26.11.2014

Besuch bei MORUS 14 e.V. – Mieter kochen für Mieter

(Foto: Wilfried Winzer/MORUS 14 e.V.)
Alle Tische sind bis auf den letzten Platz besetzt: Mieter-kochen-für-Mieter Mittagessen bei MORUS 14 e.V. (Foto: Wilfried Winzer/MORUS 14 e.V.)
Alle Tische waren bis auf den letzten Platz besetzt: Rund 70 Personen sind an jenem Mittwoch wieder ins Gemeinschaftshaus Morus 14 im Neuköllner Rollbergkiez gekommen, um gemeinsam zu essen und Neuigkeiten auszutauschen. Gegen eine kleine Spende gibt es jeden Mittwoch - außer zwischen Weihnachten und Neujahr - ein leckeres Mittagsmenü für die Nachbarinnen und Nachbarn, gekocht von Persönlichkeiten aus dem Kiez und darüber hinaus: Politiker/-innen, Künstler/-innen, Vereinsmitglieder, Unternehmer/-innen und viele mehr. Diesmal haben die Berliner Polizist/-innen des Abschnitts 55 gekocht, so Frank Bourgett, Leiter des Gemeinschaftshauses Morus 14, der in einer kleinen Ansprache die Besucher/-innen begrüßte und die Köchinnen und Köche vorstellte.

Das Gemeinschaftshaus liegt in der Morusstraße 14 im sogenannten Rollbergviertel im Norden des Berliner Bezirks Neukölln. Im Jahre 2002 erwachte das Haus aus dem Dornröschenschlaf, das kurze Zeit später durch den Förderverein MORUS 14 e.V. gestützt wurde. Mit anspruchsvollen kulturellen Veranstaltungen, Vernetzungsarbeit, Bildungs- und Mentoringprogrammen wie dem Interner LinkNetzwerk Schülerhilfe Rollberg, werden jährlich bis zu 10.000 Menschen erreicht. Die Ideen für die zahlreichen Projekte und Veranstaltungen kommen von den vielen Freiwilligen, den Vereinsmitgliedern und engagierten Menschen aus dem zweiten Arbeitsmarkt oder den Sozialen Diensten der Justiz, die im Gemeinschaftshaus neue Perspektiven und einen fest strukturierten Arbeitsrahmen erhalten. Die Veranstaltungen passen sich auch immer an aktuelle Geschehnisse an und greifen Herausforderungen im Kiez auf. Auch an jenen Mittwoch sind insgesamt drei Veranstaltungen mit etwa 250 Besucher/-innen geplant: eine Mieterversammlung, das Mittagessen und eine Diskussion zum friedlichen Dialog zwischen israelischen und palästinensischen Familien. "Der größte Erfolg für das Team ist, wenn der Raum voll ist, die Stimmung gut und wir merken, dass sich die Arbeit gelohnt hat", so Gilles Duhem, Geschäftsführer von MORUS 14 über das Erfolgskonzept der Veranstaltungen.
Doch fällt es dem Verein oft nicht leicht, die benötigten Finanzmittel beständig zu sichern. Er ist daher auf Spenden angewiesen. Die Arbeit von MORUS 14 leistet – aller finanziellen Schwierigkeiten zum Trotz – einen sehr wichtigen Beitrag für das Zusammenleben im Kiez. Das Gemeinschaftshaus hat sich über die Jahre als fester interkultureller Treffpunkt etabliert, da von dem Angebot alle Bevölkerungsgruppen im Rollbergviertel angesprochen werden. Dieser sozialraumorientierte Ansatz ist Kern des Konzepts, das zum Ziel hat, die soziale Integration zu fördern. "Es ist ein Ort des Austauschs für Menschen – ob nun ohne oder mit Migrationshintergrund – die oft nebeneinander, gegeneinander, aber sehr selten miteinander leben", so Duhem.

Weitere Informationen über die Veranstaltungen und Angebotes des Gemeinschaftshauses Morus 14 finden Sie Interner Linkhier.

Ankündigungen für das Mieter-kochen-für-Mieter Essen finden Sie Interner Linkhier.