Deutsches Rotes Kreuz

Im Zeichen der Menschlichkeit setzt wir uns fĂĽr das Leben, die Gesundheit, das Wohlergehen, den Schutz, das friedliche Zusammenleben und die WĂĽrde aller Menschen ein.

Als Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege arbeitet das Deutsche Rote Kreuz (DRK) seit vielen Jahren gemäß seinem Grundsatz der Menschlichkeit. Die Aktivitäten des DRK umfassen die Zusammenarbeit mit Geflüchteten und Eingewanderten sowie Partizipationsprojekte mit migrantischen Jugendlichen und solchen mit familiären Migrationsbiografien. Das DRK engagiert sich bundesverbandlich, nämlich in seinen 19 Landes- und über 500 Kreisverbänden, im Kampf gegen Rassismus und Rechtsextremismus.

Dabei spielt die Auseinandersetzung mit den Ursachen von Rassismus, Rechtsextremismus und Diskriminierung ebenso eine Rolle wie eine fundierte Bildungsarbeit oder konkrete Projekte, die gemeinsames und multiperspektivisches Lernen sowie zivilgesellschaftliches Engagement fördern. Das DRK ist auch in Stadtteilen engagiert, in denen sich das Zusammenleben der dort wohnenden Menschen herausfordernd gestaltet. So zielen Partizipationsprojekte in rund 25 Städten und Gemeinden darauf ab, das Miteinander vor Ort zu stärken und die Bedarfe aller Beteiligten einzubeziehen. In diesen Projekten werden im Schwerpunkt Maßnahmen gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Diskriminierung realisiert, Materialien für eine zunehmend diversitätsorientierte Bildung entwickelt, mit Kindergärten und Schulen zusammengearbeitet oder soziale Lernorte mit Begegnungsräumen für die vielfältigen Lebenswirklichkeiten der betroffenen Personen geschaffen. Auf diese Weise können Vorurteile abgebaut und Zivilcourage gestärkt werden.

Im Rahmen seiner Bildungsarbeit hat das DRK Arbeitshilfen gegen rassistisch motivierte Gewalt entwickelt, die der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Ebenso werden Schulungen für Personen mit multiplikatorischer Funktion durchgeführt, um Handlungsstrategien zu erarbeiten und für eine diversitätsorientierte und diskriminierungskritische Öffnung von Organisationen zu sensibilisieren sowie gegen Rassismus sowie Rechtsextremismus vorzugehen. Ein wesentlicher Handlungsansatz gegen alltäglichen Rassismus ist eine wertschätzende Freizeit- sowie Kulturarbeit, bei der Personen mit und ohne Diskriminierungs- und Rassismuserfahrung zusammenkommen. In diesem Zusammenhang können insbesondere diversitätsorientierte Sport-Events zu positiven Erlebnisräumen werden. Sie ermöglichen Begegnungen, die unter Anerkennung der unterschiedlichen Diskriminierungserfahrungen und Identitätsbezüge alltäglichen Ressentiments entgegenwirken können. Diversitätsorientierte Kulturarbeit ist ein wichtiger Ansatz des DRK gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Diskriminierung und soll fortlaufend durch selbstkritische Weiterbildungs- bzw. Entwicklungsprozesse innerhalb des Verbandes gewährleistet werden. Die Arbeit folgt den Grundsätzen einer pluralen Gesellschaft und versucht, die überkommene Aufteilung in ,Wir’ und ,Andere’ zu überwinden. So konnte z.B. mit Theaterstücken, die von Jugendlichen mit und ohne Rassismuserfahrung entwickelt wurden, eine breite Öffentlichkeit für das Thema Rassismus sensibilisiert werden. Das DRK ist auf Bundesebene, z.B. im Forum gegen Rassismus, sowie in den Ländern, Kommunen oder Landkreisen in vielen Gremien und runden Tischen vertreten, um rassistischer Diskriminierung gemeinsam mit anderen Engagierten entgegenzutreten. Im Juli 2007 hat das DRK mit anderen Verbänden zusammen die „Gemeinsame Erklärung gegen Rechtsextremismus" unterzeichnet. Zudem hat sich das DRK gemeinsam mit den in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege zusammengeschlossenen Verbänden im Rahmen des Nationalen Integrationsplans dazu verpflichtet, zu einer breiten Sensibilisierung für Geflüchtete, Eingewanderte und Menschen mit Migrationsbiografien beizutragen.

Um den Prozess der diversitätsorientierten Öffnung im DRK weiter voranzutreiben, hat das DRK-Generalsekretariat im Frühjahr 2008 zudem eine Broschüre herausgegeben, die damals „Das Deutsche Rote Kreuz – nicht nur für Deutsche: Rahmenkonzeption Interkulturelle Öffnung im DRK" hieß. Die haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden im DRK motivieren in ihren Aufgabenfeldern zu demokratischem Handeln, Zivilcourage und Engagement sowie gesellschaftlicher Verantwortung. Darüber hinaus werden in vielen Kreis- und Landesverbänden im alltäglichen Handeln Begegnungsmöglichkeiten geschaffen, die ein respektvolles Miteinander fördern.


Projekt:Deutsches Rotes Kreuz e.V. – Generalsekretariat
Themen:Demokratie, Toleranz, Integration, Gewaltprävention, Extremismus
Adresse:Carstenstr. 58
12205 Berlin
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Telefon:030 / 85 404 – 0
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