14.05.2009

Jugendkongress zum Grundgesetz vom 21. bis 25. Mai 2009 in Berlin

„Deutschland in bester Verfassung?!“

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Jedes Jahr veranstaltet das Bündnis für Demokratie und Toleranz (BfDT) einen bundesweiten Jugendkongress, auf dem Jugendliche zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen zusammen kommen und diskutieren können. Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums des Grundgesetzes steht er in diesem Jahr unter dem Motto „Deutschland in bester Verfassung?!". Etwa 450 Jugendliche aus ganz Deutschland können an vier Tagen viele Workshops, Diskussionen und Außenforen rund um das Thema Demokratie und Toleranz erleben.

Als Kongressteilnehmer hat das BfDT Jugendliche im Alter zwischen 16 und 20 Jahren eingeladen. Sie alle haben unterschiedliche gesellschaftliche und kulturelle Hintergründe. Auf dem Kongress werden sich Mitglieder in Jugendverbänden, Juden, Sinti und Roma, Polizeischüler, Muslime, junge Sportler und Künstler begegnen. Was sie verbindet, ist der Einsatz für eine friedliche und tolerante Gesellschaft. An den Kongresstagen können sie ihre Erfahrungen austauschen und sich intensiv mit den unterschiedlichen Feldern der Demokratie- und Toleranzförderung befassen. Die Themen in den Workshops sind jugendgerecht und aktuell. Sie sind darauf ausgelegt, dass sich die Jugendlichen aktiv mit ihrem Erfahrungshorizont einbringen können. Bei den Außenforen entdecken die Teilnehmer historische Berliner Plätze und können so Geschichte hautnah erleben. Verschiedene Ausflüge begleiten in andere Lebenswelten, wie die Führung von Einheimischen durch „ihren" Kiez Kreuzberg oder ins Centrum Judaicum, wo Schüler der Jüdischen Oberschule einen Einblick in ihren Alltag geben werden. Der Kongress ermöglicht es den Jugendlichen, die kulturelle Vielfalt ihres Landes und die Grundwerte der Verfassung als Basis einer funktionierenden Gesellschaft zu erleben.

Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zwei Workshops bzw. Außenforen pro Tag zu besuchen. Im Workshop „Warum anders anders ist: Kulturunterschiede verstehen" des AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. wird mit Vorurteilen aufgeräumt. Hier können die Jugendlichen in praktischen Übungen erleben, wie und warum Kulturen sich unterscheiden und viel Wissen über Kultur und kulturelle Differenz sammeln. Die Frage „Was ist eigentlich Antisemitismus?" beschäftigt die Teilnehmer am gleichnamigen Workshop. Er wird von Barbara Schäuble, Autorin der Studie „Weniger Holocaust, mehr Identität", und der Soziologin Tanja von Fransecky moderiert. Sie diskutieren mit den Jugendlichen über die verschiedenen Formen des Antisemitismus, seinen Ursprung und wie man ihm entgegen treten kann. Der Workshop „Mobbing" macht diese alltäglichste Form der Gewalt zum Thema. Der Peer Training Sachsen e.V. leitet die Jugendlichen an, sich in verschiedene Perspektiven hineinzuversetzen. Im Peer-Training nehmen die Jugendlichen verschiedene Rollen ein und spielen Situation des Mobbing mit ihrem gleichaltrigen Gegenüber nach. Bei den ganztägigen Workshops „SING OUT LOUD FOR YOUR RIGHTS - starke Stimmen gesucht" und dem „SPIESSER-Schreibworkshop" des SPIESSER Jugendmagazins schreiben und produzieren die jungen Erwachsenen ihre eigenen Songs und Reportagen über die Themen, die sie am meisten berühren, egal ob Rassismus, Gewalt, Integration oder Demokratie. Seit diesem Jahr können die Jugendlichen im neuen Online-Gästebuch während des Kongresses über ihre Erfahrungen und Eindrückeberichten und sieinteressierten Lesern mitteilen. Im Berlin Congress Center (bcc) werden außerdem viele Projekte und Initiativen auf einem Markt der Möglichkeiten ihre Arbeit vorstellen. Die Jugendlichen können sich dort über viele Themenfelder informieren und Anregungen holen.

Eine einmalige Gelegenheit bietet auch der Festakt zum Tag des Grundgesetzes. Bei diesem Ereignis nehmen die Jugendlichen gemeinsam mit vielen Vertretern aus Politik und Zivilgesellschaft teil. Die Bundesministerin der Justiz Brigitte Zypries und der Bundesminister des Innern Wolfgang Schäuble werden an diesem Tag Initiativen und engagierte Einzelpersonen mit dem Titel „Botschafter für Demokratie und Toleranz" auszeichnen. Es wird auch ein Gespräch zwischen den Bundesministern und den jugendlichen Teilnehmern geben.

Neben der inhaltlichen Arbeit können sich die Jugendlichen bei verschiedenen Freizeitaktivitäten, wie Theateraufführungen und den gemeinsamen Mahlzeiten besser kennen lernen und den konstruktiven Austausch üben. Das Ziel des Kongresses ist auch, wertvolle Kontakte für die Zukunft aufzubauen und den Jugendlichen für ihre Arbeit vor Ort neue Anregungen und Blickwinkel zu mitzugeben. Den Kongressteilnehmer so vermittelt werden, dass sich zivilgesellschaftliches Engagement auf viele Weisen bezahlt macht und Erfolg zeigt.

Weitere Informationen unter Interner Linkwww.jugendkongress-berlin.de!


Jugendkongress 2009
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