06.04.2022

Ăśbersicht der Workshops und AuĂźenforen 2022

Hier finden Sie eine Ăśbersicht der Workshops (WS) und AuĂźenforen (AF) des Jugendkongresses am 21. und 22. Mai 2022.

Jung. Aktiv. Vernetzt. © BfDT

Phase I
Phase II
Phase III
Phase IV


Die Anmeldung für die Workshops und Außenforen erfolgt über das Interner LinkAnmeldetool. Es können sich nur bereits bestätigte Gruppen anmelden. Diese bekommen eine gesonderte E-Mail, sobald ihre Anmeldung freigeschaltet ist. Mit der E-Mail erhalten alle Teilnehmenden einen persönlichen Zugang für die Anmeldung an den Workshops und Außenforen.

Unter dem MenĂĽpunkt Interner LinkTagesplan findet Ihr eine Ăśbersicht ĂĽber den gesamten Ablauf des Kongresses.

FĂĽr alle Teilnehmenden: Bitte beachtet, dass alle AuĂźenforen, auch wenn Ihr mit dem Ă–PNV hinfahrt, vom A&O Hostel Kolumbus oder vom bcc aus in der ganzen Gruppe, begleitet durchs BfDT starten. Bitte haltet Ausschau nach der jeweiligen Leitung des AuĂźenforums. Ihr werdet sie am hochgehaltenen Schild erkennen!




Phase I
21. Mai 2022

Workshops 10.15 - 13.15 Uhr
Interner Linkim bcc
WS 1: Allyship! Solidarisch gegen Rassismus Raum: A 06
Viele möchten sich als Angehörige der privilegierten weißen Mehrheitsgesellschaft gerne mit Menschen solidarisieren, die Rassismus erfahren und für sie Ally, also Verbündete*r sein. Aber was heißt es genau, Ally zu sein? Was macht mich zum Ally? Und aus welchem Grund möchte ich Ally sein? Will ich nur Gutes tun? Spreche ich für eine Person, über sie oder mit ihr? Wen unterstütze ich? Was erwarte ich? Und welche Bedeutung hat mein Weißsein für mein Engagement und meine anti-rassistische Haltung? Diesen Fragen wollen wir im Workshop gemeinsam anhand von kleinen Übungen auf den Grund gehen. Dieser Workshop richtet sich an Menschen, die sich selbst als Teil der weißen privilegierten Mehrheitsgesellschaft verstehen.

Moderation:
Rita Zobel, Facilitatorin, interkulturelle Beraterin und Aşkın-Hayat Doğan, Diversity- & Empowerment-Trainer, Sensitivity Reader, Autor, beide Berlin

WS 2: Darf man das? Ein Workshop ĂĽber Antisemitismus und Erinnerung Raum: A 05
Ihr setzt Euch in diesem Workshop mit verschiedenen Sachverhalten und Umgangsformen im Kontext der Erinnerung an den Nationalsozialismus auseinander und entwickelt hierzu eine eigene Position. Hierbei werden aktuelle Beispiele einbezogen, wie z.B. die Rolle neuer Medien im Zusammenhang mit Besuchen von Gedenkstätten, die Einrichtung einer Unterkunft von Geflüchteten in Baracken des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald oder die Verlegung von Stolpersteinen. In Kleingruppen sammelt Ihr Argumente für und gegen die Legitimität der Fallbeispiele, nehmt verschiedene Perspektiven ein und verständigt Euch in der Gruppe auf eine gemeinsame Position, bzw. entwickelt eine kritische Haltung.

Moderation:
Natascha Höhn und Timon Strnad, Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus - KIgA e.V., Berlin

WS 4: Gewaltfreie Kommunikation – so kriegen wir die Kuh vom Eis Raum: B 05
Schweigen ist Silber – Kommunizieren ist Gold! Aber wie kommuniziere ich, dass nicht Buchstabensuppe – und die auch noch versalzen – bei meinem Gegenüber ankommt? Warum entstehen Konflikte? Und wie meistere ich Konfliktsituationen? Die Technik „Gewaltfreie Kommunikation“ ist der Schlüssel: In unserem Workshop lernst Du die Technik kennen und wie Du sie anwendest, im realen Leben und in der digitalen Welt. Und dann wird trainiert!

Moderation:
Vanessa van den Brinck mit den „Juniors“ Oriana v. Arnswaldt und Paul Nordmann, apropolis – das politische Forum für Jugendliche e.V., Burgwedel

WS 6: „Oh what a world!“ – Zum Einstieg in die Auseinandersetzung mit Verschwörungsdenken Raum: B 06 – B 07
Zunächst reflektiert Ihr in einer stillen Diskussion anhand von mehreren Fragen Euer Verständnis der Welt und ihren Umgang mit Komplexität und Unwissen. Nach einer Auswertung der stillen Diskussion werdet Ihr mit einer fiktiven Verschwörungserzählung konfrontiert, bzw. entwickelt selbst eine offensichtlich absurde Theorie, die angeblich Einfluss auf unser Alltagsleben hätte. In einem Rollenspiel diskutiert Ihr in Gruppen darüber und versucht Euch gegenseitig von der Wahrheit bzw. Falschheit der Theorie zu überzeugen. Bei einer anschließenden Auswertung der Diskussion werden erste Merkmale und Funktionen von Verschwörungsmythen sowie Schwierigkeiten in der Auseinandersetzung mit Verschwörungserzählenden herausgearbeitet. Es werden Argumentationshilfen aufgezeigt, um sich dagegen positionieren zu können.

