20.11.2014

Bildung-Kickt gemeinnützige GmbH - Hauptpreisträger des Wettbewerbs "Aktiv für Demokratie und Toleranz" 2013

Kurzinterview mit Geschäftsführer Kenan Önen

Beim Deutschunterricht (Foto: Bildung-Kickt)
Die jungen Stipendiaten beim FuĂźballtraining (Foto: Bildung-Kickt)
Josias, 12 Jahre alt und Bildung-Kickt Stipendiat seit zwei Jahren, hat durch die Teilnahme an den Bildung-Kickt-Seminaren ein klares Ziel: "Ich möchte mein Abitur schaffen und Arzt werden, um Menschen zu helfen." (Foto: Bildung-Kickt)
Das BfDT hat Ihr Projekt zu einem der drei Hauptgewinner des Wettbewerbs "Aktiv fĂĽr Demokratie und Toleranz" 2013 gekĂĽrt. Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrem vorbildlichen Projekt?

Bildung-Kickt fördert junge Talente, deren schwierige Lebensverhältnisse einer erfolgreichen Sport- und Schulkarriere im Wege stehen. Die Stipendiaten kommen zu einem großen Teil aus sozialen Brennpunkten im Rhein-Main-Gebiet u.a. Frankfurt-Höchst, -Sossenheim, -Unter- liederbach und Zeilsheim und haben einen Migrationshintergrund. Viele der Eltern sind arbeitslos oder alleinerziehend.
Die Bildung-Kickt-Sportförderung zielt nicht auf die sportliche Leistung ab, sondern entwickelt und stärkt die Persönlichkeit der Stipendiaten durch Verantwortungs- übernahme, Disziplin, Pünktlichkeit, Selbstständigkeit, Teamgeist und Konfliktfähigkeit. Sportlicher Erfolg steigert so nicht nur das Selbstbewusstsein, sondern verbessert auch das Lern- und Arbeitsverhalten in der Schule.
Neben der sportlichen Förderung werden die Jugendlichen schulisch wie auch persönlich gefördert. Dieser Ansatz - die Verknüpfung von Fußball, Bildung und Integration - hat sich beispielhaft bewährt! Die Kinder erhalten monatlich 40 Euro Bildungsgeld für Schulhefte oder Lernsoftware, bei Bedarf Förderunterricht und Hausaufgabenbetreuung.
Zudem fahren die Stipendiaten regelmäßig auf Exkursionen ins Theater oder ins Museum und können später Praktika bei Partnern und Partnerinnen von Bildung-Kickt absolvieren. Bei den Wochenendseminaren werden Themen wie Offenheit, Demokratie und Toleranz und Stärkung der Persönlichkeit vermittelt. Auch lernen die Jugendlichen, sich sozial zu engagieren. Viele der Stipendiaten engagieren sich als Klassensprecher oder Klassenbuchführer aktiv in der Schulgemeinschaft.

Welche Auswirkungen hatte der Gewinn auf Ihre Arbeit?

Diese hohe Auszeichnung verhalf Bildung-Kickt zu einem größeren Bekanntheitsgrad in der Öffentlichkeit. Über die Preisverleihung wurde in den Medien berichtet, sodass viele interessierte junge Menschen bei uns anriefen und sich nach den Förderkriterien informiert haben. Zudem konnten wir engagierte Botschafter/-innen fürs Projekt gewinnen.

Was konnten Sie im Jahr 2014 erreichen und welche Aktionen planen Sie fĂĽr die Zukunft?

Im Jahre 2014 konnten wir mit der großartigen Hilfe neuer Förderpartner/-innen die Zahl der Stipendiaten auf 30 erhöhen. Hinzu kam, dass wir dieses Jahr auch den Hessischen Integrationspreis 2014 erhalten haben. Auch ist ein Stipendienprogramm für Mädchen in Planung.
Um dieses erfolgreiche Projekt fest zu verankern und schrittweise auszuweiten, sind wir jedoch immer auf der Suche nach strategischen und finanziellen Partnern und Partnerinnen. Wir sind uns sicher, dass wir dies mit starken Kooperationen erreichen können. Daher rufen wir alle potentiellen Förder/-innen auf, uns bei Interesse zu kontaktieren. Allein im Rhein-Main-Gebiet haben wir über 100 Kinder auf der Warteliste. Es wäre sehr bedeutsam, wenn wir "Bildung-Kickt" in Kooperation mit Ministerien, Unternehmen, Stiftungen, Städten, Kommunen, Clubs und Privatpersonen ausbauen könnten. Unterstützen Sie uns und schenken Sie Kindern eine Zukunft!

» Weitere Informationen zu Bildung-Kickt finden Sie Interner Linkhier .