28.11.2013

Integrationskraft des Fußballs stĂ€rken

2. Tagung fĂŒr Toleranz im Fußball

Zukunftswerkstatt

Die zweite bundesweite Tagung fĂŒr Toleranz im Fußball „Integration - die Herausforderung im Fußball?!" brachte am 22./23. Februar in Hannover Vertreter des Fußballs vom PrĂ€sidenten, Jugendtrainer, Spieler bis zum engagierten Fan und zivilgesell­schaftlichen Initiativen zusammen. Veranstaltet wurde die Tagung vom BĂŒndnis fĂŒr Demokratie und Toleranz in Kooperation mit dem Institut fĂŒr Sportwissenschaft der Leibniz UniversitĂ€t Hannover, dem Marianne und Dr. Ernst Pieper-Fond der UniversitĂ€t Tel Aviv sowie der Landeshauptstadt Hannover.

In sechs ZukunftswerkstĂ€tten wurden von den 180 Teilnehmern die Rolle der Vereine und Fans, kulturelle Vielfalt und interkulturelle Kompetenz im Fußballverein, interethnische Konflikte und die Frage, ob zivilgesellschaftliche Erfahrung en als Vorbild fĂŒr den Fußball dienen können, thematisiert und bearbeitet.

Dr. Gregor Rosenthal, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des BĂŒndnisses fĂŒr Demokratie und Toleranz (BfDT): „Die breite Mischung des Teilnehmerfeldes mit und ohne Migrationshintergrund sowie die Vielfalt der bearbeiteten Fragestellungen unterstreichen die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Themas. Fußball hat eine enorme Integrationskraft. Denn dort zĂ€hlen in erster Linie sportliche Aspekte - nicht die Herkunft, der Bildungsgrad oder der soziale Status. Daher ist Fußball ein wichtiger gesellschaftlicher Orientierungspunkt, der mithelfen kann, den Prozess der Integration zu unterstĂŒtzen."

Hannovers OberbĂŒrgermeister Stephan Weil erklĂ€rte zur Bedeutung der Tagung: „Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, der wir uns stellen mĂŒssen. Dies gilt gerade fĂŒr den Sport und insbesondere fĂŒr den Fußball. Vor allem dort treffen Menschen aus den verschiedensten Kulturen aufeinander."

Die in den ZukunftswerkstÀtten erzielten Ergebnisse beinhalten konkrete, praxisnahe VorschlÀge, wie z.B. die verstÀrkte Besetzung von EhrenÀmtern mit Migrant-/innen erreicht werden kann oder wie es möglich ist, das Ziel einer gemeinsamen Sprache im Verein durch eigene oder die Nutzung anderweitiger Sprachkursangebote zu verwirklichen.

Die Ergebnisse der Tagung werden gesammelt und fĂŒr die zukĂŒnftige Arbeit mit Fußballvereinen und -verbĂ€nden im Bereich „ Toleranz im Sport" verwendet. Außerdem fließen die HandlungsvorschlĂ€ge in einen praxisnahen Leitfaden ein, der gegenwĂ€rtig als Ergebnis der beiden bundesweiten Tagungen in Halle ( November 2007 ) und Hannover in Form einer gemeinsamen BroschĂŒre des BfDT, des Projekts „am Ball bleiben" der deutschen Sportjugend und der Koordinationsstelle Fan-Projekte ( KOS ) erstellt wird.



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Interner LinkInstitut Sportwissenschaftlen Leibniz UniversitÀt Hannover
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