Moderation:
Kevin GrĂĽnstein und Julie Reich, Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus - KIgA e.V., Berlin

WS 7: Rechte Musik Raum: A 03
Die veraltete Vorstellung, dass Neo-Nazis nur Marschmusik und Rechtsrock hören, existiert in vielen Köpfen immer noch. Jedoch ist das nur zum Teil wahr, denn die rechte Szene hat sich neue Musikrichtungen angeeignet und unterwandert immer mehr musikalische Subkulturen, um ihre rechtsextremen Inhalte zu verbreiten. In diesem Workshop werden wir die Geschichte der rechten Musik aufarbeiten und anhand von verschiedenen Liedtexten, Hörbeispielen und Videos analysieren, wie rechtsextreme Ideologien, aber auch nationalistische und gewaltverherrlichende Ideen verbreitet werden. Dabei werden wir Begriffe wie Indizierung und Rechtspopulismus erläutern und aktuelle Beispiele der rechten Musikszene aufgreifen.

Moderation:
Johannes Spexard, Archiv der Jugendkulturen e.V., Berlin

AuĂźenforen Phase I
AF a: Ausgrenzung damals – Ausgrenzung heute: Zur Geschichte der Sinti und Roma in Berlin 10.15 - 12.45 Uhr

Ort der Erinnerung und Information
Otto-Rosenberg-Platz
12681 Berlin

Treffpunkt 09.35 Uhr: Interner LinkA&O Hostel
Petra Rosenberg, Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg, liest aus den Erinnerungen ihres Vaters Otto Rosenberg, der im Alter von 16 Jahren nach Auschwitz deportiert wurde und als einziger von elf Geschwistern überlebte. Danach habt Ihr die Möglichkeit für den Austausch von Argumenten und Erfahrungen im Umgang mit aktuellen und Jahrhunderte alten Vorurteilen und Anfeindungen gegenüber Sinti und Roma. Die anschließende Führung durch die Ausstellung am „Ort der Erinnerung und Information“ auf dem Areal des ehemaligen NS-Zwangslagers Berlin-Marzahn (1936-1945) gibt Aufschluss über die Einrichtung eines der ersten kommunalen Lager für Sinti und Roma und ihre nationalsozialistische Verfolgung in Berlin. Zeitzeugenberichte, Fotos und Dokumente bezeugen die systematische Ausgrenzung aus allen Bereichen der Gesellschaft, in der sie seit Jahrhunderten lebten.

Moderation:
Petra Rosenberg, Landesverband Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg

AF b: Einmal Bundestag, bitte! 10.15 - 13.00 Uhr

Paul-Löbe Haus,
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Treffpunkt 09.00 Uhr: Interner LinkA&O Hostel
Der Bundestag – das meistbesuchte Parlament der Welt – lockt jedes Jahr unzählige Besucher*innen in die Hauptstadt. Ihr werdet vom Beiratsmitglied des BfDT, dem Bundestagsabgeordneten Helge Lindh (SPD) empfangen. Herr Lindh ist Mitglied im Ausschuss „Inneres und Heimat" sowie Obmann des Ausschusses „Kultur und Medien". Ihr könnt ihm Fragen rund um diese Schwerpunktthemen und natürlich auch zum aktuellen politischen Geschehen stellen und mit ihm diskutieren. Zuvor erwartet Euch eine Führung zur Geschichte, Architektur sowie zum Aufbau und zur Arbeit des Parlaments, bevor Ihr die Möglichkeit habt, Euren Blick von der Kuppel des Reichstagsgebäudes über Berlin schweifen zu lassen! Bitte denkt daran, Euren Personalausweis mitzubringen!

Moderation:
Helge Lindh, Mitglied des Deutschen Bundestages

AF c: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen 09.30 - 12.00 Uhr

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
StraĂźe der Nationen 22
16515 Oranienburg

Treffpunkt 08.05 Uhr: Interner LinkA&O Hostel
Die Gedenkstätte Sachsenhausen bei Berlin ist ein Ort mit zweifacher Vergangenheit: Im „Dritten Reich“ nahm das KZ Sachsenhausen als Modell- und Schulungslager in unmittelbarer Nähe der Reichshauptstadt eine Sonderstellung im System der nationalsozialistischen Konzentrationslager ein. Nach Kriegsende wurden die meisten Gebäude des Lagerzentrums – mit Ausnahme des Krematoriums und der Vernichtungsanlagen – von den sowjetischen Besatzern in derselben Funktion weitergenutzt. Ihr werdet zunächst eine Führung durch das Lager machen, seine Geschichte und die Besonderheiten der zweifachen Vergangenheit kennenlernen und anschließend Gelegenheit haben, gemeinsam darüber zu sprechen. Neben der Führung erschließt Ihr Euch selbstständig Themen in verschiedenen Ausstellungen, wie Medizin und Verbrechen, Strafen und Mord, die Vielfalt der verschiedenen Haftbegründungen und Bedingungen im sowjetischen Speziallager.

