20.04.2009

Preisverleihung „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2008 in Münster

20. April 2009 im Rathaus

Banner "Aktiv für Demokratie und Toleranz 2008"Logo Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz"
Am
20. April 2009 veranstaltet das Bündnis für Demokratie und Toleranz die
Preisverleihung für die Gewinner des „Aktiv für Demokratie und Toleranz" 2008
aus Nordrhein-Westfalen, Bremen und Niedersachsen. Im Rathaus Münster werden insgesamt 7
vorbildliche Projekte für ihren Einsatz für Demokratie und Toleranz
ausgezeichnet. Bei der Veranstaltung werden Vertreter aus Politik und Medien
anwesend sein, unter anderem die Bürgermeisterin
der Stadt Münster, Karin Reismann und Beiratsmitglied des BfDT und Vorsitzenden
der Deutschen Sportjugend und Präsident des Deutschen Basketball Bundes,
Ingo-Rolf Weiss sowie Kim Hartmann, stellvertretende Leiterin der Geschäftsstelle
des BfDT.

Die Gewinner des
Wettbewerbs werden mit Geldpreisen im Wert von 2000,-€ bis 3000,-€ gefördert.
Vor allem aber möchte das BfDT den Projekten mit der öffentlichen Ehrung zu
mehr Bekanntheit in ihrem Umfeld verhelfen. Auch bietet die Veranstaltung eine
gute Gelegenheit, mit den Projekten vor Ort in Kontakt zu treten. Deshalb wird
es neben dem Festakt auch die Möglichkeit zum Gespräch und dem Austausch
zwischen den Anwesenden geben.

Der Wettbewerb „Aktiv für
Demokratie und Toleranz" wird jährlich vom BfDT veranstaltet. Er ist auch eine
Maßnahme des BfDT, um sich thematisch weiterzuentwickeln und auf Impulse der
Zivilgesellschaft zu reagieren. Mit den ausgezeichneten Best-Practice-Modellen
sollen neue Kooperationspartner gewonnen werden, mit denen dann bedarfsgerechte
Konzepte für die zukünftige Arbeit entworfen werden können.

Die Preisträger auf der
Veranstaltung in Münster sind:


Jugendtreff Blockdiek,
Bremen
Aktionsname
: „Gegen
Gewalt im Jugendtreff - Musikstudio 327"

Im Bremer Stadtteil
Blockdiek produzieren circa 50 Jugendliche in einem Anfang 2008 eingerichteten
Tonstudio im Jugendtreff Songs gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit und für
Toleranz und Solidarität. Die Jugendlichen, die selbst aus unterschiedlichen
Ländern kommen, wollen sich mit ihrem Engagement für ein friedliches
Miteinander aller Nationen einsetzen. Sie führten ihre Songs auch live bei
Veranstaltungen öffentlich auf. Mit dem Projekt werden Werte wie Toleranz,
Respekt und Selbstwertgefühl vermittelt und so der Perspektivlosigkeit vieler
Jugendlicher entgegengewirkt.

Arbeitskreis Soziale Bildung und Beratung e.V.,
Münster
Aktionsname: „Zoff im Malkasten"

Das von Mitarbeitern des „Arbeitskreis
Soziale Bildung und Beratung e.V." entwickelte interaktive Mitmach-Musical will
Grundschüler und deren Eltern für die Themen Toleranz und Konfliktbewältigung
sensibilisieren. Nach den Aufführungen wird eine Lehrerfortbildung angeboten,
mit der die Lehrer in die Lage versetzt werden, die Themen des Musicals
pädagogisch nachzubereiten.

Caritasverband Hameln-Holzminden
Aktionsname: Knast ist uncool- Vorbeugen ist
besser als Knast

Gemeinsam mit der Anlaufstelle
für Straffällige RESOHELP Hameln und dem Offenen Vollzug der Jugendanstalt
Hameln wirkt das Projekt des Caritasverbandes präventiv, um Jugendlichen eine
sinnvolle Freizeitgestaltung und gezielte Aktionen zur Integration zu
ermöglichen und sie so von möglichen Straftaten abzuhalten. Durch gemeinsame
Aktionen, Veranstaltungen und Gespräche mit jungen Inhaftierten des Offenen
Vollzugs der Jugendanstalt Hameln werden die Jugendlichen mit deren Erfahrungen
und Erkenntnissen konfrontiert.

AWO Jugendmigrationsdienst, Bremen
Aktionsname: Die Nachtwanderer

„Die Nachtwanderer" sind eine
kleine Gruppen von vier bis sechs Erwachsenen ab 25 Jahren, die Freitag- und
Samstagnacht als Ansprechpartner für Jugendliche auf der Straße und in Bussen
in Bremen-Nord vor Ort sind und ihnen Hilfe und Unterstützung anbieten. So versuchen
sie, auf schwierige Situationen beruhigend einzuwirken. Nach dem Vorbild der
„Nachtwanderer" haben sich in Deutschland bereits weitere Nachtwanderer-Gruppen
gebildet.

Fritz-Winter-Gesamtschule, Ahlen
Aktionsname: „Zukunft mit weniger
Fremdenfeindlichkeit, weniger Antisemitismus und weniger Rassismus bedarf der
Erinnerung - je konkreter, desto nachhaltiger"

In der
Fritz-Winter-Gesamtschule werden Integration und Toleranz unter anderem mittels
einer intensiven Auseinandersetzung mit der Deutschen Geschichte gefördert. Die
Schüler, von denen viele eine Migrationsgeschichte aufweisen, haben unter
anderem eine Patenschaft für ein Gräberfeld für sowjetische Kriegsgefangene
übernommen und setzen sich an Gedenktagen mit der deutschen Geschichte
auseinander.

Kinderkanal Bennohaus, Münster
Aktionsname: : „Projekt mit der
Fürstenberghauptschule Münster"

Der Kinderkanal Bennohaus
hat mit Schülern der Fürstenberg Hauptschule ein zweiteiliges Filmprojekt
realisiert, welches sich mit Gewalt und Mobbing auseinandersetzt. Das Filmprojekt
richtet den Fokus auf gewaltfreie, einvernehmliche Konfliktlösungen. Die beiden
Filme sollen in Schulen gezeigt werden, um den dortigen Schülern
Handlungsoptionen in Konfliktfällen nahe zu bringen.

AWO Jugendmigrationsdienst, Lippstadt
Aktionsname: „Migranten mischen sich ein und
gestalten mit"

Die 16 bis 20 Jahre alten
Teilnehmer des Projektes werden durch konkrete Gruppenarbeit an die lokale
politische Arbeit herangeführt, um sie so zu einer verstärkten politische
Partizipation zu ermutigen. So befragten sie Schüler mit Migrationsgeschichte
zum Thema Integration. Die Ergebnisse dieser Umfrage werden lokalen politischen
Gremien präsentiert. Die Arbeit der Gruppe ermutigt auch andere Jugendliche,
selbst initiativ zu werden.



Kontakt und weitere Informationen


Bündnis für Demokratie und Toleranz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Björn Funk
Friedrichstraße 50, 10117 Berlin
Telefon: 030/236 34 08-13
Email: funk@bfdt.de



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