Roter Stern Leipzig '99 e.V. / IVF - Initiative fĂŒr mehr gesellschaftliche Verantwortung im Breitensport-Fußball

DerRote Stern Leipzig (RSL) wurde 1999 von vierzig Jugendlichen gegrĂŒndet. Heute sind es bereits vierhun­dert Mitglieder aller Altersgruppen. Die HauptwirkungsstĂ€tte des Projektes ist Connewitz im SĂŒden von Leipzig, wo sichauch die GeschĂ€ftsstelle unseres Vereins befindet. Ein großer Teil dieses Stadtgebietes ist von einer alternativen Soziokultur geprĂ€gt. Unsere SpielstĂ€tten befinden sich jedoch im gesamten SĂŒdraum Leipzigs.
Ziel unseres Vereins ist es, innerhalb und außerhalb unserer Strukturen ein Problembewusstsein zu schaf­fen, welches diskriminierende Äußerungen und gewalttĂ€tiges Verhalten thematisiert und so ein aktives, zivilgesellschaftliches Handeln gegen jegliche Form von Diskriminierung ermöglicht. Daher versuchen wir, in unserem Verein hierarchische Strukturen zu vermeiden. Beispielsweise dient ein wöchentliches Plenum der Entscheidungsfindung in allen Fragen des Vereinslebens. Dieses Plenum ist fĂŒr jedes Vereinsmitglied offen. Hier werden Entscheidungen nach dem Konsensprinzip getroffen. Dies ist fĂŒr uns eine wichtige Grundlage, um die von uns nach außen getragenen Prinzipien wie Gleichberechtigung, Mitbestimmung und Mitverant­wortung auch in unserem Verein zu leben.
Dieses Projekt will einen Beitrag dazu leisten, dass der Breitensport-Fußball, wie vom DFB gefordert, mehr gesellschaftliche Verantwortung ĂŒbernimmt. Die neue Anti-Diskriminierungsregelung der FIFA stĂ¶ĂŸt jedoch schnell an Grenzen der Umsetzbarkeit und des VerstĂ€ndnisses. Auftretende Problemlagen werden zwar zum Teil von einzelnen Multiplikator_innen, auch innerhalb der Vereine, erkannt, jedoch fehlen oft Informationen und Ressourcen, um die Sachlagen nachhaltig zu bearbeiten und wirksame Handlungsstrategien gegen Dis­kriminierung und zur StĂ€rkung einer demokratischen Zivilgesellschaft zu entwickeln.
Durch die hohe PopularitĂ€t des Fußballs und den hohen Organisationsgrad in den Sportvereinen können mit der IVF breite Bevölkerungsschichten angesprochen werden. Ziel der ProjekttĂ€tigkeit ist es, verschiedene Akteure (lokale Fußball-VerbĂ€nde, Vereine und ihren Aktiven und weitere Multiplikator_innen) zu sensibili­sieren und bei ihren BemĂŒhungen zur BekĂ€mpfung von Diskriminierung und bei der StĂ€rkung von Integrati­onspotentialen mit aktuellen Informationen, kompetenten Referent_innen, Beratung bei der Entwicklung von Handlungsstrategien und bei der Bildung von Netzwerken zu unterstĂŒtzen:

  • StĂ€rkung der interkulturellen Vermittlung durch und im Fußball;
  • Erhöhung des ToleranzverstĂ€ndnisses beziehungsweise Abbau von Fremdenhass und AuslĂ€nderfeindlichkeit bei den Leipziger BĂŒrger_innen;
  • Empowerment von Multiplikator_innen in Fußballvereinen bezogen auf Konfliktverarbeitung und KonfliktprĂ€vention;
  • StĂ€rkung zentraler demokratischer Werte;
  • Entwicklung nachhaltiger Strukturen.


  • RSL ist ProjekttrĂ€ger der IVF - Initiative fĂŒr mehr gesellschaftliche Verantwortung im Breitensport-Fußball, welche ĂŒber den Lokalen Aktionsplan (LAP) der Stadt Leipzig gefördert wird.


Projekt:IVF - Initiative fĂŒr mehr gesellschaftliche Verantwortung im Breitensport-Fußball
Themen:Toleranz, GewaltprÀvention
Projektträger:Roter Stern Leipzig '99 e.V.
Adresse:Wolfgang-Heinze-Str. 22
04277 Leipzig
Internet:http://www.roter-stern-leipzig.de/
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