08.07.2008

In der Arbeitswelt gegen Rassismus und Diskriminierung aktiv werden!

Wettbewerb „Die gelbe Hand“

Foto: Internetseite "Gelbe Hand"Foto: Wettbewerb "Gelbe Hand"
Bereits zum vierten Mal schreibt der Verein „Mach meinen Kumpel nicht an!" e.V. den Wettbewerb „Die gelbe Hand" aus. Er richtet sich an Berufsschulen, (Ausbildungs-) betriebe und Verwaltungen und ruft dazu auf, Beiträge gegen Rechtsextremismus und Rassismus zu entwickeln. Der Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 31. Oktober 2008. Die besten Projekte werden bei der Preisverleihung am 4. Dezember 2008 in Hannover mit Geld- und Sachpreisen ausgezeichnet. Für Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen werden zusätzliche Sonderpreise für die besten Landesprojekte vergeben.

Für den diesjährigen Wettbewerb konnte der Verein Uwe Schünemann, den niedersächsischen Minister für Inneres, Sport und Integration für die Übernahme der Schirmherrschaft gewinnen. Die Idee des Wettbewerbs, Jugendlichen auch in ihrer Ausbildung und ihrem Arbeitsalltag die Möglichkeit zu bieten, sich gegen Rassismus und Diskriminierung und für Gleichstellung zu engagieren, hat den Minister überzeugt: „Das Eintreten für diese Werte - insbesondere für Demokratie und Toleranz - ist für unser Gemeinwesen von herausragender Bedeutung. Daher habe ich sehr gerne die Schirmherrschaft für den Wettbewerb „Die Gelbe Hand" übernommen." schreibt Minister Schünemann in seinem Grußwort und fordert die Jugendlichen zum Handeln auf: „Macht mit und setzt ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung."

Das besondere am Wettbewerb „Die gelbe Hand" ist der gewählte Zugang über Arbeit, Ausbildung und Betrieb: „Nicht immer ist die Arbeitswelt als Aktionsbereich gegen Rassismus und Ausgrenzung ausreichend im Fokus. Dabei gibt es viele sehr gute Projekte, die sich auf betrieblicher Ebene für Gleichberechtigung und gegen Rechts engagieren. Mit unserem Wettbewerb „Die gelbe Hand" leisten wir Unterstützung für diese wichtige Arbeit und prämieren die besten Initiativen in der Arbeitswelt" erläutert Giovanni Pollice, Vorsitzender des Vereins, das Konzept des Wettbewerbs.

Die Erfahrungen der letzten Wettbewerbsjahre geben ihm recht! Den Verein erreichten viele engagierte Beiträge, die dokumentieren, dass Auszubildende sich mit viel Kreativität und Eigeninitiative gegen Rassismus einsetzen. Der Darstellungsform sind keine Grenzen gesetzt und sie ist frei wählbar. Beiträge können Aufkleber, Buttons, Plakate, Songs, Filme, Broschüren, Internetseiten, Kampagnen und vieles mehr sein.

Im letzten Jahr gewannen Auszubildende der Jugendwerkstadt Gifhorn mit einem Kurzfilm ĂĽber Zivilcourage den ersten Preis von 1000,- EURO.

Auf unserer Homepage Interner Linkwww.gelbehand.de/wettbewerb sind die prämierten Beiträge der letzten Jahre dokumentiert und laden dazu ein, selbst aktiv zu werden. Alle, die sich am Wettbewerb beteiligen möchten und noch kein konkretes Projektvorhaben entwickelt haben, können hier auf Ideensammlung und Inspirationssuche gehen.

„Mach meinen Kumpel nicht an!" e.V. engagiert sich schon seit über zwanzig Jahren gegen Rassismus und tritt für die gleichen Rechte für alle ein. Die Ursprünge des Vereins liegen in der Aktion „SOS racisme", die in den 1980er-Jahren in Frankreich entstand. Unter dem Logo der Gelben Hand wurde 1986 von der Redaktion des Gewerkschaftsmagazins „ran" und der Gewerkschaftsjugend schließlich „Mach meinen Kumpel nicht an!" e.V. gegründet. Die Gelbe Hand wurde im Laufe der Jahre immer mehr zum übergreifenden Symbol gegen Fremdenfeindlichkeit. Damit kann jede und jeder in der Öffentlichkeit zeigen: „Ich bin gegen Rassismus!"


Kontakt


Heike Mauer

„Mach meinen Kumpel nicht an!" e.V.

Hans-Böckler-Str. 39

40476 DĂĽsseldorf

Telefon: 0211 - 4301 193

Email: info@gelbehand.de



Mach meinen Kumpel nicht an! e.V.
Interner LinkInternetseite des Wettbewerbs "Gelbe Hand"