19.02.2013

"Die Bunte Toleranz" - Kolorowa Tolerancja

Das BfDT als Projektpartner in Deutschland

In Łódź findet jährlich das Projekt Die Bunte Toleranz (Kolorowa Tolerancja) statt. Im Jahr 2013 veranstaltet der Verein Centrum Dialogu imienia Marka Edelmana vom 11. - 28. März viele interessante Aktionen rund um das Thema Soziale Ausgrenzung. Das BfDT unterstützt das Dialogzentrum als Projektpartner in Deutschland. Das Thema Soziale Ausgrenzung ist ein schwieriges, aber allgegenwärtiges Thema.
Im Projekt "Die Bunte Toleranz" soll der Zugang dazu vor allem auf künstlerisch-kreativer Ebene stattfinden. Vom 11. bis 20. März finden in Schulen und Räumlichkeiten der Stadtverwaltung von Łódź Workshops statt, in denen überdimensionale Buchstaben ausgemalt und gestaltet werden. Diese ergeben zum Ende der kreativen Arbeit das bunte Wort „TOLERANZ“. Dieses große und aufwendig gestaltete Wort wird am 21. März beim „Marsch der Bunten Toleranz“ im „Park der Überlebenden“ platziert. An diesem Marsch beteiligen sich Schüler/-innen, sowie Einwohner/-innen der Stadt Łódź und Vertreter/-innen der Stadt. Am gleichen Tag wird auch das traditionelle „Übermalen“ stattfinden. Vertreter/-innen der Stadtverwaltung und Schüler/-innen aus Łódź ´übermalen beleidigende, vulgäre und aggressive Inschriften an Wänden und Gebäuden der Stadt. Diese symbolische Handlung findet in jedem Jahr in einem anderen Stadtteil oder an einem anderen Gebäude statt.
Eine Ausstellung zu Social-Media-Kampagnen ist im Rahmen des Projektes „Die bunte Toleranz“ vom 21. bis 28. März für Besucher/-innen geöffnet. Dort zeigen auch Projekte aus Deutschland hier ihre Werbestrategien. Die ausgestellten Kampagnen aus aller Welt zeigen durch Bilder, Humor oder Dramatik ihren Beitrag gegen Ausgrenzung aufgrund des Geschlechts, der Rasse oder Religion, der sexuellen Orientierung, Behinderung oder Krankheit. So können der Gesellschaft die Augen geöffnet werden für soziale Probleme, die man ohne ausdrucksstarke Öffentlichkeitsarbeit nicht bemerkt oder nicht bemerken will.
Im Rahmen des Projektes werden auch Filmvorführungen stattfinden, die sich explizit mit den Themen Ausgrenzung und Aggressor – Opfer-Beziehungen in Kinofilmen und Öffentlichkeit auseinandersetzen. Am 21. März können zum Tag der offenen Tür der Tempel und Nekropolen in Łódź Kirchen, Kathedralen, Synagogen und Friedhöfe kostenfrei besucht werden.
Das Projekt spricht durch die Aktualität des Themas und die Vielfalt der Veranstaltungen viele Einwohner/-innen und vor allem junge Menschen an, auch da sowohl Schulen, Mitarbeiter/-innen der Stadtverwaltung wie auch einzelne Bürgerinnen und Bürger zu den Veranstaltungen eingeladen sind. Teilnehmende werden motiviert sich kritisch mit dem Thema Soziale Ausgrenzung auseinander zu setzten, die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen und so das demokratische Bewusstsein zu stärken. Die deutsch-polnischen Beziehungen spielen vor dem historischen Hintergrund eine besondere Rolle. Den geschichtlichen Hintergrund des Projektes bildet der Nationalsozialismus.
Das Centrum Dialogu imienia Marka Edelmana ist eine überparteiliche, kommunale Kultureinrichtung der Stadt Łódź, die ihren Auftrag in der Bildung und der Durchführung von kulturellen Aktivitäten sieht.