02.06.2009

Geschichtsforum 1989 | 2009: Europa zwischen Teilung und Aufbruch

Vom 28. bis 31. Mai 2009 in Berlin

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Das Geschichtsforum 1989/2009 ist ein Internationales Forum für Wissenschaft, Kultur, Politik, Medien und Öffentlichkeit. 20 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung und der Überwindung der Teilung Europas soll auf dem Festival eine lebendige und interdisziplinäre Auseinandersetzung mit den geschichtlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Voraussetzungen und Folgen dieses historischen Ereignisses stattfinden. Die Veranstalter, unter anderem die Bundeszentrale für politische Bildung, die Kulturstiftung des Bundes und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur haben viele Partner gefunden, um den Teilnehmern ein vielfältiges Programm zu bieten. Das Bündnis für Demokratie und Toleranz (BfDT) wird an den Festivaltagen mit einem Infostand vertreten sein, an dem es seine Arbeit und vorbildliche Projekte aus der Zivilgesellschaft vorstellen wird.

Die Veranstalter haben mehr als 100 verschiedene Partnerinstitutionen, Projekte und Initiativen aus Deutschland und Europa für das Festival gewonnen, um ein möglichst breites Publikum anzusprechen und die Beschäftigung mit dem Thema vielfältig und deutungsreich zu gestalten. Es soll nicht nur ein historischer Rückblick auf die europäische und deutsche Geschichte gegeben werden, sondern vor allem auch die Bedeutung für die heutigen politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse verdeutlicht und mit ihnen in Beziehung gesetzt werden. Über 150 Einzelveranstaltungen werden innerhalb des Geschichtsforums stattfinden. Neben Diskussionen, Vorträgen, Workshops und Lesungen steht die künstlerische Auseinandersetzung mit SED-Diktatur, DDR und Wiedervereinigung im Vordergrund, um Geschichtsbewusstsein und Erinnerungskultur zu stärken. Verschiedene künstlerische Produktionen wurden für das Geschichtsforum entwickelt und werden in dessen Rahmen an unterschiedlichen Veranstaltungsorten, unter anderem dem Maxim Gorki Theater, aufgeführt.

Während des Geschichtsforums wird ein ständiger Projektmarkt im Innenhof der Humboldt-Universität zu Berlin zugänglich sein. Dort präsentieren sich zahlreiche Institutionen, Projekte und Initiativen mit ihren Beiträgen zur Aufarbeitung der europäischen Zeitgeschichte. Der Projektmarkt bietet ein lebendiges und reichhaltiges Informationsangebot unter freiem Himmel und einen eigenen Raum für Begegnungen und Austausch. Zugleich zeigt er, wie reichhaltige und vielfältige Angebote und Formen der Geschichtsaufarbeitung es bereits gibt. An seinem Infostand wird sich das BfDT in Kooperation mit der Walddorfschule Potsdam präsentieren. Die Schüler der Walddorfschule haben im Viktor-Klemperer-Wettbewerb 2007 des BfDT mit ihrem Projekt „Einfach, weil man Mensch sein wollte“ den ersten Platz belegt. Durch ausführliche Recherche sind die Schüler der Geschichte der DDR und verschiedenen DDR-Jugendsubkulturen auf die Spur gekommen, wobei sie nicht nur in den Archiven der Stasi-Unterlagen Behörde (BStU) Potsdam gestöbert, sondern auch mit vielen Zeitzeugen gesprochen haben. Die Ergebnisse und ihr Projekt zum Thema jugendlichen Widerstand in der DDR stellen sie am Infostand vor. Gleichzeitig wird die Waldorfschule Potsdam auch über ihr neues Projekt zum Thema Umweltbewegung in der DDR informieren. Auch hier stand neben der intensiven Dokumentenrecherche wieder das Gespräch mit Zeitzeugen im Vordergrund. Unter anderem der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck stand den Schülern Rede und Antwort. Er war bis Ende der 80er Jahre am Kreishygieneinstitut Potsdam tätig und ist Gründungsmitglied der Initiative „Arbeitsgemeinschaft für Umweltschutz und Stadtgestaltung (ARGUS)“.

Mit der Vorstellung der Projekte der Waldorfschule Potsdam möchte das BfDT allen Interessierten einen vorbildlichen Beitrag zur Geschichtsaufarbeitung bekannt machen und so anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren neue Handlungsimpulse aufzeigen. Gleichzeitig nutzt das BfDT die Gelegenheit, auf dem Projektmarkt für die Gäste und Besucher ansprechbar zu sein und seine eigene Arbeit öffentlich zu präsentieren.

An dem Markt beteiligen sich Stiftungen, wissenschaftliche Institute, Gedenkstätten und Archive, Aufarbeitungsinitiativen, Geschichtswerkstätten, Museen, Theater, Einrichtungen der politischen Bildung, Verlage, Kulturinstitute, Vereine und viele andere mehr.

Weitere Informationen und Programm unter:
Interner Linkwww.geschichtsforum09.de