28.05.2014

Erstes Modul der Multiplikator/-innen-Schulung 2014 erfolgreich absolviert

Zum zweiten Mal in Folge organisiert das Bündnis für Demokratie und Toleranz in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung in diesem Jahr eine Schulungsreihe für junge ehrenamtliche Engagierte. In drei Modulen, die über das Jahr verteilt in Berlin, Duisburg und Köln stattfinden, werden die etwa 25 Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu Multiplikatoren und Multiplikatorinnen ausgebildet.

Das erste Modul fand vom 26. bis  27. April in den Räumen der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin statt. Nach der Vorstellung der beiden Kooperationspartner lernten die Jugendlichen einander besser kennen und tauschten sich über ihre bisherigen ehrenamtlichen Erfahrungen aus. Die Teilnehmenden aus ganz Deutschland engagieren sich in diversen Vereinen und Initiativen, so beispielsweise bei United4Eritrea, der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion und "Balu und Du".

An den beiden Tagen konnten die Teilnehmenden in zwei Workshops viele neue Anregungen für ihr eigenes Engagement sammeln. Herr Gentsch von "mehr als lernen e.V." erarbeitete mit den jungen Menschen zunächst die Grundbausteine für eigene Projekte aus. Fragen zur Projektplanung und zur Realisierung von Projektideen standen dabei im Vordergrund. Besonders die gegenseitige Beratung unter den Teilnehmenden zeigte Potenziale und Risiken der Projektentwürfe auf und schuf eine konstruktive Atmosphäre, die den direkten Austausch erleichterte.

In einem zweiten Workshop beschäftigte sich Susanne Saliger von der "Akademie für Ehrenamtlichkeit Deutschland" mit dem Thema "Motivation und Konflikte". Gemeinsam sprachen die Teilnehmenden über Motivationsgründe für ehrenamtliches Engagement und überlegten, wie sie andere Jugendliche motivieren können, sich ebenfalls ehrenamtlich zu engagieren. Trotz des guten Willens der Engagierten kommt es immer wieder zu Konflikten in Vereinen und Initiativen. In Kleingruppen erarbeiteten die Teilnehmenden dementsprechend Vorschläge, wie Konflikte nachhaltig gelöst werden können bzw. ihnen vorgebeugt werden kann.

Teil des ersten Moduls der Multiplikator/-innen-Schulung war ebenfalls ein Besuch des Ost-West-Cafés in Berlin-Wedding. Nach einem leckeren gemeinsamen Essen berichtete Herr Dr. Suat Özkan, Sozialunternehmer und Eigentümer des Cafés, von seinem eigenen Engagement. Dr. Özkan stellt gezielt Jugendliche ein, die auf dem Arbeitsmarkt wenig Chancen auf einen Arbeitsplatz haben, und zeigt ihnen somit Zukunftsperspektiven auf. Zwei seiner Mitarbeiter berichteten im Anschluss von den Möglichkeiten, die ihnen diese feste Arbeitsstelle bietet. Das Engagement von Dr. Özkan beeindruckte die Jugendlichen sehr und gab Inspiration für weiteres, eigenes Engagement.

Das zweite Modul der Multiplikator/-innen-Schulung 2014 wird am Wochenende vom 20. bis  22. Juni in Duisburg stattfinden. Es bietet Workshops zu den Themen Rhetorik und Öffentlichkeitsarbeit an. Das letzte Modul wird vom 31. Oktober bis 2. November 2014 im Schloss Eichholz bei Köln stattfinden. Das BfDT freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Teilnehmenden und wird weiter über die Multiplikator/innen-Schulung berichten.