www.stattFuehrer.de

Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V.


Die Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V. aus Trier nutzt die Möglichkeiten des Internet, um an die Nazi-Verbrechen in Trier zu erinnern. Dazu gehört an das jüdische Leben bzw. die jüdische Kultur der Stadt zu erinnern, welche während der NS-Zeit systematisch zerstört wurden, ebenso wie an politisch Verfolgte und Minderheiten wie Sinti und Roma, aber auch an den Widerstand gegen das NS-Regime. Auf der Seite www.stattfuehrer.de kann der Besucher an einem virtuellen "Rundgang gegen das Vergessen" durch Trier teilnehmen. Die Idee dazu lieferte das Buch „StattFührer – Trier im Nationalsozialismus“, das 1996 vom Arbeitskreis Frieden herausgegeben wurde und große Anerkennung fand (inzwischen ist eine 3. aktualisierte Auflage von 2005 erhältlich).

Anhand von historischen Fotos von Häusern oder Straßenzügen sowie Quellentexten wird die Geschichte der Stadt in der Zeit des Nationalsozialismus dokumentiert: Wer hat wo gewohnt, welche heute noch bekannten Kaufhäuser oder Einrichtungen wurden vor ihrer Enteignung durch die Nationalsozialisten von Juden geführt, in welchen Teilen der Stadt spielte sich das Leben der jüdischen Gemeinde, der "Bekennenden evangelischen Kirche", der Sozialdemokraten oder der Gewerkschaften ab, wann und wie kam es zu Diskriminierungen, Verfolgungen und Deportationen in der Stadt Trier. Ziel des Rundgangs ist es, die Geschichte dieser Zeit näher zu bringen, indem Menschen, Orte, Straßen und Plätze in Trier vorgestellt werden, die damals bedeutsam waren. Die Erinnerung an Opfer und Täter soll neben der Vermittlung von historischem Wissen auch sensibler machen für aktuelle Menschenrechtsverletzungen und nationalen Wahn.

Die sehr informative, übersichtlich und professionell gestaltete Seite betrachtet die Stadt Trier und bietet somit die Möglichkeit, sich der geschichtlichen Aufarbeitung des Dritten Reichs über die Auseinandersetzung mit unmittelbar Erlebtem und Vertrautem vor Ort zu nähern. Einzelne Schicksale und Biografien können die Geschichte gerade für junge Menschen anschaulicher machen. So erhalten gerade auch Jugendliche durch das Projekt, das durch viel ehrenamtliches Engagement überzeugt, die Chance, einen persönlichen Zugang zur NS-Geschichte in Trier zu finden. Der virtuelle Rundgang ergänzt das Bildungsangebot der AGF, die diesen Rundgang gegen das Vergessen - nicht nur virtuell, sondern auch analog - zu Gedenktagen (27.1., 8.5.. und 9.11.) und auf Anfrage für Gruppen und Schulklassen anbietet.

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Projektträger:Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V.
Adresse:Pfützenstraße 1
54290 Trier
E-Mail:AGF-Trier@t-online.de
Telefon:0651-9941017
Internet:http://www.agf-trier.de/