12.04.2019

Offener Austausch zur StÀrkung gesellschaftlichen Zusammenhalts angesichts kommunaler Stresssituationen in Sachsen

VerantwortungstrÀger/-innen aus Sachsen diskutieren Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Rechtsextremismus und gesellschaftlicher Spaltung in ihren Kommunen.

Staatsministerin Petra Köpping im Gespräch mit den Gästen (Bild: BfDT)Staatsministerin Petra Köpping im GesprĂ€ch mit den GĂ€sten (Bild: BfDT)
In Kooperation mit der SĂ€chsischen Ministerin fĂŒr Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, und der Stadt Chemnitz fand am 08. April der erste „Chemnitzer Dialog“ statt. 40 kommunale VerantwortungstrĂ€ger/-innen aus Sachsen kamen zusammen, um sich ĂŒber gesellschaftspolitische Herausforderungen auszutauschen, bereits erfolgreiche Handlungsmethoden zu diskutieren und neue Ideen zu entwickeln.

Bereits beim Impulsvortrag des zweiten BĂŒrgermeisters der Stadt Wunsiedel, Manfred Söllner, zum „Wunsiedler Weg“ wurde deutlich, dass VerantwortungstrĂ€ger/-innen auf kommunaler Ebene im Umgang mit Rechtsextremismus und gewaltsamer Mobilisierung zwar mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sind, sich jedoch HandlungsspielrĂ€ume, Dialog und Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Akteur/-innen zu Nutze machen können, um einer Spaltung in ihrer Kommune entgegenzuwirken.

Manfred Söllner, 2. BM Wunsiedel, stellt "Wunsiedler Weg" vor (Bild: BfDT)Manfred Söllner, 2. BM Wunsiedel, stellt "Wunsiedler Weg" vor (Bild: BfDT)
In vier Fachforen wurden die Themenschwerpunkte der politischen NeutralitĂ€t, der Interessens- und Meinungskonflikte, des konstruktiven Miteinanders angesichts aktueller Herausforderungen, der Umgang mit gewaltorientierten Versammlungsformen sowie RadikalisierungsprĂ€vention behandelt. Die Impulse lieferten Expert/-innen aus der Praxis, Wissenschaft sowie sĂ€chsische BĂŒrgermeister/-innen aus eigener „Best Practice“-Erfahrung. Den Teilnehmenden einen geschlossenen und vertraulichen Raum zu geben, um Probleme offen anzusprechen und diesen Herausforderungen nachhaltig begegnen zu können, fand auch der BĂŒrgermeister der Stadt Chemnitz, Sven Schulze, wichtig: „Die Ereignisse der letzten Monate haben Chemnitz in kommunale Stresssituationen gebracht. Man kann durch die Ereignisse lernen. Sich darauf aktiv vorzubereiten – das ist besser. Ich begrĂŒĂŸe deshalb, dass der ‚Chemnitzer Dialog‘ dafĂŒr eine Austauschplattform bietet. Es gibt keine einfachen und schnellen Antworten auf die Herausforderung. Wir haben einen langen Weg vor uns, und wir sind alle gefragt. Es ist an der Zeit, die ZuschauerrĂ€nge zu verlassen und aufs Spielfeld zu gehen."

Auch Staatsministerin Petra Köpping sah die Wichtigkeit des Austauschs auf Augenhöhe, da sie als ehemalige BĂŒrgermeisterin und LandrĂ€tin kommunale Stresssituationen kenne, die an der Basis bei den Menschen vor Ort entstehen können. Sie wisse daher, wie wichtig es fĂŒr die VerantwortungstrĂ€gerinnen und –trĂ€ger in den Kommunen ist, sich schnell untereinander und ebenso auch mit der Staatsregierung auszutauschen und abstimmen zu können. Die teilnehmenden BĂŒrgermeisterinnen und BĂŒrgermeister begrĂŒĂŸten das Format, das in einem nĂ€chsten Schritt auch die aktive Zivilgesellschaft in den Dialog miteinbeziehen soll.

Medienberichterstattung

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