17.10.2013

Vorbereitungstagung fĂŒr die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2014

Ein RĂŒckblick

"Anerkennen statt Ausgrenzen" lautet das Motto der Internationalen Wochen gegen Rassismus, welche vom 10. bis 23. MĂ€rz 2014 stattfinden wird. Zur Vorbereitung der Wochen versammelten sich am 26. September 2013 rund 90 Teilnehmende im Haus am Dom in Frankfurt.

Positive Entwicklung

Eingeleitet wurde die Veranstaltung durch eine BegrĂŒĂŸung von Herrn Dr. JĂŒrgen Micksch, dem Vorsitzenden des Interkulturellen Rates. Durch einen RĂŒckblick machte dieser deutlich, wie sich die Internationalen Wochen gegen Rassismus ĂŒber die Jahre vergrĂ¶ĂŸert haben. Mit 1.380 Veranstaltungen an ĂŒber 300 Orten war die Beteiligung im Jahr 2013 so groß wie noch nie. Mit besonderer Freude begrĂŒĂŸte Herr Dr. Micksch Herrn Dr. Theo Zwanziger, der die Internationalen Wochen gegen Rassismus als Botschafter unterstĂŒtzt. Im Anschluss an die BegrĂŒĂŸung folgte ein Grußwort von Frau Christine LĂŒders, der Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, in welchem sie die Wichtigkeit von gesellschaftlicher Teilhabe in den Fokus stellte. Dabei kritisierte sie vor allem, dass Diskriminierung und Rassismus einen zu geringen Stellenwert in der Politik einnehmen. Einen Mangel der Thematisierung im zurĂŒckliegenden Wahlkampf, wie auch den Umgang von Regierungsorganisationen mit der NSU-Thematik, kritisierte sie dabei besonders und verwies auf das von der Antidiskriminierungsstelle 2014 geplante Themenjahr gegen rassistische Diskriminierung.

Best Practice

Frau Britta Graupner gab daran anschließend einen Überblick ĂŒber die fĂŒr 2014 geplanten Neuerungen und organisatorischen Details. Dabei verwies sie zum einen auf das geplante Materialheft und die dafĂŒr vorgesehenen Best-Practice-Beispiele des BfDT. Außerdem stellte sie die neuen Materialien vor: Neben einem barrierefreien Flyer in einfacher Sprache, soll es 2014 auch erstmals einen Flyer in Blindenschrift geben. Die bundesweite Auftaktveranstaltung soll am 11. MĂ€rz 2014 in Hannover stattfinden. Weiter verwies Frau Graupner auf das im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus stattfindende Sonderprojekt mit dem Titel "Muslime laden ein", welches einen Dialog ermöglichen und zum Abbau von Vorurteilen beitragen soll.

#SchauHin

Inhaltlich fĂŒhrte im Anschluss Hadija Haruna von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. in das Thema Rassismus ein, indem sie einen sehr persönlichen Einblick in den Alltag des Rassismus in Deutschland gab. Neben ihren eigenen Erfahrungen trug sie außerdem einzelne BeitrĂ€ge des #SchauHin von Twitter vor und zeigte damit, wie tief Rassismus in unserer Gesellschaft verankert ist. Teile ihres Vortrags werden im Materialheft der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2014 veröffentlicht.

CafégesprÀche

Inhaltliche Diskussionen zum Thema Rassismus und Vorurteile im Alltag, wie auch Fragen zu erfolgreicher Veranstaltungsfinanzierung und Öffentlichkeitsarbeit, fanden ihren Raum bei den CafĂ©gesprĂ€chen am Nachmittag. An acht Tischen hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich vertiefend mit Themen wie "Begegnungen organisieren – Vorurteile ĂŒberwinden", oder "Politische teilhabe ermöglichen" zu befassen und ihre Fragen an Experten zu richten.

Nach einer kurzen Abschlussrunde der CafĂ©gesprĂ€che schloss Herr Dr. Gregor Rosenthal die Tagung durch sein Schlusswort, in welchem er seine optimistischen Erwartungen fĂŒr die Zusammenarbeit zwischen dem BĂŒndnis fĂŒr Demokratie und Toleranz und dem Interkulturellem Rat in Deutschland e.V. Ă€ußerte und die positive Einstellung des BfDT zu einer weiteren Kooperation betonte.

Download-IconZum Bericht des Interkulturellen Rates in Deutschland e.V. zur Vorbereitungstagung