10.03.2016

Unterst├╝tzung in den Themenbereichen Extremismus, Gewaltpr├Ąvention und Antisemitismus: Alexandra Conrads

Alexandra Conrads an ihrem neuen Arbeitsplatz. (Foto: BfDT)Alexandra Conrads an ihrem neuen Arbeitsplatz. (Foto: BfDT)
Liebe Leserinnen und Leser,

seit Anfang Februar unterst├╝tze ich nun f├╝r drei Monate als Praktikantin das B├╝ndnis f├╝r Demokratie und Toleranz in den Themenbereichen Extremismus, Gewaltpr├Ąvention und Antisemitismus.
Ich freue mich, das B├╝ndnis f├╝r Demokratie und Toleranz bei der Planung einer Veranstaltung im Bereich Extremismus und bei der Weiterentwicklung der Plattform ÔÇ×Demokratie vor OrtÔÇť tatkr├Ąftig zur Seite stehen zu k├Ânnen. Dank der herzlichen Aufnahme durch die Kolleginnen und Kollegen in das Team habe ich einen sehr angenehmen Praktikumseinstieg erfahren d├╝rfen. Besonders durch die ├ťbertragung von verantwortungsvollen Aufgaben von Beginn an habe ich mich schnell in die Thematiken einarbeiten k├Ânnen.

Aufgewachsen bin ich in einer Kleinstadt zwischen D├╝sseldorf und K├Âln, wo ich auch mein Abitur gemacht habe. Schon fr├╝h habe ich mich f├╝r Sozialstrukturen verschiedener Gesellschaften interessiert. Besonders aufgrund meiner ├Ąthiopischen Wurzeln habe ich schon fr├╝h nach Antworten gesucht, wie Diskriminierung, Intoleranz und Demokratieverdrossenheit in einem der einflussreichsten und wohlhabendsten L├Ąnder der Erde doch so pr├Ąsent sein k├Ânnen. Nach der Schule entschied ich mich deshalb f├╝r ein Studium der Sozialwissenschaften, ebenfalls im Rheinland, an der Universit├Ąt zu K├Âln, welches ich im April dieses Jahres abschlie├čen werde.

Meine Bachelorarbeit schreibe ich zurzeit ├╝ber die Ausbreitung der Terrororganisation Boko Haram in den n├Ârdlichen Provinzen Kameruns. Insofern l├Ąsst sich leicht erschlie├čen, dass meine Forschungsschwerpunkte in K├Âln vermehrt im Bereich der internationalen Politik liegen. Im September dieses Jahres m├Âchte ich deshalb einen Master im Bereich ÔÇ×Internationale BeziehungenÔÇť anschlie├čen.

Mir ist es sehr wichtig, neben den ganzen Theorien im Studium den Praxisbezug immer wieder herzustellen, um nicht aus den Augen zu verlieren, aus welcher ├ťberzeugung ich mich f├╝r ein sozialwissenschaftliches Studium entschieden habe.

So habe ich ein Jahr im gemeinn├╝tzigen Verein Chancenwerk e.V. sozial benachteiligte Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler einer Gesamtschule in K├Âln bei den Hausaufgaben und Klausurvorbereitungen unterst├╝tzt. W├Ąhrend meines Auslandssemesters in England habe ich mich der Amnesty International Hochschulgruppe angeschlossen und die Durchf├╝hrung der internationalen Kampagne ÔÇ×Stop TortureÔÇť und die Organisation einer Podiumsdiskussion ├╝ber die Fl├╝chtlingspolitik Gro├čbritanniens mitgestalten k├Ânnen.

Au├čerdem habe ich mich im Februar 2015 im Rahmen eines zweimonatigen freiwilligen Praktikums bei der Fl├╝chtlingsberatung der Diakonie D├╝sseldorf engagiert. Dort wurde ich unmittelbar mit den Auswirkungen von internationalen Krisen und Beschl├╝ssen der europ├Ąischen und nationalen Au├čenpolitik auf die deutsche Innenpolitik konfrontiert, wie beispielsweise im Falle der Dublin-Verfahren.

Seitdem wurde mein Interesse geweckt, T├Ątigkeitsbereiche innerhalb der deutschen Innenpolitik kennenzulernen, bei denen man die bestehenden sozialen Konflikte direkt und gezielt anpackt, fern ab von b├╝rokratischen Beschl├╝ssen ÔÇô das Schl├╝sselwort: Zivilgesellschaftliches Engagement. So kam es dazu, dass ich mich beim B├╝ndnis f├╝r Demokratie und Toleranz beworben habe, weil ich mehr dar├╝ber lernen m├Âchte, wie man die Vernetzung von zivilgesellschaftlichen Akteuren gestalten und diese st├Ąrken kann.

Ich bin davon ├╝berzeugt, dass ich hier beim B├╝ndnis f├╝r Demokratie und Toleranz genau an der richtigen Stelle bin!

Mit freundlichen Gr├╝├čen
Alexandra Conrads