Dem Widerstand ein Gesicht geben

Die Initiative "Kinder des Widerstandes" aus Duisburg setzt sich aus Nachkommen Verfolgter des Nazi-Regimes zusammen und existiert seit 2011. Die Mitglieder betreiben – in der zweiten Generation und damit aus zweiter Hand, was ihnen sehr bewusst ist – die intensive Erinnerungs- und Zeitzeugenarbeit, die ihre Mütter, Väter oder Großeltern bereits geleistet hatten, nun weiter, damit deren Erinnerungen nicht verloren gehen. Sie berichten im Projekt "Dem Widerstand ein Gesicht geben" vom Wirken ihrer Eltern und Großeltern gegen den Faschismus. Sie wollen dem Widerstand ein Gesicht geben und zeigen, was Verfolgung, Emigration, Inhaftierung in Gefängnissen und Konzentrationslagern sowie Folter und Terror bis heute bedeuten. Ihr Ziel ist es, ein Warnsignal angesichts des erstarkenden Rassismus und Rechtsradikalismus zu senden. Ihre Vorträge finden an Schulen, in Jugendorganisationen, Vereinen, Gewerkschaften und kirchlichen Einrichtungen statt. Zudem konzipierte die Initiative bereits folgende Informationsbroschüren zum Thema: „Antifaschistischer Widerstand als Aufgabe“, „Kinder des Widerstands aus…Düsseldorf/ dem Ruhgebiert/ dem Belgischen Land/ aus Duisburg“.

Seit Beginn haben die mittlerweile 64 Aktiven circa 3.600 Schüler/-innen erreicht und fünf Broschüren erstellt. Das Projekt wird zur Gänze ehrenamtlich umgesetzt.

Preisträger im Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz" 2020, Preisgeld 2.000 €


Themen:Demokratie, Gewaltprävention, Extremismus
Projektträger:Kinder des Widerstandes
Ansprechpartner/-in:Christa Bröcher
E-Mail:info@kinder-des-widerstandes.de
Internet:kinder-des-widerstandes.de