24.11.2016

Der Respektpreis 2016

Die Auszeichnung des Bündnisses gegen Homophobie geht an BFV-Vizepräsident Gerd Liesegang

Die Preisverleihung des Respektpreises 2016 in Berlin (Foto: BfDT)Die Preisverleihung des Respektpreises 2016 in Berlin (Foto: BfDT)
Den Respektpreis 2016 des Bündnisses gegen Homophobie erhält Gerd Liesegang, Vizepräsident des Berliner Fußballverbandes (BFV). Bei der Preisverleihung am 22. November 2016 in Berlin nahm Gerd Liesegang die nun schon zum siebten Mal verliehene Auszeichnung von Staatssekretärin Barbara Loth entgegen.

Gerd Liesegang engagiert sich seit über 18 Jahren für Gleichbehandlung sowie gegen Gewalt und Homophobie. Durch seine Einsatzbereitschaft gehöre der Berliner Fußballbund nicht nur dem Bündnis gegen Homophobie an, sondern trete konstant und effektiv für die Rechte der Community ein, begründete das Respektpreis-Kuratorium seine Wahl. Mit Aktionen wie „Sprachfoul“ oder „Rote Karte für Homophobie“ und zahlreichen weiteren sozialen Projekten und Anti-Gewalt-Kampagnen setze Gerd Liesegang klare Zeichen für Inklusion und Toleranz und zeige, wie man in führender Position gesellschaftliche Verantwortung übernehmen könne. Bereits vor sieben Jahren wurde er für sein Engagement vom BfDT mit der Ernennung zum Botschafter für Demokratie und Toleranz 2009 geehrt.

Daneben zählten zu den Nominierten der vom BfDT vorgeschlagene Verein Interner Link„Quarteera e.V.“, eine Organisation von und für russischsprachige LGBT in Deutschland, die sich seit 2010 aktiv für deren Rechte und Akzeptanz einsetzt, der Interner LinkDünja Mädchen Kulturtreff, 1997 gegründet, der sich gegen die Diskriminierung von Lesben, Schwulen und Transgendern stark macht und unter anderem die Initiative Interner Link„Liebe verdient Respekt“ des LSVD Berlin-Brandenburg unterstützt sowie das Projekt „Berliner Schulgruppen auf dem CSD“, ein erstmalig schulübergreifendes Projekt beim Berliner CSD 2016 unter dem Motto „kurzentschlossen, spontan und bunt“ mit der Forderung „Akzeptanz durch Bildung! Teilnahme statt Stigma!“.

Der Landespräventionsbeauftragte der Polizei Berlin, Kriminaldirektor Wolfram Pemp, erläuterte im Rahmen der Preisverleihung die aktuelle Kriminalitätsstatistik homophober und transphober Übergriffe im Jahr 2016. Die Anzahl statistisch erfasster Straftaten in Berlin lag zwischen Januar und Oktober 2016 bei 113 Vorfällen.

Das Bündnis gegen Homophobie ist die Allianz der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft für die gesellschaftliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen. Um aktiv gegen Homophobie einzutreten setzt der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) im Auftrag der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen – Landesantidiskriminierungsstelle (LADS), das von ihm initiierte Bündnis gegen Homophobie im Rahmen der Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ um.

Interner LinkHier geht es zum Artikel des Lesben- und Schwulenverbands Berlin-Brandenburg (LSVD).
Einen Überblick der über die Nominierten erhalten Sie Interner Linkhier.