28.05.2014

Festakt zur Feier des Tages des Grundgesetzes

Der 23. Mai – ein Tag im Zeichen der Demokratie

Die "Botschafter für Demokratie und Toleranz" und Laudatoren beim Festakt zur Feier des Tages des Grundgesetzes
Lena Schnack, Vorstand des Peernetzwerkes "JETZT" des BfDT, und Frederic Krissler, Gruppenleiter THW – Jugend, diskutieren mit Christian Lange, Parl. Staatssekretär beim Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz und Dr. Gregor Rosenthal, Leiter der BfDT-Geschäftstelle sowie Moderatorin Shelly KupferbergLena Schnack, Vorstand des Peernetzwerkes "JETZT" des BfDT, und Frederic Krissler, Gruppenleiter THW – Jugend, diskutieren mit Christian Lange, Parl. Staatssekretär beim Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz und Dr. Gregor Rosenthal, Leiter der BfDT-Geschäftstelle sowie Moderatorin Shelly Kupferberg
Yasmin Kassar und Malte Holler von KIgA e.V. mit Christian Lange, BfDT-Beiratsmitglied
"Storch Heinar" mit Julian Barlen und BfDT-Beiratmitglied Christian Lange (Foto: BfDT)"Storch Heinar" mit Julian Barlen und BfDT-Beiratmitglied Christian Lange
Andrea Röpke mit BfDT-Beiratsmitglied und MdB Monika Lazar (Foto: BfDT)(Foto: BfDT)Andrea Röpke mit BfDT-Beiratsmitglied und MdB Monika Lazar
Gudrun Schuster und Ute Röhrdanz vom Bürgerbündnis „Nienhagen-Rehtsrockfrei“ mit Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast sowie Moderatorin Shelly Kupferberg (Foto: BfDT)Gudrun Schuster und Ute Röhrdanz vom Bürgerbündnis „Nienhagen-Rehtsrockfrei“ mit Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast sowie Moderatorin Shelly Kupferberg
Jana Müller vom alternativen Jugendzentrum e.V. Dessau mit der Zeitzeugin Doris Grozdanovicova und BfDT-Beiratsmitglied Prof. em. Dr. Wolfgang Benz sowie Moderatorin Shelly Kupferberg (Foto: BfDT)Jana Müller vom alternativen Jugendzentrum e.V. Dessau mit der Zeitzeugin Doris Grozdanovicova und BfDT-Beiratsmitglied Prof. Wolgang Benz sowie Moderatorin Shelly Kupferberg
"Demokratie" und "Toleranz" – mit diesen riesigen Lettern auf der Bühne lud das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt am Freitag, den 23. Mai, zum Festakt zur Feier des Tages des Grundgesetzes in das Haus der Berliner Festspiele ein. Gründe für den Festakt gab es viele: an diesem Tag wurde 1949 das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und im Jahr 2000 das BfDT ins Leben gerufen. Aus diesem Anlass zeichnet das BfDT seit 13 Jahren jährlich am 23. Mai Einzelpersonen und Initiativen für ihr vorbildliches Engagement als "Botschafter für Demokratie und Toleranz" aus.

Als Gäste waren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft und die 420 Jugendlichen des Jugendkongresses geladen. Die Band Jamaram brachte die mehr als 700 Gäste mit ihrem Lied "Rock Steady" gleich zu Beginn des Festaktes in Feierstimmung. Shelly Kupferberg, Journalistin des Kulturradio des rbb, begrüßte als Moderatorin die Gäste mit den Worten, der Festakt sei "Dank und Ermutigung für das Engagement". Im Anschluss hielt Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, ein Grußwort. Er zeigte auf, wie wichtig Beteiligung sowie Vernetzung ist und richtete sich auch direkt an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Jugendkongresses. Er sei überzeugt, dass sie anders nach Hause fahren werden, als sie nach Berlin gereist seien.

Um allen Gästen einen Einblick in den Jugendkongress zu geben, wurde der eigens vom Medienprojekt Wuppertal gedrehte Film mit Aufnahmen aus verschiedenen Workshops und Interviews mit den Teilnehmenden gezeigt. Getreu dem Motto "Europäisch. Demokratisch. Aktiv." bot der Kongress, so Kupferberg, einen „Blick über den deutschen Tellerrand hinaus“.