Moderation:
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

AF e: Stadtspaziergang „Berlin als Erinnerungslandschaft“ - 1 10.30 - 13.00 Uhr

Stiftung Denkmal fĂĽr die ermordeten Juden Europas
Eingang zum Ort der Information
Cora-Berliner-Str. 1
10117 Berlin

Treffpunkt 09.45 Uhr: Interner LinkA&O Hostel
Während des dialogischen Stadtspaziergangs besucht Ihr die von der Stiftung betreuten Denkmäler Gedenkort für „Euthanasie“-Opfer, das Holocaust-Denkmal, das Homosexuellen-Denkmal und das Sinti und Roma-Denkmal. Ihr erhaltet Informationen zum historischen Hintergrund der jeweiligen Denkmäler und der mit ihrer Entstehung verbundenen gesellschaftlichen Debatten. Ihr diskutiert verschiedene erinnerungskulturelle Fragen wie: Wem wird gedacht und wem nicht? Wie sind die Denkmäler gestaltet? Wie sind die Denkmäler im Stadtraum verortet? Welchen Stellenwert hat die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen noch heute?

Moderation:
Stiftung Denkmal fĂĽr die ermordeten Juden Europas


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Phase II
21. Mai 2022

Workshops 14.45 - 17.45 Uhr
Interner Linkim bcc
WS 8: Allyship! Solidarisch gegen Rassismus Raum: A 06
Viele möchten sich als Angehörige der privilegierten weißen Mehrheitsgesellschaft gerne mit Menschen solidarisieren, die Rassismus erfahren und für sie Ally, also Verbündete*r sein. Aber was heißt es genau, Ally zu sein? Was macht mich zum Ally? Und aus welchem Grund möchte ich Ally sein? Will ich nur Gutes tun? Spreche ich für eine Person, über sie oder mit ihr? Wen unterstütze ich? Was erwarte ich? Und welche Bedeutung hat mein Weißsein für mein Engagement und meine anti-rassistische Haltung? Diesen Fragen wollen wir im Workshop gemeinsam anhand von kleinen Übungen auf den Grund gehen. Dieser Workshop richtet sich an Menschen, die sich selbst als Teil der weißen privilegierten Mehrheitsgesellschaft verstehen.

Moderation:
Rita Zobel, Facilitatorin, interkulturelle Beraterin, Aşkın-Hayat Doğan, Diversity- & Empowerment-Trainer, Sensitivity Reader, Autor, beide Berlin

WS 10: Gewalt in der Öffentlichkeit – Muss ich helfen? Wie kann ich helfen? Raum: C 01
Fast täglich erreichen uns Schlagzeilen von (Jugend-)Gewalt im Alltag, ob auf der Straße, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in der Schule. Immer wieder sind wir schockiert von den Bildern, von den Auswirkungen dieser Wut und Aggression. Jeder ist froh, so etwas noch nicht erlebt zu haben, und wenn doch, hoffentlich gut aus der Situation herausgekommen zu sein. Aber was tue ich eigentlich, wenn ich so eine Situation als Zeugin*e oder Beobachter*in erlebe? Reicht es, mich in Sicherheit zu bringen und das Geschehen einfach zuzulassen? Bin ich eigentlich aufgefordert, mich einzumischen, etwas zu tun? Der Workshop soll durch die gemeinsame Beantwortung dieser und weiterer Fragen dazu beitragen, Unsicherheit zu nehmen und zu erläutern, wie ich Zivilcourage im Alltag zeigen kann, ohne selbst ein zu großes Risiko einzugehen.

Moderation:
Wulf Dornblut und Markus Jansen, Polizeihauptkommissare, Polizei Berlin

WS 12: Rechte Symbole und Lifestyle Raum: A 03
Kann man vom Outfit eines Menschen auf seine politische Gesinnung schließen? Was sind Runen? Ist das Hakenkreuz grundsätzlich verboten? Was bedeuten diverse Zahlencodes wie „28“? Tragen Nazis immer noch Bomberjacken, Baseballschläger und eine Glatze? Ist die Marke "Thor Steinar" rechtsextrem? In den letzten Jahren hat sich der Lebens- und Kleidungsstil von Menschen mit rechtem Gedankengut geändert, sie sind heutzutage subtiler und deswegen oft umso gefährlicher. Welchen Wandlungen unterlagen rechtsextreme Erscheinungsweisen in den letzten Jahren? Welche Subkulturen haben sie bereits für sich vereinnahmt? Und wo kommen eigentlich diese Nipsters und Ökonazis her? In diesem Workshop geht es darum, den Blick für Symbole und Zeichen sowie für Kleidung und Marken, die von Rechtsextremisten häufig benutzt werden, zu schärfen.

Moderation:
Johannes Spexard, Archiv der Jugendkulturen e.V., Berlin

WS 13: Und was ist meine Rolle? - Ideenwerkstatt mit LEGO® SERIOUS PLAY® Methodik Raum: A 04
Ob Klimakrise, Krieg oder Corona, die Krisen scheinen sich zu häufen und die Zeit, in der wir leben, ist komplex und unsicher geworden. Was ist unsere eigene Rolle darin? Vielleicht als Aktivist*in auf der Straße, Politiker*in auf dem Weg in den Bundestag, als Engagierte in der Geflüchtetenhilfe, stille*r Zuschauer*in oder Betroffene, die vielleicht selbst Unterstützung benötigen. Wo finde ich mich wieder? Was ist mir persönlich wichtig? Wo und wie kann und will ich mich einbringen? Mit der Kreativmethode LEGO® SERIOUS PLAY® wollen wir uns diese Fragen stellen und Antworten in unseren Modellen finden.

