betrieben und die Öffentlichkeit für dieses von Außenstehenden wenig wahrgenommene Thema sensibilisiert. Daraus entstand das Projekt "Disko - nicht ohne Dich!", das Betroffenen Mut macht und eine Plattform bietet, rassistisches Verhalten öffentlich zu brandmarken. Für diesen Einsatz hat das Bündnis für Demokratie und Toleranz (BfDT) das Projekt am 15. September 2008 in Lübeck ausgezeichnet. Björn Nagel vom Lübecker Jugendring erzählt vom Projekt und seinen Erfahrungen mit dem Thema.
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Foto: Gruppenbild (RĂĽckenwind)
Projekt „Rückenwind“
Wer versteht Jugendliche und Kinder am besten? Andere Kinder und Jugendliche! Denn oft wollen sie sich von Erwachsenen wenig sagen lassen. Sie blocken ab und schalten bei Konflikten auf stur. Deshalb bietet U-turn, die Anlaufstelle für Kriminal- und Gewaltprävention des DRK Kreisverbandes Kehl das Projekt „Rückenwind“ an. U-turn befindet sich an der Schnittstelle zwischen Schulen, Polizei, Eltern und Kindern. Dabei werden jugendliche Konfliktmanager ausgebildet, die dann an straffällige junge Menschen vermittelt werden. In mehreren Sitzungen erabreiten die Konfliktmanager mit den Jugendlichen, was die Gründe für die Tat waren und wie sie wieder gut gemacht werden kann. Mit Erfolg: Von bisher 110 Projektteilnehmern sind bisher nur 9 wieder straffällig geworden. „Rückenwind“
ist das erste Projekt, das sich als Gewinner des Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz“
2009 in dieser Rubrik vorstellt. Thomas Krestel und Petra Unterberg (DRK Kreisverband Kehl e.V., Projekt „U-turn“) berichten.
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