Zwei Teilnehmende des Jugendkongresses diskutierten anschließend in einer Gesprächsrunde mit Christian Lange, Parl. Staatssekretär beim Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz und BfDT-Beiratsmitglied sowie Dr. Gregor Rosenthal, Leiter der Geschäftsstelle des BfDT, über Engagement in Deutschland und Europa. Lena Schnack, Mitglied im Vorstand des Peernetzwerkes "JETZT" des BfDT, und Frederic Krissler, Gruppenleiter in der THW – Jugend berichteten dabei begeistert von ihren Erfahrungen auf dem Jugendkongress und ihrem ehrenamtlichen Engagement. Staatssekretär Christian Lange nannte den "Geburtstag" des Grundgesetzes ein Fundament für Demokratie und Freiheit und dankte den Jugendlichen im Namen der Bundesregierung für ihr ehrenamtliches Engagement. Er betonte, wie wichtig es sei, an der Wahl des Europäischen Parlaments teilzunehmen. Hierbei rief er alle auf, mit ihrer Stimme ein Zeichen gegen Rechtspopulismus zu setzen.

Dr. Gregor Rosenthal nutzte die Gelegenheit, um auf Kernthemen und Funktion des BfDT hinzuweisen. Aktuelle Themen seien Rechtsextremismus, Antiziganismus und Integrationsprojekte. Das BfDT sei sowohl Ansprechpartner als auch inhaltlicher Berater. Mit den Worten von Christian Lange "Das ist gelebte Demokratie" und der Forderung von Herrn Rosenthal an die Politik, „zivilgesellschaftliches Engagement zu fördern“, endete die Gesprächsrunde.

Mit dem folgendem Programmpunkt, der Verleihung des Preises "Botschafter für Demokratie und Toleranz 2014", erreichte der Festakt seinen Höhepunkt. Die "Botschafterinnen und Botschafter für Demokratie und Toleranz" wurden aus über 150 Einsendungen vom Beirat des BfDT ausgewählt und geehrt:

KIgA – Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e.V. für neue und innovative Ansätze in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit in der Migrationsgesellschaft in Berlin- Kreuzberg, vertreten durch Malte Holler und Yasmin Kassar

Storch Heinar für satirisches Engagement gegen Rechtsextremismus, kulturelle und gesellschaftspolitische Bildung, lokale Vernetzung und langfristig angelegte Mitmachangebote, vertreten durch Julian Barlen

Andrea Röpke, Journalistin und Politologin, für journalistische Aufklärungsarbeit und Engagement gegen Rechtsextremismus

Bürgerprojekt Nienhagen Rechtsrockfrei für den gemeinsamen Einsatz gegen rechtsextremistische Musikveranstaltungen in Nienhagen, vertreten durch Ute Röhrdanz und Gudrun Schuster

Jana Müller für Zeitzeugenarbeit, Gedenkstättenfahrten und ehrenamtliches Engagement gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Antiziganismus in Dessau, zusammen mit der Zeitzeugin Doris Grozdanovicova

Die Zeitzeugin Frau Doris Grozdanovicova beeindruckte die Gäste besonders. Eindrücklich schilderte sie ihre Erfahrungen im KZ Theresienstadt und machte deutlich, wie wichtig die Arbeit der Botschafterin Jana Müller ist, die die Berichte von Zeitzeugen in einem Archiv festhält. Auch die anderen Botschafter, deren ehrenamtliche Arbeit in kurzen Filmen und in einer Gesprächsrunde ausführlich vorgestellt wurde, zeigten was persönliches Engagement gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus bewirken kann. Die BfDT-Beiratsmitglieder parl. Staatssekretär Christian Lange, Monika Lazar MdB, Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast und Prof. em. Dr. Wolfgang Benz unterstrichen in ihren Laudationes die Wirkung von solch vorbildlichem Einsatz.

Nach der feierlichen Ehrung der Botschafterinnen und Botschafter folgte der musikalische Ausklang mit Jamaram. Der anschließende Empfang im Foyer des Hauses der Berliner Festspiele bot Gelegenheit für Gespräche zwischen den Botschafter/-innen, Teilnehmenden und Gästen aus Politik und Gesellschaft.

Damit war dieser wichtige Tag noch nicht vorbei. Für die Jugendlichen, Preisträgerinnen und Preisträger ging es weiter zur Abschlussparty in den Heimathafen Neukölln. Bis spät in die Nacht saßen alle bei guter Musik, kühlen Getränken und neuen Freunden zusammen und werden diesen 23. Mai hoffentlich noch lange in Erinnerung halten.


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