Moderation:
Sören Etler und Elina Hennigs, Peernetzwerk JETZT - jung, engagiert, vernetzt e.V.

WS 14: Wer in der Demokratie einschläft, wacht in der Diktatur auf – Handlungsspielräume in der SED-Diktatur Raum: A 08
Mit einem Dokumentarfilm über das „Aufwachsen in der DDR“ denken wir uns in die Zeit vor 1989 hinein und sprechen darüber. Anschließend spielen wir „Theater“ in einem DDR-Klassenzimmer und führen eine Heimatkundestunde aus dem Jahr 1985 auf. Die Lehrerin und die Teilnehmenden dieses Rollenspiels verkleiden sich und verabreden entsprechende Regeln, die damals von den meisten Schülerinnen und Schülern tatsächlich so eingehalten wurden. Trotzdem bleiben gewisse Handlungsspielräume. Muss der Nichtpionier unbedingt ausgegrenzt werden? Kann ich Kritik äußern? Wie weit reicht aber der Mut, allein gegen den Strom zu schwimmen? Wie stark ist die Sogwirkung, immer zu den Guten gehören zu wollen und deshalb lieber zu schweigen, wenn einer gemobbt wird? Ihr erlebt Mechanismen, die einer jeden Diktatur zugrunde liegen und erfahrt, wie schnell man als Rädchen im Getriebe funktioniert, wie schwer es ist, Zivilcourage zu zeigen und für Außenseiter einzustehen.

Moderation:
Elke Urban, Leipzig

WS 15: Wer liebt hier eigentlich wen…? Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, Beziehungen und Identität Raum: B 06 – B 07
Welche verschiedenen sexuellen und geschlechtlichen Identitäten gibt es? Kann man einem Menschen ansehen, wie er fühlt, wie er liebt oder ob sein gelesenes Geschlecht passt? Welche Klischeevorstellungen hast Du dazu im Kopf und stimmen diese? Was kannst Du dafür machen, dass sich in Deinem Umfeld Vorurteile abbauen? Wie lässt sich diskriminierungsfreies Leben gewährleisten? ... In diesem Workshop kannst Du alle Fragen loswerden zum Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt!

Moderation:
Fluky, Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg e.V., Berlin

AuĂźenforen Phase II
AF g: Der Stasi auf der Spur - Museumsbesuch und Zeitzeugengespräch 14.30 - 16.45 Uhr

Stasimuseum Berlin – Gedenkstätte Normannenstraße
Ruschestr. 103
Haus 1
10365 Berlin

Treffpunkt 14.00 Uhr: Interner Linkbcc
Am Abend des 15. Januar 1990 nahmen Demonstrierende die Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Berlin-Lichtenberg in Besitz. Das Berliner Bürgerkomitee begann hier seine Arbeit zur Auflösung des MfS. Die Büros des letzten Ministers für Staatssicherheit, Erich Mielke, und seiner engsten Mitarbeitenden wurden durch den Militärstaatsanwalt versiegelt. Eine Woche später beschloss der Zentrale Runde Tisch, dass im Haus 1 der Stasi-Zentrale eine „Gedenk- und Forschungsstelle zum DDR-Stalinismus“ eingerichtet werden soll. In diesem Außenforum werdet Ihr durch das Stasimuseum geführt. Die Dokumente und beispielhaften Fälle in der Ausstellung werden Euch einen Überblick über die Ideologie und die Praxis der SED-Diktatur sowie über ihre Geheimpolizei geben. Im Anschluss könnt Ihr offene Fragen in einem Zeitzeugengespräch mit Betroffenen des Stasisystems erörtern.

Moderation:
Stasimuseum Berlin – Gedenkstätte

AF i: Gedenkstätte Hohenschönhausen – Alles Geschichte? Linksextremismus in Deutschland 14.20 - 17.20 Uhr

Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
GenslerstraĂźe 66
13055 Berlin

Treffpunkt 13.30 Uhr: Interner Linkbcc

Nach der Überwindung der kommunistischen Diktaturen in Europa schienen linksextremistische Politikkonzepte für immer erledigt. Es ist erstaunlich, dass sie in Deutschland wieder Tausende Anhänger finden. Ist der radikale Linksextremismus wirklich Geschichte? Nach einer Führung durch die ehemalige Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit werdet Ihr Euch mit Ideologie, Strukturen und Aktionsformen des Linksextremismus auseinandersetzen – und dabei lernen, dass die Demokratie auch heute gefährdet ist. Ihr werdet die Möglichkeit haben, anhand des Beispiels der SED-Diktatur die historischen Wurzeln, ideologischen Strömungen und aktuellen Erscheinungsformen des Linksextremismus zu diskutieren und der Frage nachzugehen, welche Probleme sich aus antidemokratischem Handeln ergeben.

