23.01.2014

Aktive Zivilgesellschaft in Bayern: 6. Wunsiedler Forum

Wie kann man das Engagement in Bündnissen und Initiativen stärken? Was können Kommunen tun? Welche Rahmenbedingungen sind notwendig?

Herr Dr. Rosenthal im Gespräch
Unter dem Titel "Erfolgreich gegen Rechtsextremismus in Bayern - Politik und Zivilgesellschaft im Gespräch", trafen sich am 19. November 2013 mehr als 130 Menschen des öffentlichen Lebens, Aktive aus der Zivilgesellschaft, sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der bayerischen Verwaltungen und Kommunen zum 6. Wunsiedler Forum. Das diesjährige Forum zeichnete sich nicht nur durch die bisher größte Teilnehmendenzahl, sondern auch durch die hohe Beteiligung von Entscheidungsträgern/-innen aus der Landespolitik aus: So waren zum Beispiel alle Fraktionen des Bayerischen Landtags auf der Veranstaltung vertreten.

Neben Margit Widenmayer, der dritten Bürgermeisterin der Stadt Wunsiedel, Frau Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast, Mitglied im Beirat des BfDT, und Herrn Dr. Gregor Rosenthal, Leiter der Geschäftsstelle des BfDT, wurde die Veranstaltung vom Vizepräsidenten des bayerischen Landtags, Peter Meyer eröffnet. In seiner Begrüßung betonte er die Wichtigkeit der Zivilgesellschaft und eine gute Zusammenarbeit zwischen dieser und der Politik. Seiner Wertschätzung der Thematik verlieh er durch seine aktive Teilnahme an der Veranstaltung bis zum Abend Nachdruck.

Das von der Festspielstadt Wunsiedel, dem bundesweiten Bündnis für Demokratie und Toleranz und dem Bayerischen Bündnis für Toleranz organisierte 6. Wunsiedler Forum hatte es sich zum Ziel gemacht, aktuelle Themen zu diskutieren und gemeinsam Handlungsempfehlungen für die bayerische Landespolitik zu formulieren. Durch Impulsreferate, welche die Arbeit gegen Rechtsextremismus in Bayern einerseits und Handlungskonzepte in anderen Bundesländern andererseits darstellten, erhielten die Teilnehmer/-innen zunächst einen guten Überblick über die Thematik.

Anschließend hatten sie die Gelegenheit, sich in acht World Cafés mit Expertinnen und Experten aus der praktischen Arbeit gegen Rechtsextremismus zu Themen wie "Öffentlichkeit herstellen", "Lokale und regionale Bündnisse gründen und koordinieren", "Aussteiger motivieren und beraten" und "Die Bilanz staatlicher Akteure im Handlungskonzept der bayerischen Staatsregierung" auszutauschen. An allen Tischen fanden sehr lebhafte Diskussionen statt, welche ihren Schwerpunkt häufig auf Fragen nach Schnittstellen und Vernetzung zwischen Zivilgesellschaft und Politik legten und allen Beteiligten konkrete Anregungen, auch für die Weiterentwicklung des "Bayerischen Handlungskonzepts" gegen Rechtsextremismus, mit auf den Weg gaben. Die Ergebnisse der Diskussionen und World Cafés werden in den nächsten Wochen von Dr. Britta Schellenberg, Dozentin der LMU München, dokumentiert.

Die Filmvorführung von "Der Blinde Fleck", mit anschließendem Gespräch mit Regisseur Daniel Harrich und dem Protagonisten Ulrich Chaussy, schloss das diesjährige Wunsiedler Forum. Kinostart ist am 16. Januar 2014.

Viele weitere Informationen ĂĽber Wunsiedel und die Auseinandersetzungen mit Rechtsextremismus in der Stadt finden Sie in unserem Interner LinkSammelband.