23.01.2013

Einweihung des Denkmals fĂĽr die ermordeten Sinti und Roma Europas

Das BfDT nimmt an der Einweihung teil

Foto: Jens JeskeFoto: Jens Jeske
Bereits vor zwanzig Jahren wurde sein Bau beschlossen, jetzt steht er endlich: Ein Brunnen mit einem versenkbaren Pfeiler, auf dem täglich frische Blumen den von den Nationalsozialisten ermordeten Sinti und Roma aus ganz Europa gedenken. Viele dieser Opfer sind namenlos: Schätzungen reichen von 220.000 bis zu 500.000 Toten. Das Denkmal soll nun Näheres über ihr Leben und die Zeit des Nationalsozialismus vermitteln und ein Ort zum Gedenken und Erinnern bieten. Informationen über die NS-Zeit, Ausgrenzung und Massenmord an den Sinti und Roma finden sich auch auf Tafeln bei dem Brunnen.

KĂĽnstler des Denkmals ist der in Tel Aviv geborene Bildhauer Dani Karavan, der auch schon auf der Biennale in Venedig und auf der documenta in Kassel ausstellte.

Grußworte zur feierlichen Denkmaleröffnung werden am 24. Oktober 2012 Bernd Neumann, Staatsminister für Kultur und Medien, Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin und Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, halten. Außerdem wird der Zeitzeuge und Holocaust-Überlebende Zoni Weisz von seinen Erinnerungen berichten. Anschließend wird es eine Ansprache der Bundeskanzlerin Angela Merkel geben.

Auch das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT), das sich seit Jahren gegen die Diskriminierung von Sinti und Roma und für eine lebendige Erinnerungskultur einsetzt, wird an der Feierlichkeit teilnehmen. Wir hoffen, dass dieses Denkmal als Ort der Erinnerung und Mahnung, dass sich diese Zeit nie wiederholen darf, viele Besucher und Gedenkende finden wird.

Interner LinkHomepage Stiftung Denkmal