17.11.2011

Jugendbegegnung zum Volkstrauertag 2011 in Berlin

Vom 11. bis zum 14. November trafen sich über 50 Jugendliche aus Deutschland und Polen

Logo: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Foto: Jugendliche besuchen die zentrale Gedenkveranstaltung mit Christian Wulff (Jährig)
Foto: Besuch beim Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Jährig)
Foto: Jugendliche legen einen Kranz für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge nieder (Algermissen)
Fünfundsechzig Millionen Tote in zwei Weltkriegen – der Beginn des Ersten Weltkrieges liegt fast Hundert Jahre zurück, doch seine Opfer sind immer noch eine Mahnung, sich für Frieden einzusetzen und Verständigung zwischen den Völkern zu fördern. Seit 1919 wird in Deutschland deshalb der Volkstrauertag begangen, bei dem auch 2011 unter dem Leitsatz: „Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden“ Kriegsopfern aus allen Nationen gedacht wird.

Der Landesverband Berlin im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. veranstaltete anlässlich dieses Gedenktages nicht nur eine zentrale Gedenkstunde im Plenarsaal des Deutschen Bundestages, bei der am 13. November um 16 Uhr Bundesaußenminister a.D. Dr. Frank-Walter Steinmeier und Bundespräsident Christian Wulff sprachen. Ein wichtiges Anliegen des Vereins ist es auch, Jugendliche für die Friedensarbeit zu sensibilisieren. Vom 11. bis zum 14. November organisierte der Landesverband deswegen eine Jugendbegegnung für über 50 Teilnehmer/innen aus ganz Deutschland und Polen. Vier Tage lang nahmen die Jugendlichen an Veranstaltungen und Workshops rund um den Volkstrauertag teil. Höhepunkt war für viele der Angereisten die Teilnahme an der Gedenkveranstaltung im Deutschen Bundestag.

Doch auf der Begegnung wurde nicht nur der Toten gedacht. In einigen - in Kooperation mit dem Bündnis für Demokratie und Toleranz (BfDT) veranstalteten - Workshops beschäftigten sich die Teilnehmer auch mit Möglichkeiten der Prävention von Krieg und Gewalt. Wie kann man durch effektives ehrenamtliches Engagement friedliche und demokratische Werke stärken? Hierzu referierte unter anderem Markus Priesterath vom Bündnis für Demokratie und Toleranz, welches sich seit elf Jahren dafür einsetzt, ehrenamtliches Engagement zu fördern und zu vernetzen. Er stellte in zwei Workshops Beispiele und Möglichkeiten des Ehrenamts in Deutschland und auch International vor, um den Jugendlichen Impulse für ihre eigene Arbeit mitzugeben.

Die Jugendlichen erlebten intensive Tage des Gedenkens, verstanden die Jugendbegegnung aber auch als Aufruf, sich auch künftig für Frieden und Demokratie zu engagieren, um Krieg und Gewalt in Zukunft gemeinsam und stark entgegentreten zu können.

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