SeniorInnen gegen "rechts"?

Wenn es um antidemokratische und rechtsextreme Einstellungen in Deutschland geht, wird häufig vorschnell auf die Jugend verwiesen. Zwar ist es richtig, dass in Punkto "rechtes Verhalten" vor allem bei den Gewalttaten, Jugendliche die Statistik anführen. Wenn man allerdings einschlägige Studien zu "rechtsextremen Einstellungen" in Deutschland betrachtet, so sind es tatsächlich Menschen aller Altersgruppen die antidemokratisch denken und rechtsextremen Aussagen zustimmen. Ältere Menschen sind hier einbezogen. Teilbereiche rechtsextremer Einstellungen wie etwa die Fremdenfeindlichkeit sind sogar gerade unter Seniorinnen und Senioren besonders deutlich vertreten.

Allerdings konzentrieren sich die politische Bildungsarbeit und Programme gegen Rechtsextremismus fast ausschließlich auf junge Menschen. Begreift man jedoch nicht nur "rechtsextremes Verhalten", sondern auch "rechtes Denken" als Gefahr für die Gesellschaft, sollte man die politischen Einstellungen aller Bevölkerungsteile und insbesondere der älteren Menschen in die Arbeit gegen Rechtsextremismus einbeziehen.

Seniorinnen und Senioren werden in den nächsten Jahren durch den demografischen Wandel einen immer größeren und einflussreicheren Teil der Gesellschaft repräsentieren. Es wird daher im Rahmen der Konferenz "SeniorInnen gegen "rechts"?" diskutiert, wie Politik und Gesellschaft gerade die älteren Menschen mit all ihren Erfahrungen und ihrem Wissen in der Akzeptanz demokratischer Werte stärken und für die Arbeit gegen Rechtsextremismus mobilisieren können.

Das komplette Programm wird in Kürze unter unserer Homepage www.fes-gegen-rechtsextremismus.de einsehbar sein.




Datum:01.07.2011, 10:00 bis 01.07.2011, 16:30
Veranstaltungsort:Friedrich-Ebert-Stiftung

Hiroshimastraße 17
10785 Berlin
Veranstalter:Friedrich-Ebert-Stiftung
Kontaktdaten:Constanze.Yakar@fes.de
Internet:http://www.fes.de/