12.01.2010

Ausstellung „Namen statt Nummern“ in der BfDT-Geschäftsstelle

Noch bis zum 31. Januar 2010

Foto: Exponate der Ausstellung "Namen statt Nummern"
Foto: Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Gerda Hasselfeldt (Mitte)Foto: Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Gerda Hasselfeldt (Mitte)
Foto: Ausstellungseröffnung mit Klaus Schultz von der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau
Bereits die zweite Ausstellung eröffnete am 14. Dezember 2009 in den Räumen der Geschäftsstelle des Bündnisses für Demokratie und Toleranz (BfDT). Am zentralen Standort in der Friedrichstraße in Berlin hofft „Namen statt Nummer“ auch im neuen Jahr auf zahlreiche interessierte Besucher. Noch bis zum 31. Januar 2010 kann die Ausstellung besichtigt werden.

Zum Auftakt der Wanderausstellung „Namen statt Nummern“ hatte das BfDT seine Freunde und Partner in die Geschäftsstelle eingeladen. Zahlreiche Gäste und Persönlichkeiten aus Politik und Zivilgesellschaft waren der Aufforderung gefolgt. Nach der Begrüßung durch BfDT-Geschäftsführer Dr. Gregor Rosenthal übernahm Jens Ackermann, Mitglied des Deutschen Bundestages und des BfDT-Beirates, die offizielle Eröffnung. Im Anschluss erläuterte Klaus Schultz vom Trägerkreis „Gedächtnisbuch für die Häftlinge des KZ Dachau“ die Exponate und übernahm die Führung durch die Ausstellung. Auch die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Gerda Hasselfeldt besuchte die Ausstellung am Donnerstag, den 17. Dezember und wünschte der Ausstellung und den Ausstellern viel Erfolg. „Die Ausstellung macht deutlich: Ein Element der unmenschlichen Behandlung der Inhaftierten im Konzentrationslager Dachau war die Aberkennung ihrer Persönlichkeit, die Reduzierung auf eine bloße Nummer“, sagte Hasselfeldt in ihrem Grußwort. „Hier setzen das „Dachauer Gedächtnisbuch“ und die Ausstellung an: Sie bringen hinter den Nummern wieder die Namen zum Vorschein, geben den Opfern ein Gesicht und bewahren die Spuren ihres Lebens vor dem Vergessen.“

Die Ausstellung zeigt 22 ausgewählte Lebensbilder aus dem Dachauer Gedächtnisbuch, einem Projekt des Trägerkreises „Gedächtnisbuch für die Häftlinge des KZ Dachau“. Seit 1999 sammelt er die Biographien ehemaliger KZ-Insassen und zeichnet ihre persönlichen Schicksale nach. Durch die intensive Auseinandersetzung auf Seiten der Verfasser wie auch der Betrachter und Leser wird ein wichtiger Beitrag gegen das Vergessen und für die Aufarbeitung des Nationalsozialismus geleistet. Das BfDT erkannte diese Leistung an und zeichnete das Projekt „Namen statt Nummern“ im Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2008“ aus. Mit der Ausstellung in seiner Geschäftsstelle möchte das BfDT seinen Gästen und dem Berliner Publikum ermöglichen, diese einzigartigen Exponate kennenzulernen. Noch bis zum 31. Januar 2010 wird die Wanderausstellung zu sehen sein, bevor sie sich auf den Weg zum nächsten Standort machen wird. Die nächste Ausstellung in den Räumen des BfDT, „Kicker, Kämpfer und Legenden“ des Berliner Centrum Judaicum, wird voraussichtlich Ende Februar 2010 eröffnet. Informationen dazu erhalten Sie demnächst in unserem Newsletter und auf unserer Homepage.

Besucher der Ausstellung sind gern willkommen! Die Besichtigungszeiten sind von Montag bis Donnerstag von 10-17 Uhr, Freitag von 10-15 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos. Für eine vorherige telefonische Anmeldung wäre die BfDT-Geschäftsstelle dankbar.


Kontakt und weitere Informationen


BĂĽndnis fĂĽr Demokratie und Toleranz
Andrea Repkow
Friedrichstr. 50
10117 Berlin

Tel.: 030/23 63 408 – 18
Fax: 030/23 63 408 - 88
E-Mail: repkow@bfdt.de


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