Moderation:
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

AF k: Verfolgt – Verschont – Integriert? NS-Täter nach 1945 14.45 - 17.45 Uhr

Topographie des Terrors
NiederkirchnerstraĂźe 8
10963 Berlin

Treffpunkt 14.10 Uhr: Interner Linkbcc

Nur die wenigsten Täter wurden nach dem Krieg strafrechtlich zur Verantwortung gezogen. Die meisten konnten sich problemlos in die deutsche Nachkriegsgesellschaft einfügen. Wie war dies angesichts der massenhaften NS-Verbrechen möglich? Anhand ausgewählter Beispiele nähert Ihr Euch den vielschichtigen Hintergründen und gewinnt Einblicke in den komplexen Bereich der deutschen Erinnerungskultur. Außerdem werdet Ihr in diesem Angebot auch einen Geländerundgang vor Ort machen.

Moderation:
Topographie des Terrors, Kulturprojekte Berlin


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Phase III
22. Mai 2022

Workshops 10.15 - 13.15 Uhr
Interner Linkim bcc
WS 16: (Cyber-)Mobbing – Hochfahren zum Runtermachen Raum: A 03
Massive Beschimpfung, offene Feindseligkeit und subtile Diskriminierung – jede*r von Euch hat vermutlich schon einmal eine Situation miterlebt, in der Jugendliche eine*n anderen gezielt gemobbt haben. Und das ist statistisch gesehen nicht verwunderlich, denn Mobbing stellt eine der am häufigsten unter Jugendlichen auftretenden Formen von Gewalt dar. Doch vor dem Hintergrund der Nutzung von Facebook und Youtube ist Mobbing schon lange kein bloßes Schulhof-Phänomen mehr. Auch im Netz werden Jugendliche Opfer von psychischer Gewalt. Neben einer Einführung in das Thema möchten wir durch Übungen, in denen man die Perspektiven von Tätern und Opfern einnimmt, für ein gezieltes Hinterfragen von Mobbingsituationen sensibilisieren. Zudem wollen wir auch Eure Kompetenzen für einen bewussteren Umgang mit sozialen Onlineplattformen stärken und gemeinsam Handlungskompetenzen entwickeln. Die Situation hat sich durch die Corona-Pandemie deutlich verschärft - diese Tatsache wird hier mit in den Blick genommen.

Moderation:
Marion Nagel, freie Trauma-/Medienpädagogin, Leipzig

WS 18: #Hate Speech Raum: A 06
Hate Speech bzw. Hassrede ist ein Phänomen, das sich in den letzten Jahren rasant im digitalen Raum ausgebreitet hat. Insbesondere in den sozialen Netzwerken ist die Zahl der Hassbotschaften enorm gestiegen. Facebook, Instagram, TikTok und Co. verkommen zunehmend zu Plattformen, auf denen man seinem Unmut freien Lauf lassen kann. In diesem Workshop diskutieren wir insbesondere die Fragen: Woran erkenne ich Hate Speech und wie kann ich dem Hass im Netz etwas entgegensetzen?

Moderation:
Marie-Theres Ueberlein und Clarissa Becker, goodbye hatespeech, Aktion Zivilcourage e.V., Pirna

WS 19: Konfliktmanagement | Gewappnet sein fĂĽr zukĂĽnftige Konflikte Raum: A 05
Du hast manchmal das Gefühl, in einem Konflikt völlig kopflos zu sein oder Dich nicht richtig zu verhalten? Mit diesem Workshop geben wir Dir die Möglichkeit, einen besseren Umgang mit Konflikten zu finden und Methoden zu lernen, um Konfliktsituationen leichter anzusprechen. Unser Fokus liegt auf dem Ansatz der Gewaltfreien Kommunikation. Die GfK ist ein von Marshall Rosenberg entwickelter Kommunikations- und Konfliktlösungsprozess, der uns darin unterstützt, mit sich selbst und anderen in eine einfühlsame Verbindung zu gehen. Dabei wird davon ausgegangen, dass alles, was wir Menschen tun, wir tun, um uns Bedürfnisse zu erfüllen. Manchmal wählen wir dazu Strategien, die nicht von allen gut geheißen werden. In diesem Workshop versuchen wir dies aufzulösen.

Moderation:
Lynn Krämer und Ruben Börchers, Gemeinnützige Bildungsinitiative mehr als lernen e.V., Berlin

WS 20: Planspiel „Demokratie und Extremismus“ Raum: B 05
In einem Dorf, das an einen großen Soldatenfriedhof angrenzt, soll ein Neonazi-Aufmarsch unter dem Titel „Heldengedenken“ stattfinden. Dagegen organisiert sich Protest, u.a. auch von gewaltbereiten Linksextremist*innen. Da zeitgleich auch noch ein salafistischer „Gedenkmarsch“ stattfinden soll, ist das Dorf beunruhigt und fragt sich, wie mit demokratischen Mitteln das Problem angegangen werden kann. Eine Bürgersitzung soll sich dem Thema widmen. Seid Ihr dabei?

Moderation:
Lisa Borchardt, Kriminologin und Gewaltforscherin, Hannover

WS 21: Rhetorik – Unser Auftreten vor Gruppen Raum: B 06 – B 07
Vor Gruppen stehen, sprechen und sich dabei sicher fühlen – Aber wie? Im Laufe unseres Lebens gewöhnen wir uns ganz individuelle Sprach- und Bewegungsmuster an, die uns in den wenigsten Fällen bewusst sind und die uns dennoch ständig begleiten. Manche davon können tatsächlich hinderlich sein und erschweren uns ein sicheres Auftreten vor Gruppen. Gemeinsam wollen wir solche Muster offenlegen und Möglichkeiten finden, diese in der Zukunft abzulegen. Wir beschäftigen uns mit wichtigen Grundlagen der Rhetorik und geben uns gegenseitig Tipps, um gemeinsam besser zu werden.

