10.08.2009

Fotodokumentation der Zukunftswerkstatt am 1. und 2. Juli 2009 in NĂĽrnberg jetzt online!

„Wo kommst Du her? Und wann gehst Du zurück?“

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Am 1. und 2. Juli 2009 haben das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und das Bündnis für Demokratie und Toleranz (BfDT) zum ersten Mal die „Werkstatt zur Zukunft des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Deutschland“ veranstaltet. Konzeption, Moderation und Dokumentation wurden außerdem von Christoph Plümpe und Bettina Pauli von der Universität Kassel betreut. Etwa 40 Migrations- und Integrationsexperten aus den Bereichen Medien und Öffentlichkeitsarbeit, Politik und Verwaltung, Arbeitsmarkt, Bildung und Gesundheit, Soziale Dienste sowie Projekt-/ Quartiersmanagement und Zivilgesellschaft sind gemeinsam der Frage nachgegangen, welche Integrations- und Veränderungsleistungen die Aufnahmegesellschaft in Deutschland erbringen muss, um ein friedliches und gleichberechtigtes Zusammenleben zu gewährleisten. Ihr Ziel war es, Maßnahmen zur interkulturellen Öffnung und Sensibilisierung der Gesellschaft und konkrete Umsetzungspläne zu entwickeln. Die Ergebnisse wurden nun zusammengefasst und sind in einer Fotodokumentation online zugänglich. Dadurch sollen in einem nächsten Schritt Interessierte und Multiplikatoren gewonnen werden, die die Ergebnisse praxisnah in ihrem Umfeld umsetzen können.

Der Ablauf der Zukunftswerkstatt orientierte sich an drei Phasen: Einer Phase der Bestandsaufnahme der momentanen Verhältnisse in den Bereichen Bildung und Forschung, Themenbereich Arbeitsmarkt, Medien / Öffentlichkeitsarbeit, Gesundheit / soziale Dienste, Politik und Verwaltung, Projekte / Quartiersmanagement / Zivilgesellschaft. Daran schloss sich eine Visionenphase an, in der die Teilnehmenden in einem Ideenpool ihre Vision einer offenen Aufnahmegesellschaft entwickelten. In der letzten Phase wurden die Ideen ausgewählt, die sich zur Umsetzung eigneten. Die Teilnehmenden setzten Themen und bauten sie zu konkreten Realisierungsplänen aus. So erarbeiteten sie einen Plan zur Eröffnung von Willkommens- und Begegnungszentren für vor kurzem Eingewanderte und forderten die stärkere Einbindung von Migranten in Dienstleistungsberufe wie in der öffentlichen Verwaltung, als Lehrkräfte und in Pflegeberufen.

Die Ergebnisse sollen dazu geeignet sein, die Zukunft des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Deutschland positiv zu gestalten. Dafür ist es besonders wichtig, die Zusammenarbeit zwischen Politik und Zivilgesellschaft im Bereich Integration weiter zu fördern. Nur gemeinsam kann ein öffentlicher Rahmen geschaffen werden, in dem die verschiedenen Bevölkerungsgruppen friedlich miteinander leben können. Ein erster Schritt in die Richtung war die Zukunftswerkstatt in Nürnberg, betonte BfDT-Geschäftsführer Dr. Gregor Rosenthal zusammenfassend am Ende der Veranstaltung. Weiter käme es darauf an, Partner für die Integrationsarbeit zu gewinnen, mit denen die Ergebnisse nachhaltig und weiträumig umzusetzen sind.



Kontakt und weitere Informationen


BĂĽndnis fĂĽr Demokratie und Toleranz

Breschkai Ferhad
Friedrichstr. 50, 10117 Berlin
Telefon: 030 2363408-14
E-Mail: ferhad@bfdt.de



Download-IconDokumentation der NĂĽrnberger Zukunfstwerkstatt "Woher kommst Du? Und wann gehst Du zurĂĽck?"