Mescheder Bündnis für Demokratie und Solidarität

Mescheder Bündnis für Demokratie und Solidarität

Was ist das Bündnis für Demokratie und Solidarität in Meschede?

Anfang Januar 2022 entstand die Idee, der Passivität und dem „eigentlich müsste man“ etwas entgegenzusetzen. Damals ging es darum, dass auch in Meschede Menschen gegen die staatlich angeordneten Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie ohne ordentliche Anmeldung durch die Stadt zogen. Das missfiel vielen, so auch uns. Wir beschlossen daher, eine Veranstaltung auf dem Kaiser-Otto-Platz in Meschede ordentlich anzumelden, die sich u. a. gegen das Leugnen der Pandemie stellte. Viele Behauptungen der sog. „Spaziergänger" konnten wir nicht nachvollziehen.

Wissenschaft war plötzlich Meinung. Unterschiedliche Studienlagen wurden zum Anlass genommen, die Gesamtheit der Erkenntnisse anzuzweifeln. In der Öffentlichkeit wurden die abenteuerlichsten Dinge behauptet und Berichte in den öffentlich-rechtlichen Medien als „Fake-News" denunziert.
Höhepunkt seitens der „Spaziergänger“ in Meschede war, dass Dietrich Bonhoeffer – ein von den Nazis im KZ Flossenbürg 1945 ermordeter evangelischer Theologe und Widerstandskämpfer – für eine perfide eigene Propaganda herhalten musste. Sogar Sophie Scholl und das Symbol der „Weißen Rose“ wurden gekapert, um zu zeigen, dass man auch heutzutage und hier in der Bundesrepublik im Widerstand sei.

Das war auch für das Bündnis ein Signal, Verbündete in der Zivilgesellschaft zu suchen, die die Ziele „Erhalt der Demokratie" und „Zeigen von Solidarität“ unterstützten. Mittlerweile sind 18 unterschiedliche Institutionen und knapp 170 Einzelpersonen bereit, mit ihrem Namen für diese Ziele einzustehen.

Eine Zäsur war der brutale Angriffskrieg der russischen Armee gegen die Ukraine. Abscheuliche Verbrechen wurden geleugnet und die Opfer verunglimpft. Protagonistinnen und Protagonisten der „Querdenker" und „Spaziergänger" zeigten ihre Sympathie für diese Gräuel.

Umso wichtiger war es für die Verantwortlichen des Bündnisses, klare Worte für den Erhalt der Demokratie zu finden und Solidarität mit den Menschen aus der Ukraine zu zeigen.
Das Bündnis setzt ein klares Zeichen gegen „Fake-News" und Verschwörungsideologien. Es tritt ein für demokratisch-legitimierte Prozesse und für Solidarität. Es wirbt für aktives Engagement in der Stadt, gegen Gleichgültigkeit und Fatalismus. Vor allem wirbt es für Wachsamkeit gegenüber Demokratiegegnerinnen und -gegnern, die es auch hier gibt. Wir leben nicht in einer Diktatur, auch wenn einige das glauben oder glauben machen wollen.

Die Gegnerinnen und Gegner der Demokratie sollten keine Chance haben, denn sie zerstören das Gemeinwesen. Dennoch: Mit jenen reden oder den Austausch wagen, die noch für Argumente zugänglich sind, das könnte eine Hoffnung für die Zukunft sein. Argumente und Gegenargumente müssen wieder wahrgenommen und friedlich ausgetauscht werden können.
Darin besteht die Zuversicht, die Hoffnung auf die Zukunft. Dazu braucht es Mut, den die Beteiligten aufbringen müssen. Wie und ob dann das Bündnis sich in Zukunft einbringen kann, wird sich zeigen.

Sie, die Sie das hier lesen, sind eingeladen, sich einzubringen. Sie können uns über Interner Linkwww.meschederbuendnis.de kontaktieren und sich mit Themen oder Aktionen per Mail an meschederbuendnis@web.de wenden.


Projekt:Mescheder Bündnis für Demokratie und Solidarität
Themen:Demokratie, Toleranz, Extremismus
Adresse:Rehweg 45
59872 Meschede
Ansprechpartner/-in:Elmar Schulte
E-Mail:meschederbuendnis@web.de
Internet:www.meschederbuendnis.de
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