08.06.2011

Erinnerungen an eine neue Heimat

Neue Ausstellung in der Geschäftsstelle des BfDT: Aus dem Leben deutscher Istanbulerinnen und türkischer Berlinerinnen

Foto © Miriam ReerFoto © Miriam Reer
Foto © Miriam Reer
Foto © KulturForum TürkeiDeutschland e.V.
Ab
dem 4. Mai 2011 ist die zweisprachige Wanderausstellung „Erinnerungen an eine
neue Heimat" in den Räumen der Geschäftsstelle des Bündnisses für Demokratie
und Toleranz - Gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) zu sehen. Sie zeigt anhand
von Bildaufnahmen und Interviews die Lebensgeschichten von vierzehn deutschen
und tĂĽrkischen Frauen, die aus ganz unterschiedlichen GrĂĽnden ihr Herkunftsland
verlassen haben.

„Ich
bin in der TĂĽrkei geboren, aber ich bin keine TĂĽrkin. Ich lebe in Deutschland,
aber ich bin keine Deutsche, und in Griechenland bin ich keine Griechin. Weil
ich einen tĂĽrkischen Pass habe. Man sagt ja: 'Wer zwei Heimaten hat, hat
keine.' Ich habe drei und fĂĽhle mich am wohlsten in Deutschland. Man sagt ja
schließlich auch 'Wo du deinen Magen sättigst, ist deine Heimat.'" (Eva Sarıoğlu)

Das
GefĂĽhl, mehrere Heimaten zu haben verbindet die ganz unterschiedlichen
Lebensgeschichten der Frauen, von denen die Ausstellung „Erinnerungen an eine
neue Heimat - Aus dem Leben deutscher Istanbulerinnen und tĂĽrkischer
Berlinerinnen" erzählt.

Ein
Team junger WissenschaftlerInnen, JournalistInnen und KĂĽnstlerInnen aus der
TĂĽrkei und Deutschland hat die Ausstellung fĂĽr das KulturForum
TĂĽrkeiDeutschland e.V. konzipiert. Ganz bewusst werden hier Einzelschicksale
gezeigt, die nur allzu oft in den verschiedenen Migrationsdebatten untergehen. Und
dabei ermöglicht es gerade dieser Blick auf das Individuum, nachzuvollziehen,
mit welchen Ă„ngsten, Problemen, aber auch Hoffnungen und Chancen das Leben in
einem fremden Land verbunden ist.

Das
Besondere an dieser Ausstellung ist die deutsch-tĂĽrkische Doppelperspektive,
denn auch Deutsche migrieren und leben als Zuwanderer auf der ganzen Welt. Auch
sie begegnen ähnlichen Problemen wie die Zugewanderten in Deutschland. Obwohl
die Biographien sehr unterschiedlich sind, verbindet sie eine Gemeinsamkeit:
Das Leben als Frau in einer fremden Kultur. Sprache, Glaube, Arbeit, Heimat und
auch Vorstellungen zum Altern sind Themen, die sie alle gleichermaĂźen
beschäftigen und bewegen.

Das
BĂĽndnis fĂĽr Demokratie und Toleranz engagiert sich mit seinem Themenbereich
Integration für ein tolerantes und wertschätzendes Miteinander in der
Gesellschaft. Integration ist nur durch beidseitige Annäherung und
gegenseitiges Verständnis möglich. Diese Ausstellung bietet gerade durch den
unverstellten Blick auf persönliche Lebenswege eine wertvolle Gelegenheit dazu.

Alle
Interessierten sind herzlich eingeladen, die 24 Wandtafeln und Filmporträts
umfassende Ausstellung ab dem 4. Mai 2011 zu besuchen. Die Ă–ffnungszeiten
sind von Montag bis Donnerstag von 9:30-17:00 Uhr, Freitag von 9:30-15:00 Uhr.
Der Eintritt ist frei. Um eine vorherige Anmeldung der Besucher wird gebeten.
Im Rahmen der Ausstellung wird es auch eine Begleitveranstaltung geben, ĂĽber
die wir zeitnah auf unserer Homepage informieren werden.



Kontakt und weitere Informationen:

BĂĽndnis
fĂĽr Demokratie und Toleranz

Josephine Steffen

FriedrichstraĂźe
50, 10117 Berlin

Tel.:
030/23 63 4 08 - 14

Fax: 030/23 63 408 - 88

Email: steffen@bfdt.de








Interner LinkKulturForum TĂĽrkeiDeutschland e.V.
Download-IconAusstellungsflyer "Erinnerungen an eine neue Heimat"