28.11.2013

Erklärung des „Forums gegen Rassismus“ zum Internationalen Tag der Vereinten Nationen zur Beseitigung der Rassendiskriminierung am 21. März 2009

BfDT Mitglied im "Forum gegen Rassismus"

Die Vereinten Nationen und ihre Mitgliedstaaten begehen am 21. März den Internationalen Tag gegen Rassismus. Weltweit gedenken Menschen an diesem Tag des 21. März 1960, an dem das damalige südafrikanische Apartheidregime neunundsechzig Menschen erschoss, die friedlich für gleiche Rechte demonstrierten.

Auch fast 50 Jahren nach den blutigen Ereignissen von Sharpeville stellt die Ăśberwindung von Rassismus nicht nur global, sondern auch in unserer eigenen Gesellschaft eine groĂźe Herausforderung dar. Denn: Rassistisch motivierte Straf- und Gewalttaten, Ăśbergriffe und Anfeindungen, Diskriminierungen und Benachteiligengen gibt es auch in Deutschland. Die Zahl der statistisch erfassten strafrechtlich relevanten Vorkommnisse hat sich in den letzten Jahren auf hohem Niveau eingependelt.

Rassistisch motivierte Ressentiments und Stereotype finden sich auch außerhalb des rechtsextremistischen Lagers. Ihnen muss auch dort entschieden begegnet werden, denn wir haben zu verhindern, dass sie ein Bestandteil des gesellschaftlichen „Mainstreams“ werden.
Das Forum gegen Rassismus ist ĂĽberzeugt:
  • Rassisten negieren alle Grundwerte, denen das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verpflichtet ist;
  • Rassisten stehen im offenen Widerspruch zur freiheitlich, demokratisch und sozial verfassten Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik;
  • Rassismus in allen seinen Erscheinungsformen entgegenzutreten, zu bekämpfen und zu ächten ist eine grundlegende gemeinsame Verpflichtung von Staat und Zivilgesellschaft.


Deshalb unterstützen wir die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ vom 16. bis 29. März 2009. Wir rufen staatliche und zivilgesellschaftliche Einrichtungen dazu auf, sich mit Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit an den Aktionswochen zu beteiligen und damit einen sichtbaren Beitrag zur dauerhaften Überwindung von Rassismus und rassistischer Diskriminierung zu leisten.

Das "Forum gegen Rassismus" ist 1998 aus dem "Europäischen Jahr gegen Rassismus" hervorgegangen. Es hat sich als Ort auch der kontroversen Diskussion zwischen staatlichen Stellen und Nichtregierungsorganisationen zu allen die Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus betreffenden Fragen etabliert. Ihm gehören zur Zeit 80 Mitglieder an, darunter rund 60 bundesweit bzw. überregional tätige Nichtregierungsorganisationen.


Download-IconPressemitteilung des FgR