Moderation:
Harry Gale und Mareike Zirkel, GemeinnĂĽtzige Bildungsinitiative mehr als lernen e.V., Berlin

AuĂźenforen Phase III
AF m: Kreuzberg behind the Scenes: The Making of a Diverse Neighbourhood 10.15 - 12.15 Uhr


Wiener StraĂźe 13
10999 Berlin

Treffpunkt 09.20 Uhr: Interner LinkA&O Hostel

Auf seiner Tour zeigt euch Muhammed Lamin Jadama „sein“ Kreuzberg – aus der Perspektive eines politischen Aktivisten, Fotographen, Streetworkers und Kiezkenners. Er erklärt, wie die Drogenproblematik im Görlitzer Park mit dem europäischen Asylsystem zusammenhängt, was es für das eigene Leben bedeutet, keinen Aufenthaltsstatus zu haben und wie Streetworker versuchen, Betroffene zu unterstützen. Unterwegs stellt Muhammed einige der vielen Kreuzberger Initiativen und Vereine vor, in denen Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte das Zusammenleben im Kiez gemeinsam gestalten. Seine Tour führt zu wichtigen Treffpunkten des Stadtteils wie dem Restaurant Senegambia, anhand dessen Namen man einiges über Muhammeds Geburtsort und dessen Kolonialgeschichte lernen kann. Im Studio von We are born free! Empowerment Radio erzählt er schließlich davon, wie fehlende Pressefreiheit ihn selbst gezwungen hat, Gambia zu verlassen, und von seinem eigenen Engagement für die Selbstorganisation migrantischer Communities. Hinweis: Diese Tour findet in englischer Sprache statt! Grundkenntnisse sind erwünscht.

Moderation:
Muhammed Lamin Jadama, querstadtein e.V., Berlin

AF n: Kreuzberg im Schatten der Mauer 10.15 - 13.00 Uhr

Berliner Spurensuche,
StraĂźenecke MĂĽhlenstraĂźe/An der Pariser Kommune
(An der Pariser Kommune 4)
10243 Berlin

Treffpunkt 09.20 Uhr: Interner LinkA&O Hostel

Wie entstand das Baumhaus? Welche Mauertoten werden kaum erinnert? Was machte das Rauch-Haus berühmt? Und wo ist Kreuzberg nur ein weißer Fleck? Unser Stadtspaziergang erkundet die Geschichte Kreuzbergs als Hotspot einer Grenzbevölkerung, geprägt von Migration, Vernachlässigung und alternativen Lebensstilen. Wir erwandern den Alltag von Hausbesetzer*innen, ertrampeln das ehemalige Übungsgelände der US-Army, schlagen uns mit Spülsorgen und Arbeitsplatzsuche rum und suchen eine Lösung für aktuelle Wohnungsprobleme. Damit retten wir dann nicht nur Kreuzberg vor der Totalinvasion durch Investoren. Der Stadtspaziergang beginnt an der Ecke Mühlendamm/An der Pariser Kommune und endet ca. drei Stunden später vor dem Haus Bethanien/am Mariannenplatz.

Moderation:
Stefan Zollhauser, Berliner Spurensuche

AF o: Zeichensetzung im urbanen Raum: Streetart, Graffiti und Co. 10.15 - 13.15 Uhr

Archiv der Jugendkulturen e.V.

Treffpunkt 09.15 Uhr: Interner LinkA&O Hostel

Auf einer Exkursion durch Kreuzberg und zur East Side Gallery lernt Ihr Graffiti- und Streetart-Kultur in Berlin kennen. Ihr erfahrt, welche Motivationen ihre Urheber*innen angetrieben haben, und wie ihre Kunst kommerzialisiert wird. Ihr bekommt Erklärungen zu illegalen und legalen Graffiti-Wänden und erkundet die Frage nach der Auf- bzw. Abwertung von Stadtvierteln durch Straßenkunst.

Moderation:
Catrin Gruner, Archiv der Jugendkulturen e.V., Berlin


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Phase IV
22.05.2022

Workshops 14.45 - 17.45 Uhr
Interner Linkim bcc
WS 24: Alles nur Fake? Vom schwierigen Umgang mit Nachrichten und Informationen heute Raum: A 04
Die Impfung gegen das Coronavirus sei in Wahrheit viel gefährlicher, als von den Medien gezeigt wird und in der Ukraine gäbe es gar keine zivilen Opfer. Die Bilder, die man sieht, seien allesamt Fälschungen. So oder so ähnlich klingt es, wenn man auf den Webseiten so genannter „alternativer Medien“ liest oder wenn man von bestimmten Leuten dem Telegram Kanal folgt. Gleichwohl viele Meldungen offenkundiger Unsinn sind, haben sich die Fähigkeiten der inländischen und ausländischen Fake-News-Macher*innen verbessert. Wir wollen im Workshop anhand einiger Beispiele analysieren, woran man trotzdem unseriöse oder schlicht falsche Nachrichten erkennen und wie man Mitmenschen dafür sensibilisieren kann.

