15.08.2013

Berliner Erklärung "Gemeinsam gegen Homophobie. Für Vielfalt, Respekt und Akzeptanz im Sport"

Vorstellung der Berliner Erklärung
Gesprächsrunde
Marcus Urban
Am 17. Juli 2013 unterzeichneten Spitzenfunktionäre des Sports und Bundesminister/-innen erstmals eine gemeinsame Erklärung gegen Homophobie und für Vielfalt, Respekt und Akzeptanz im Sport.

Auf Initiative der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld unterschrieben Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Bundesministerin der Justiz, Dr. Hans-Peter Friedrich, Bundesminister des Innern, Dr. Kristine Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Christine Lüders, die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes, Spitzenfunktionäre des deutschen Sports und Fußballvereine die Berliner Erklärung "Gemeinsam gegen Homophobie. Für Vielfalt, Respekt und Akzeptanz im Sport". Dazu hatte die Bundesstiftung Ehrengäste aus Sport, Politik, Wirtschaft und Vereinen in die Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom AG eingeladen. Die "Berliner Erklärung" ist der Auftakt der Bildungsinitiative "Fussball für Vielfalt" der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld. Die Marke "Fussball gegen Homophobie" wurde in "Fussball für Vielfalt" umbenannt.

Hier der Wortlaut der Berliner Erklärung:

"Als Akteur_innen und Partner_innen des Sports fühlen wir uns dessen integrativer Kraft in unserer Gesellschaft verpflichtet: Der Sport steht für Vielfalt, er verbindet Menschen unterschiedlichster Herkunft, Weltanschauung und Persönlichkeitsattribute. Zentrale Werte im Sport sind Respekt, Toleranz und Fair Play. Nachdrücklich anerkennen wir die bedingungslose Umsetzung dieser Werte im Sport. In weiten Teilen des Sports sind homophobe Tendenzen dennoch nach wie vor stark ausgeprägt, homosexuelle Sportlerinnen und Sportler fühlen sich diskriminiert und in ihren Entfaltungsmöglichkeiten eingeschränkt. Zudem wird das Attribut der (vermeintlichen) homosexuellen Orientierung gezielt für Anfeindungen, Verunglimpfungen und Herabsetzungen sowie als Ventil für eigene Ängste, Frustrationen und Aggressionen im Sport eingesetzt. Wir setzen uns von daher für ein aktives Vorgehen gegen Homophobie auf allen Ebenen des Sports ein. Wir unterstützen Maßnahmen zur Förderung eines vorurteilsfreien Klimas sowie zur Schaffung einer Kultur gelebter Vielfalt auf der Basis gegenseitiger Wertschätzung und Achtung. Solche Maßnahmen sollten vor allem auch auf Jugendliche und junge Erwachsene ausgerichtet sein, um entsprechende Haltungen im Zuge ihrer Identitätsentwicklung zu stärken. Um diese Maßnahmen möglichst adressatengerecht anbieten zu können, sind empirisch belastbare Daten zur Homophobie im Sport unabdingbar. Wir unterstützen von daher entschieden die Intensivierung der wissenschaftlichen Forschung auf diesem Gebiet. Das Zusammenwirken möglichst vieler Einrichtungen des Sports und der Zivilgesellschaft für Vielfalt, Respekt und Akzeptanz im Sport bietet die besten Voraussetzungen für einen nachhaltigen Wandel im Denken und Handeln aller Beteiligten."

Die Erklärung können Sie Download-Iconhier als PDF herunterladen.

"Ich danke den Unterzeichnern der Berliner Erklärung, dass sie erstmals gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen Homophobie und für die Akzeptanz von homosexuellen Sportlerinnen und Sportlern setzen." sagt Jörg Litwinschuh, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung, auf der Homepage Interner Linkwww.fussball-fuer-vielfalt.de.

Auf Einladung des ehemaligen Fußballprofis Marcus Urban, Mitarbeiter der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und Jörg Litwinschuh, nahmen unter anderem Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, MdB Monika Lazar, Beiratsmitglied des BfDT und ein Vertreter des BfDT, an der Auftaktveranstaltung in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom AG am 17. Juli 2013 teil. Die bpb unterstützt die Bundesstiftung bereits seit März 2013 im Rahmen des Bildungsprogramms der Hirschfeld Akademie und war als Förderer des Seminars "Alles nur schrill und sexy? Wie schwule und lesbische Themen in die Medien kommen. Bestandsaufnahme – Analyse – Recherche" beteiligt. Für die neugegründete Bildungsinitiative "Fussball für Vielfalt" sind weitere Kooperationen für 2014 geplant.

Die Bildungsinitiative finden Sie auch auf Interner LinkFacebook.

Informationen zur Magnus Hirschfeld Stiftung finden Sie Interner Linkhier.