18.02.2014

"Vereine stark machen – Im Norden"

RĂŒckblick auf die Veranstaltung in Malente

Am 16. und 17. November 2013 fand im traditionstrĂ€chtigen Uwe Seeler Fußballpark im schleswig-holsteinischen Malente ein Workshopwochenende zum Thema "Vereine stark machen im Norden – Der Geist von Malente" statt. Das BfDT arbeitete in den Vorbereitungen und vor Ort mit den Kooperationspartnern Schleswig-Holsteinischer Fußballverband (SHFV) und dem Innenministerium Schleswig-Holsteins zusammen.

Nach einer ersten Veranstaltung im Jahr 2008 in Bad Segeberg war diese die zweite ihrer Art in Schleswig-Holstein und richtete sich auch dieses Mal wieder an ehrenamtliche Akteur/-innen aus dem Fußballbereich, wie Trainer/-innen, Betreuer/-innen, Schiedsrichter/-innen, aber auch an Eltern und Fans, um in vier Workshops gemeinsam praxistaugliche Strategien fĂŒr Toleranz und gegen Diskriminierung im Fußballsport zu entwickeln.

Nach den Grußworten von Herrn KĂŒpperbusch, StaatssekretĂ€r des Innenministeriums, Herrn Felchner, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des SHFV, und dem Leiter der GeschĂ€ftsstelle des BfDT, Herrn Dr. Rosenthal, stellte zunĂ€chst der Mitveranstalter Herr Dr. Cassel den GĂ€sten das Projekt "Schleswig-Holstein kickt fair" des SHFV vor. Anschließend teilten sich die rund achtzig Teilnehmer/-innen in die vier Workshops zu den Themen Kinderschutz, Finanzierung der Vereinsarbeit, Integration und Konfliktmanagement auf und erarbeiteten sich die Themen sowohl in Gruppenarbeiten als auch in Diskussionen mit dem Plenum. Input erhielten sie dabei von Gerd Liesegang vom Berliner Fußballverband, Manuel Kwiatkowski vom Fanprojekt LĂŒbeck sowie von Kerem Bayrak und Chris Menge vom SHFV. Nach dem Abendbuffet rundeten die Theatergruppe der "Psycho Comedians" sowie der Bauchredner Tim Becker mit ihrer Abendgestaltung den ersten Tag des Wochenendes gelungen ab.

Am Sonntag wurden die Workshops erneut, wenn auch zeitlich etwas verkĂŒrzt, angeboten, um den Teilnehmenden die Möglichkeit zu geben, mehr als nur einen Workshop zu besuchen. Auch am zweiten Tag brachten sich die Teilnehmenden wieder engagiert, interessiert und motiviert mit in die Diskussionen ein, auch die ursprĂŒnglich nur fĂŒr das Protokollieren der Workshops verpflichteten Studierenden der UniversitĂ€t Kiel beteiligten sich aktiv. Im Abschlusspodium stellten jeweils zwei Teilnehmer/-innen die Ergebnisse ihrer jeweiligen Workshops der gesamten Gruppe vor, wobei Herr Dr. Cassel mit Blick auf die Uhr die Referent/-innen mehrfach freundlich ermahnen musste, sich kurz zu fassen, was als Beleg fĂŒr die ProduktivitĂ€t und das Engagement aller Teilnehmenden an diesen zwei Tagen gelten kann.

Die Eröffnung des anschließenden Mittagsbuffets durch Eddy MĂŒnch bot den Teilnehmenden noch einmal die Chance, vor der Abreise ihre Erfahrungen mit anderen Anwesenden auszutauschen und sich zu vernetzen. Es endete ein Wochenende, das hoffentlich nicht nur die Veranstalter, sondern auch die Teilnehmenden in positiver Erinnerung halten.

Ablaufplan


Samstag, den 16. November 2013

11:00 Eröffnung/BegrĂŒĂŸung der GĂ€ste

- Eröffnung durch den PrĂ€sidenten des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes e.V.,
Herrn Hans-Ludwig Meyer
- Grußworte vom StaatssekretĂ€r des Innenministeriums des Landes Schleswig-Holstein,
Herrn Bernd KĂŒpperbusch und Dr. Gregor Rosenthal, Leiter des BfDT



11:30 Praxisorientierter Input zum Thema "Was kann Fußball/können Vereine zur ExtremismusprĂ€vention beitragen?"