Moderation:
Benjamin Winkler, Amadeu Antonio Stiftung, Berlin

WS 25: Gospel – „spirit move“ Raum: C 01
In der Gospelmusik kommen Menschen zusammen, die im gemeinsamen Singen ihrem Lebensgefühl Ausdruck geben und dabei den „Spirit“ der Musik erfahren und ihre tiefen spirituellen Wurzeln verstehen. Beim BfDT-Jugendkongress ist eine ähnliche Basis der Grund für das Zusammenkommen vieler junger Menschen – der „Spirit“ unseres Grundgesetzes. Das Grundgesetz, unsere Verfassung, garantiert uns, dass wir in einer Demokratie leben können. Es ist sicher gut, wenn man sich gemeinsam immer wieder auf diese Idee besinnt und sie gesellschaftlich aktiv hinterfragt und neu belebt. Viele der heutigen und traditionellen Gospel-Songs haben genau diese aktive Auseinandersetzung zum Thema: das „alte Gesetz“ mit Leben erfüllen! Gemeinsam werdet Ihr aktiv in die Gospel- und Soulmusik eintauchen und erfahren, wie der Spirit dieser Songs christliche Glaubensüberzeugung mit politischen Anliegen für Freiheit und Demokratie vereint, eine Botschaft, die scheinbar in unserer Welt an Aktualität nie verliert.

Moderation:
Hanjo Krämer, Gospelchorleiter, Unchained Gospel Choir, Ev. Kirchengemeinde Berlin-Mariendorf

WS 26: Kann Islam cool sein? Anitimuslimischer Rassismus und islamische Jugendkulturen in Deutschland Raum: A 05
Warum tragen muslimische Mädchen ein Kopftuch? Welche Rolle spielt Religion im Leben der muslimischen Jugendlichen? Welche Identitätskonzepte bietet der Islam in einer modernen Gesellschaft an? Passen Rap und Islam zusammen? Sind muslimische Jungs Machos und muslimische Mädchen fremdbestimmt? Welche Modeerscheinungen gibt es unter muslimischen Jugendlichen? Was ist ein Alevit und wie erkenne ich einen „Grauen Wolf“? Wie alle anderen Jugendlichen entwickeln muslimische Jugendliche in Deutschland eine Vielfalt an Lebensstilen, indem sie sich aus einem großen Pool an multiethnischen und multireligiösen Kulturgütern bedienen. In dem Workshop beschäftigen wir uns anhand praktischer Beispiele mit den verschiedenen Erscheinungsformen und Identitätskonzepten islamisch geprägter Jugendkulturen.

Moderation:
Abdurrahim Dottermusch, Archiv der Jugendkulturen e.V., Berlin

WS 27: Kinderarmut in Deutschland Raum: A 03
Kinder und junge Erwachsene sind die am stärksten von Armut betroffene Gruppe in Deutschland. Ausgehend von Euren eigenen biografischen Erfahrungen wollen wir uns der vielfältigen Gesichter von (Kinder-)Armut in der Bundesrepublik bewusst werden sowie über Ursachen, Folgen und unsere eigene Verantwortung zum Handeln diskutieren. Hinweis: Zahlen und die Aus- und Bewertung wissenschaftlicher Studien zum Thema werden dabei nur am Rand eine Rolle spielen. Die Situation hat sich durch die Corona-Pandemie deutlich verschärft – diese Tatsache wird hier mit in den Blick genommen.

Moderation:
Marion Nagel, freie Trauma- /Medienpädagogin, Leipzig

WS 28: #Online-Extremismus Raum: A 06
Die rasante Ausbreitung von Hassbotschaften, Hetze und menschenverachtenden Beiträgen im Netz führt nicht selten dazu, dass sich Nutzer*innen radikalisieren. Immer häufiger werden vor allem in den sozialen Netzwerken (rechts-)extreme Beiträge verbreitet, geliked und kommentiert. Extremist*innen nutzen die große Reichweite dieser Plattformen zur weltweiten Vernetzung und Verbreitung ihrer extremistischen Ansichten. Eine große Rolle spielt dabei die Gewinnung weiterer Anhänger*innen. In diesem Workshop gehen wir insbesondere den Fragen nach: Wie erkennt man Extremismus im Netz und welche Umgangsmöglichkeiten gibt es?

Moderation:
Marie-Theres Ueberlein und Clarissa Becker, Projektmitarbeiterinnen „Goodbye Hate Speech“, Aktion Zivilcourage e.V., Sachsen

WS 29: Projektmanagement – Von der Idee zum Projekt Raum: B 06 – B 07
Du engagierst Dich und möchtest ein Projekt auf die Beine stellen? Du wolltest schon immer erfahren, was bei der Organisation zu beachten ist und möchtest Dich mit anderen Menschen austauschen? In unserem Workshop bekommst Du das notwendige Handwerkszeug, um Deine Projektidee erfolgreich umzusetzen. Wir geben Dir Tipps und Tricks für die Konzepterstellung, die Begeisterung von möglichen Geldgeber*innen und die strukturierte Projektplanung. Außerdem findet eine gegenseitige Projektberatung statt. In unserem Workshop geht es also um die Beantwortung der Frage, wie man von der Idee zum eigentlichen Projekt kommt. Vorerfahrungen zum Thema Projektmanagement sind nicht erforderlich. Bitte bring' bereits eine grobe Projektidee mit in den Workshop.

