21.01.2016

Judith Bartsch: neue Mitarbeiterin in den Bereichen Toleranz, Extremismus und Integration

Judith Bartsch an ihrem neuen Arbeitsplatz. (Foto: BfDT)Judith Bartsch an ihrem neuen Arbeitsplatz. (Foto: BfDT)
Liebe Leserinnen und Leser,
nur durch Partizipation, denke ich, kann eine Gesellschaft zum Wohle aller gestaltet werden. Wie gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht und Menschen zur Mitgestaltung ermutigt werden können, diese Frage verfolge ich schon seit langem. Zivilgesellschaftliche Akteure verkörpern den Aspekt der Teilhabe in doppelter Hinsicht: sie sind selbst aktiv und fungieren gleichzeitig als Multiplikator/-innen. Ich freue mich, dieses Engagement für demokratische Werte durch meine Arbeit beim BfDT in den Bereichen Toleranz, Extremismus und Integration zu stärken, neue Impulse zu setzen, Bedarfe zivilgesellschafter Akteure aufzuspüren und das Engagement sichtbar zu machen.

Aufgewachsen bin ich im Allgäu, wo ich mich selbst früh ehrenamtlich engagiert habe – als Jugendgruppenleiterin in der KJG sowie als Trainerin und Jugendratsmitglied des örtlichen Sportvereins. Ein tolerantes Miteinander war dabei ebenso wichtig wie der Spaß an der Sache.

Während meines kulturwissenschaftlichen Studiums, das mich, nach einem Auslandsaufenthalt in Australien, in den Norden Deutschlands geführt hat, lagen meine Schwerpunkte im Bereich der Kulturellen Bildung und der (Kultur-)Politik. Zu untersuchen, wie kulturelle Angebote durch partizipative Strategien möglichst allen Menschen zugänglich gemacht werden können, lag dabei in meinem Fokus. Die Verwirklichung von Chancengleichheit war auch Ziel bei meiner Tätigkeit im Gleichstellungsbüro der Universität Hildesheim, bei meinem Engagement für Asyl e.V. und innerhalb eines interkulturellen Vereins in Marseille. Dort habe ich das besondere integrative Potenzial interkultureller Verständigung zu schätzen gelernt. Nach Abschluss meines Studiums war ich bei der Stadt Wolfsburg tätig, wo ich für die Realisierung von Projekten und Veranstaltungen verantwortlich war. Teilhabegerechtigkeit mitzudenken war mir auch hier ein wichtiges Anliegen.

Derzeit beobachten wir in Deutschland einen Zulauf rechtsextremistischer Bewegungen, rassistische Ressentiments werden vielerorts sichtbar. Eine entschiedene Positionierung gegen diese menschenfeindliche Gesinnung ist essentiell. Zivilgesellschaftliche Akteur/-innen haben die Möglichkeit, sich mit einer Unmittelbarkeit und Direktheit einzusetzen, die auf anderer Ebene kaum geleistet werden kann.

Und unmittelbares Engagement ist – wie aktuell angesichts der großen Anzahl der in Deutschland Schutz-suchenden Geflüchteten deutlich wird - unbedingt notwendig. Dieses Engagement mit dem BfDT zu unterstützen, darauf freue ich mich.

Mit herzlichen Grüßen
Ihre Judith Bartsch