Initiative Opferdenkmal Oberursel

Initiative fĂĽr die Errichtung eines Denkmals zur Erinnerung an die Oberurseler Opfer des Nationalsozialismus

Die Initiative Opferdenkmal Oberursel ist hervorgegangen aus der AG „Nie wieder 1933". Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, die Erinnerung an die Schrecken der NS-Zeit wach zu halten, um aus der Geschichte für die Gegenwart und Zukunft zu lernen.

Die GrĂĽndung als Verein erfolgte 2008, um das wesentliche Projekt der Arbeitsgemeinschaft,
die Errichtung eines Denkmals für die Oberurseler Opfer des Nationalsozialismus, umzusetzen. Bezieht man die Arbeit in der AG „Nie wieder 1933“ mit ein, so sind die Mitglieder der Initiative seit nun-mehr 35 Jahren ehrenamtlich tätig.

Das Denkmal für die Oberurseler Opfer des Nationalsozialismus erinnert namentlich an alle Menschen aus Oberursel, die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet wurden. Bei den Opfern handelt es sich um Menschen, die aus rassischen Gründen verfolgt wurden, um Opfer der Euthanasie oder Menschen, die als politische Gegner umgebracht wurden. Mit dem Denkmal holen wir die ehemaligen Mitbürger wieder nach Oberursel zurück – zumindest als Name auf einer Glasplatte, die zum Denkmal dazugehört.

Um das Anliegen der Initiative in die Öffentlichkeit zu tragen und um Spenden für das Denkmal einzuwerben, wurden unterschiedlichste Aktionsformen gewählt. Szenische Lesungen, Informationsveranstaltungen, Zeitzeugengespräche, Konzerte, Ausstellungen usw. bestimmen das Programm und stellten sicher, dass möglichst viele Personen erreicht wurden. Die Erforschung und Information über das Schicksal der einzelnen Opfer bildet hierbei einen Schwerpunkt der Arbeit.

Im Zeitraum von fast 10 Jahren konnten die erforderlichen Spendengelder eingeworben und das Denkmal schrittweise errichtet werden. Im Jahre 2016 wurde das Denkmal eingeweiht und der Stadt in einer Feierstunde ĂĽbergeben.

Seitdem organisiert die Initiative regelmäßig Gedenkveranstaltungen rund um das Denkmal, vor allem zum Auschwitz-Gedenktag am 27. Januar, zum Tag der Befreiung am 8. Mai und zum Gedenken an den Novemberpogrom am 9. November. Hierbei arbeitet die Initiative eng zusammen mit der Stadt Oberursel und weiteren Organisationen.


Projekt:Initiative Opferdenkmal
Themen:Demokratie, Integration, Extremismus, Antisemitismus
Adresse:Postfach 1140
61401 Oberursel
Ansprechpartner/-in:Annette Andernacht
E-Mail:annette.andernacht@opferdenkmal-oberursel.org
Telefon:06171-926578
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