Moderation:
Harry Gale und Mareike Zirkel, GemeinnĂĽtzige Bildungsinitiative mehr als lernen e.V., Berlin

WS 30: Wie demokratisch sind Abstimmungen wirklich? – In (großen) Gruppen Entscheidungen demokratisch treffen Raum: B 05
In Gruppen müssen öfters Entscheidungen getroffen werden. Meistens werden Entscheidungen in großen Gruppen am Ende per Abstimmung getroffen. Damit sind manchmal nicht alle zufrieden und es kommt zu Missmut. In diesem Workshop soll es sich darum drehen, welche alternativen Möglichkeiten es gibt, um Entscheidungen zu treffen. Ziel ist es, dabei passende Möglichkeiten für Gruppen kennenzulernen und diese anwenden zu können.

Moderation:
Lynn Krämer und Ruben Börchers, Gemeinnützige Bildungsinitiative mehr als lernen e.V., Berlin

AuĂźenforen Phase IV
AF p: Anne Frank – hier & heute. Auf den Spuren jüdischen Lebens rund um den Hackeschen Markt 14.45 - 17.30 Uhr

Anne Frank Zentrum
Rosenthaler Str. 39
10178 Berlin

Treffpunkt 14.20 Uhr: Interner Linkbcc
Das Anne Frank Zentrum befindet sich im Herzen Berlins, in der sogenannten Spandauer Vorstadt im Bezirk Mitte. Hier wird die Ausstellung „Anne Frank. hier & heute“ gezeigt. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen das Tagebuch und die Lebensgeschichte Anne Franks. Über Hörstationen und kurze Filmporträts kommen auch Berliner Jugendliche zu Wort, die sich mit aktuellen Fragen beschäftigen und eine Verbindung von der Geschichte in die Gegenwart herstellen. Nach einer Führung durch die Ausstellung gehen wir auf Entdeckungstour rund um den Hackeschen Markt: Dieses Viertel wurde vor allem durch seine jüdischen Bewohnerinnen und Bewohner geprägt. Der Rundgang führt zu verschiedenen Orten der wechselvollen Geschichte jüdischen Lebens in Berlin. Doch was erinnert heute noch an die Verfolgung und Deportation Berliner Jüdinnen und Juden?

Moderation:
Anne Frank Zentrum, Berlin

AF q: JĂĽdisches Leben gestern & heute 14.45 - 17.30 Uhr

Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum
Oranienburger StraĂźe 28/30
10117 Berlin

Treffpunkt:
Foyer/Kassenbereich (nach der Sicherheitskontrolle)

Treffpunkt 14.20 Uhr: Interner Linkbcc
Das Außenforum besteht aus zwei Teilen: Zuerst werdet Ihr die Neue Synagoge Berlin kennenlernen. Die Neue Synagoge Berlin in der Oranienburger Straße wurde 1866 eröffnet und war damals einer der berühmtesten jüdischen Sakralbauten in Deutschland. Neu für eine Synagoge waren z.B. die Orgel, der gemischte Chor, ein Gebetbuch auch auf Deutsch und in den 1930er Jahren die weltweit erste Rabbinerin. Auch heute wird nur ein Raum des noch erhaltenen Gebäudeteils als Synagoge genutzt. In einer Stunde erforscht Ihr sowohl die aktuell genutzte Synagoge als auch die Dauerausstellung und beschäftigt Euch dabei mit den Fragen von Tradition und Moderne. Nach dieser Führung sprecht Ihr mit zwei jüdischen Jugendlichen des Projekts „Meet a Jew“ über das jüdische Leben in Deutschland heute. Ihr gewinnt einen Einblick in ihren persönlichen Alltag, einen Überblick über die Vielfalt der jüdischen Lebensrealitäten und könnt Fragen zu allen Lebensbereichen stellen.

Moderation:
Meet a Jew, Zentralrat der Juden in Deutschland, Berlin und Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum

AF s: Widerstand von Jugendlichen gegen den Nationalsozialismus 14.00 - 17.00 Uhr

Gedenkstätte Deutscher Widerstand
StauffenbergstraĂźe 13-14
10785 Berlin

Treffpunkt:
In der 2. Etage am Empfang der Dauerausstellung „Widerstand gegen den Nationalsozialismus“

Treffpunkt 13.20 Uhr: Interner Linkbcc
In diesem Außenforum beschäftigen wir uns mit Alltagserfahrungen und Widerstandshandlungen von Jugendlichen gegen den Nationalsozialismus. Vorgestellt werden junge Menschen, die sich im Rahmen ihrer Handlungsspielräume dem NS-Regime widersetzten. Darunter befanden sich Einzelpersonen, aber auch Gruppen wie Leipziger Meuten, Edelweißpiraten oder Swing-Jugendliche. Zuerst erkunden wir gemeinsam die Dauerausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Im Anschluss daran könnt Ihr Euch in Kleingruppen vertiefend mit einzelnen Widerstandskämpfer*innen beschäftigen, darunter auch Sophie Scholl. Dabei erfahrt Ihr, wie unterschiedlich Widerstand von jungen Menschen sein konnte. Wie sah ihr Weg in den Widerstand aus? Wie leisteten sie Widerstand? Was waren ihre Motive und Ziele?

Moderation:
Gedenkstätte Deutscher Widerstand