27.03.2008

Erklärung des „Forums gegen Rassismus“ zum Internationalen Tag der Vereinten Nationen zur Beseitigung der Rassendiskriminierung am 21. März 2008

Am 21. März begehen die Vereinten Nationen auch in diesem Jahr wieder den Tag zur Beseitigung des Rassismus. Damit gedenken Menschen seit 1966 weltweit des 21. März 1960, an dem das damalige südafrikanische Apartheidregime Menschen erschoss, die friedlich für gleiche Rechte und ein Ende des Rassismus demonstrierten.

Auch die diesjährige Internationale Woche gegen Rassismus soll dazu beitragen, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu bekämpfen sowie Toleranz und das friedliche Miteinander unterschiedlicher Kulturen zu fördern. Eine demokratische Streitkultur lebt von der Anerkennung des Anderen. Nur auf diesem Fundament kann eine gemeinsame friedvolle Zukunft von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Ethnie und Hautfarbe gestaltet werden.

Rassismus ist eine Erscheinung, die sich nicht nur in Form offener Gewalt offenbart, sondern oftmals in subtilen Formen alltäglicher Diskriminierung zu Tage tritt. Dazu gehört die bewusste Ungleichbehandlung anders Aussehender ebenso wie die unreflektierte öffentliche Reproduktion von Vorurteilen. Die Verfestigung fremdenfeindlicher Stereotype in der Mitte der Gesellschaft ist eine Gefahr für unsere Demokratie und für unsere Zukunft.

Weltoffenheit, Toleranz und Zivilcourage tragen dazu bei, dieser Bedrohung für das friedliche Miteinander zu begegnen. Der 21. März soll uns alle an die Bedeutung dieser demokratischen Tugenden erinnern. Die diesjährige Internationale Woche gegen Rassismus gibt allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich aktiv an den vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen zu beteiligen. Wir alle können damit ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus setzen.

Das "Forum gegen Rassismus" ist 1998 aus dem "Europäischen Jahr gegen Rassismus" hervorgegangen. Es hat sich als Ort auch der kontroversen Diskussion zwischen staatlichen Stellen und Nichtregierungsorganisationen zu allen die Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus betreffenden Fragen etabliert. Ihm gehören zur Zeit 80 Mitglieder an, darunter rund 60 bundesweit bzw. überregional tätige Nichtregierungsorganisationen.



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