Dr. Tim Cassel, Projektleiter "Schleswig-Holstein kickt fair"



12:00 Vorstellung der Workshops und Aufteilung der RĂ€ume

12:30 Kleiner Mittagsimbiss

13:30 Start Workshop-Phase 1

15:30 Kaffee und Kuchen

16.00 Start Workshop-Phase 2

18:00 Ende Workshop-Phase 2

18:15 Abendessen

19:00 Hallenfußball Turnier

20:30 Abendprogramm

22:00 Netzwerk Lounge

 

Sonntag, den 17. November 2013

08:00 FrĂŒhstĂŒck

09:00 Workshop-Phase 3 (Die LĂ€nge der WS verkĂŒrzt sich auf 1,5h)

10:30 Kaffeepause

11:00 Workshop-Phase 4

12:30 Ende Workshop-Phase 4 (Ergebnissicherung)

12.45 Abschlusspodium mit PrĂ€sentation der Workshop-Ergebnisse und Austausch ĂŒber Zukunftsperspektiven/ evtl. Selbstverpflichtungen derTeilnehmenden

14:00 optionaler kleiner Imbiss und Abreise

 

WORKSHOP 1 Kinderschutz, GewaltprÀvention oder SuchtprÀvention


Was hat das alles mit Fußball zu tun? Was sollen Vereine denn noch alles machen? In diesem Workshop wollen wir uns ĂŒber bestehende Angebote austauschen, vorhandene Schwierigkeiten und deren LösungsansĂ€tze erörtern und diese gemeinsam weiterentwickeln.

Leitung: Rahman Satti, (BfDT)
Input: Gerd Liesegang, VizeprĂ€sident des Berliner Fußballverbandes (BFV)



WORKSHOP 2 Neue Ressourcen fĂŒr Vereine oder wie finde ich zeitgemĂ€ĂŸe Wege der Finanzierung?

Welche Sportfördermöglichkeiten durch die öffentliche Hand gibt es? Wie gestalte ich die Öffentlich-keitsarbeit meines Vereines, um das eigene Serviceangebot bekannt zu machen? Wie stelle ich Kontakte zu Partnern her, welche Netzwerke sind fĂŒr mich wichtig und wie pflege ich eingegangene Partnerschaften?

Leitung: Dr. Tim Cassel (SHFV)
Input: Chris Menge (Ehrenamtskommission SHFV)



WORKSHOP 3 Ein Ball – viele Gesichter!?

Was bedeutet Vielfalt im Fußballsport und wie sieht das Zusammenleben aus in unseren Vereinen und auf den PlĂ€tzen? Wie ist der Umgang mit Minderheiten? Sind Ausgrenzung, Diskriminierung, Homophobie und Rassismus weiter Bestandteil des Fußballs? Und wenn ja, welche Gegenstrategien können Vereine und VerbĂ€nde entwickeln?

Leitung: Breschkai Ferhad, (BFV)
Input: Kerem Bayrak, Integrationsbeauftragter (SHFV)



WORKSHOP 4 Erfolgreiches Konfliktmanagement als Chance fĂŒr die Vereine

Ohne Konflikte geht es nicht im Fußballsport. Sowohl auf dem Platz, innerhalb der eigenen Mannschaft, gegenĂŒber dem Gegner, auf den RĂ€ngen oder innerhalb der eigenen Vereinsarbeit: Wenn viele Menschen miteinander zu tun haben gibt es immer Konflikte. Es kommt darauf an, wie man diese austrĂ€gt und wie man diese bewĂ€ltigt, um eine Perspektive fĂŒr die Zukunft zu entwickeln. Dieser Workshop zeigt auf, welche Konflikte im Fußballsport an der Tagesordnung sind, welche Angebote es zum Umgang damit gibt und welche Formen des Konfliktmanagements Vereine sich selbst aneignen können.

Leitung: Eddy MĂŒnch, (SHFV); Uwe Döring,(SHFV)
Input: Manuel Kwiatkowski, (Fan-Projekt LĂŒbeck)